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Alles neu

Renovieren hat ja mehrere Vorteile, nicht nur das plötzlich alles neu und sauber erscheint, nein eine Renovierung ist auch ein willkommenen Anlass manche Dinge noch mal zu überdenken und neu zu gestalten.
Gestern habe ich das Projekt Türen Lackierung zu Ende gebracht, dafür war es nötig alle Dinge die ich im Laufe der Jahre dort befestigt hatte, zu entfernen. Ein U-Bahnplan aus London und einen Aufkleber Underground, schicke Sticker von Rosenstolz, Zeitungsausschnitte und noch ein U-Bahnplan aus München. Heute war die Lackschicht trocken, alles wieder aufkleben, auf die schöne weiße Altbautür? Bin ich für Aufkleber etc. nicht ein bissel alt? Sieht, sah es schön aus? Nein. Sieht blöd aus, außerdem ist deine Reise nach London und München, das Konzert mit Rosenstolz verdammt lange her.
Zeit los zu lassen, Zeit es sich schön zu machen. Die Tür ist schön, so wie sie ist.
Das war sie schon immer, ich habe es nur nicht bemerkt. ;-)
saoirse - 2. Sep, 13:01

hui, da hätte ich aber zu tun. hier sieht man manche türen vor gratispostkarten und aufklebern schon gar nicht mehr. dabei bin ich doch noch viel älter als du ;-)

NBerlin - 2. Sep, 13:29

Mach aus den paar Jahren keine Ewigkeit! Es ist kein Jahrzehnt! Bin auch eine große Freundin von Gratispostkarten etc. es hängen auch wieder welche dran, aber nur drei und die farblich abgestimmt. ;-)
Legatus - 2. Sep, 13:21

Alte Türen in neuem Glanz...manche Veränderungen sind halt schön :) Vielleicht findest du ja einen anderen Platz für deine alten Erinnerungen :)

NBerlin - 2. Sep, 13:32

Damit halte ich es wie mit aus zu sortierenden Kleidern, erstmal ins Archiv und wenn ich es es nicht vermisse, - dann weg damit. ;-) Habe lange nicht gesehen, das ich quasi eine Jugendstil Tür habe kam nicht rüber bei all den Gelb, der abgeblätterten Farbe den Aufklebern. ;-)
creature - 2. Sep, 13:30

jeder tag ein neuer tag

ich bin ja ein fan vom loslassen alter erinnerungen, ich schwelge lieber im jetzt!
was sollte ich mit alten karten von stones oder steppenwolf konzerten, u-bahn plänen von london, ein alter hut von gestern der meine mentalen speicher eh nur überlastet.

NBerlin - 2. Sep, 13:33

Stimmt! Ich brauche auch keine Angst haben es zu vergessen, wenn es nicht mehr an der Tür klebt, ich weiß wo ich war, ich weiß was ich erlebt habe- das kann mir so oder so keiner nehmen! ;-)
the white lake knight - 2. Sep, 16:59

Clean up your row backyard, sagte nick cage mal in einem film. An und an ist es zeit, seinen persönlichen hinterhof ein wenig zu entrümpeln. mir hat mein rechner heute morgen verkündet, er wäre auch mal dran. schöner fetter absturz und dann, als er wieder lief, habe ich gemerkt, wieviel quark da und dort rumlungert, viel platz für daten ist ja schön, doch es verführt.
schön, dass die altbautür wieder so ist wie sie gemacht wurde. der stolz des einfachen.;-)

NBerlin - 2. Sep, 17:14

Erst scheint es weh zu tun, all diese Schätze aufzugeben, aber dann, dann wird einem klar wie frei man plötzlich ist und wie viele neue Möglichkeiten es jetzt gibt. Bei Windoof musst du aufpassen das immer 200MB frei sind sonst fährt er nicht mehr hoch...
Genau einfach und genial, noch sehr ungewohnt der Anblick.....;-)
the white lake knight - 2. Sep, 17:51

schönheit liegt im einfachen

keep it simpel, wer sich im haben den blick zunietet, der kommt nie zum sein. auch wenn es verschiedentlich weh tut (wobei ich da immer der meinung bin, lieber schmerz als gar keine gefühle, aber das ist eine sehr persönliche sicht), sich von dingen zu trennen, so ist es wie du sagstm neue freiheiten und neue möglichkeiten.
danke für denn tipp, aber ich kriege schon nervenzucken bei unter 10G. ;-)
NBerlin - 2. Sep, 18:00

*gg* Das war jahrelang "mein" Motto besser Schmerz als gar kein Gefühl, wie soll man sonst wissen das man lebt? Mittlerweile gebe ich mich damit aber nicht mehr zufrieden, man kann ja auch anders erfahren das man lebt....:-)
the white lake knight - 2. Sep, 18:16

sehr richtig,

denn im schmerz verharren hat nichts mit leben zu tun. leben hat mit zufriedenheit und glück zu tun, dem gefühl der freude und allem, was dazugehört. :-)
Ansuzz - 2. Sep, 17:33

Ich schließe mich den Vorkommentatoren an. Loslassen ist toll! Es befreit einfach. Wie sagt ein buddhistisch anghauchter Freund von mir einmal "Ich reise mit leichtem Gepäck, auch durchs Leben".

