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Über die Winzigkeit der großen Sachen

Musik ist für mich das Größte was es auf dieser Welt neben Liebe gibt.
Musik ist die universelle Sprache der Gefühle die überall auf der Welt verstanden wird.
Dementsprechend horte ich Musik seitdem ich denken kann.
Schallplatten und Musikkassetten türmten sich schon in meinen Zimmer, als ich noch gar nicht schreiben oder lesen konnte. Früher brauchte man dafür eine Menge Platz und eigene Regale oder Schränke, die auch noch zu ordnen waren. Wenn man etwas suchte konnte das etwas länger dauern und die Musikmöbel der frühen Zeiten waren auch nur zweifelhaft dekorativ.
In meinem Elternhaus ist bis heute eine ganze Wand des Wohnzimmers mit LPs bestückt, früher habe ich Stunden damit verbracht zu wühlen, zu hören und zu staunen.
Doch das gab oft Ärger, denn oft brachte ich die Gesetze der Ordnung dabei durcheinander und beschädigte die kostbaren Stücke. Dann kam die CD deutlich kleinere Silberscheiben mit kleinem Cover, die man hören konnte ohne nach 20 min aufzustehen oder mit der Plattennadel das gewünschte Lied zu suchen. Sie waren zwar hässlich und der Klang minderwertiger aber immens praktisch. Man brauchte auch keine ganz Wand mehr um ein paar Hundert zu lagern. Das war auch besser so denn der Anblick von CDs war weniger Herz erwärmend als der der LPs.
Doch die Sache mit den CDs hatte einen Nachteil, sie waren zwar saubillig in der Produktion und liessen sich vorerst für ein Vielfaches der ehemaligen LP Preise verkaufen, aber sie liessen sich auch leicht kopieren sichern.
Das gefiel den Musikproduzenten plötzlich nicht mehr so, sie versuchten verschiedene Kopierschutzsysteme einzuführen, scheiterten aber.
Die Computer und ihre Möglichkeiten hatten sie besiegt, als wäre das nicht schlimm genug für die armen Musikfirmen kam dann noch das Internet und damit auch der unbegrenzte Tauschhandel von Musikstücken.
Verbieten sollte man das, fangen soll man diese Verbrecher! Doch es waren zuviele und bestehende Gesetze halfen auch nicht weiter. Musikformate wie Mp3 und WMA machten Musik plötzlich virtuell, immer weniger Musik ging auf einem Medium über die Ladentheke, die Umsätze brachen ein. Schmollend zogen sich die Musikfirmen in eine Ecke zurück, statt dazu zu lernen. Heute wird Musik mittlerweile auch über das Internet verkauft und LP und CD Regale sind überflüssig geworden.
Meine LPs werde ich behalten, aber meine ca. 300 CDs werde ich jetzt nach und nach als mp3 umwandeln und in den Kellern stellen.
Es ist faszinierend, das die Musik meines ganzen Lebens heute auf eine winzige Festplatte passt, suchen und sortieren brauche ich nicht, in meinem Wohnzimmer: Platz und die Abnutzung ist auch nicht mehr gegeben.
Eine Erleichterung, aber irgendwie auch seltsam das Etwas was mir soviel bedeutet, so wenig Platz in meiner Wohnung einnimmt. ;-)
zorachen - 4. Jan, 18:04

Da muss ich dir recht geben... es ist schon seltsam. Aber auch ungeheuer praktisch ^_~
Erst heute kam mein neuer (erster!) mp3 Player an und ich hielt dieses winzige Ding in meinen Hände umd musste mich schmunzelnd daran zurück erinnern, wie es war als ich meinen ersten Walkman bekommen habe. *g* Eine Casette, die man noch umdrehen muss, gegen fast grenzenloses Speichervolumen...

NBerlin - 4. Jan, 18:20

*gg* ja mein erster Walkman, meine erste Kompakt Anlage mit Plattenspieler und Kassettendeck, das waren Zeiten. Die Kassetten hat ja noch einen Nachteil Kabelsalat und Abnutzung, wie oft habe ich meterlanges Tonband mit einem Bleistift aufgerollt oder versucht Radioprogramme möglichst ohne Moderatorengequatsche auf Kassette aufzunehmen..;-)
andiberlin - 4. Jan, 22:12

Bei mir ist es anders. Auch mir bedeutet Musik unheimlich viel. Aber ich wandle nur einen kleinen Teil meiner CDs in MP3, um die Stücke dann auf Harddisk zu bannen.
Nein, viel lieber zieht es mich vor meinem CD Regal und ich stöbere da herum, entdecke Cover und die Widmungen auf dem Inlay neu.

NBerlin - 4. Jan, 22:15

Ich habe kein Regal sondern nur so Boxen, da finde ich selten was und eigentlich höre ich zu 90% nur noch vom Ipod weil ich einfach zu faul zum suchen bin. Welche Witmungen denn? Sowas habe ich nur in Büchern. ;-)
andiberlin - 4. Jan, 22:32

Du weißt ja, ich habe meine Sammlung alphabetisch sortiert, um so schneller was zu finden. Das war bei der Anzahl meiner CDs immer noch die beste Lösung dem unendlichen Suchen Herr zu werden.

Widmungen.... naja ich meine die Stellen wo die Künstler ihr Dankeschön hinsetzen. Da gibt es manchmal recht interessante Namen zu entdecken. Und ein paar mal bin ich so dann über Umwege auf andere interessante Künstler gestoßen, weil die mal in einer Widmung oder als Backgroundsänger erwähnt wurden.
NBerlin - 4. Jan, 22:42

Wieviele CDs hast du denn? Achso, deine Musikerinnerungsarchiv also, ich hab das meiste im Kopf und falls nicht gibt es ja noch das Internet und Bücher. Ja ich erinnere mich, was machst du eigentlich wenn Besuch kommt der etwas durcheinander bringt? ;-)
andiberlin - 5. Jan, 18:28

Es müssen etwas über vierhundert CDs sein, die da in meinem Regal lagern. Ich glaube so viel kann kein Besuch durcheinander bringen in der Sammlung. Es sei denn der Besuch tobt sich stundenlang ohne meine Aufsicht alleine an meinem Regal aus.
NBerlin - 6. Jan, 01:29

Aha also gut 100 mehr als ich, hast du auch Vinyl? Darauf wollte ich hinaus, du beaufsichtigst also...;-)