So ist es oft, die Dinge sind schön, wenn man sich nur einmal die Zeit nehmen würde, sie WIRKLICH zu sehen.

NBerlin - 2. Sep, 17:58

Das ist auch mein Langzeitziel mit leichten Gepäck zu reisen! In der Wohnung schaffe ich es immer mehr, in meiner Seele noch nicht, aber man sagt ja immer das Haus/die Wohnung eines Menschens steht auch für die Seele. ;-)
creature - 2. Sep, 17:59

das reisen mit leichtem gepäck ist ein gutes beispiel.
darin sehe ich auch einen grund warum ein mensch mit zunehmendem alter so schwerfällig wird, es ist der geistige ballast, die erlittenen enttäuschungen, die schmerzen, die misslungenen liebschaften und was noch so alles, das läßt das gesicht erstarren und das lächeln haut auch ab, muß nicht sein, es geht auch anders!
NBerlin - 2. Sep, 18:04

Genau! Vor ein paar Wochen sagt Jemand zu mir das ich zwar strahlende Augen hätte, aber auch schon die ersten Züge der Verbitterung in meinem Gesicht trage. Das fand ich erschreckend, dagegen muss ich was tun, bevor sich diese Züge in mein Gesicht einbrennen und ich sie lebenslang mit mir herum tragen muss....
Ansuzz - 2. Sep, 18:14

Verbitterung ist nicht gut! Lieber auch mal einen Blick auf die schönen Seiten lenken. Früher lebte ein altes Ehepaar in meiner Nachbarschaft. Die beiden hatten vom Leben wirklich Nackenschläge bekommen....aber sie waren fröhlich, warmherzig, meist guter Dinge und strahlten eine unglaubliche Lebensfreude aus. Das habe ich immer bewundert! Für mich ein gutes Beispiel...
NBerlin - 2. Sep, 19:23

Das ist nicht so leicht seinen Blick (ab-) zu lenken, aber solche Paare zeigen einen das es möglich ist, meine Urgroßmutter war auch so eine, vom Leben beschissen worden und trotzdem immer ein Lied auf den Lippen. ;-)
creature - 2. Sep, 22:02

dieses vom leben "beschissen"?
darüber denk ich oft nach was das ist und wies dazu kommt.
meine erklärung: die erwartungen, je höher desto größer der eindruck des beschisses.
wer hat den uns auf die idee gebracht das es da draussen irgendwas gibt das uns zusteht?
mir fällt da ein spruch ein der etwa so lautet, "erwarte viel von dir und nichts von den anderen".
in diesem zusammenhang passt er irgendwie!
NBerlin - 3. Sep, 09:33

Denke nicht das die Erwartungen zu hoch waren, die Erwartungen waren ein Leben in Frieden und mit ein bissel Glück. Geht schlecht wenn man Kind im ersten Weltkrieg ist und Frau im zweiten Weltkrieg. Sie hat nach dem Motto, viel von sicher selber und nichts von den Anderen gelebt, eine stolze Frau und das mit dem beschissen worden sein habe ich gesagt....nicht sie....;-)
creature - 3. Sep, 10:30

da geb ich dir recht, in frieden leben zu können steht uns sicher zu, minimalanforderungen einzufordern ist schon richtig!
( bin schon ganz kribbelig und im reisefieber, um 15h geht mein flug richtung berlin, dort war ich noch nie, leider nicht privat sondern geschäftlicher natur was ich ja nicht so mag, aber was solls, ist auch ein teil des lebens!)
NBerlin - 3. Sep, 11:07

Genau, alles andere ist vielleicht wirklich vermessen! Macht nix, es regnet wie aus Kübeln in Berlin, du verpasst nicht viel von der großen Freizeitwelt! ;-)
creature - 3. Sep, 11:14

blöd, kann ich neu zu packen beginnen, mit regen rechne ich nie, in wien gabs heuer kaum welchen.
NBerlin - 3. Sep, 11:16

Also ein Regenschirm ist das Mindeste, bei mir haben 10min Fußmarsch gereicht um sämtliche Bemühungen des morgendlichen Schminkrituals zu nichte zu machen. ;-)