Idiotin

Gestern noch lange telefoniert und meinen Frust los geworden. Was habe ich mir dabei gedacht diesen Job anzunehmen? Aktuell fühle ich mich wie ein Nichtsnutz, keine gute Voraussetzung, um zu einem Vorstellungsgespräch zu gehen. Aber gut immerhin habe ich den Rest des Tages frei, kann ich heute gut gebrauchen. Die Sonne scheint und der Tag grüßt freundlich, alles gut soweit. Keine Lust auf gar nichts, geschweige denn auf mehr Arbeit, was aber der Sinn des heutigen Termins ist. Erstmal duschen und dann weitersehen. Das Leben wird mir schon einen Weg zeigen, bisher ging es immer irgendwie voran. Eigentlich könnte ich mich immer noch hinter meiner Krankheit verstecken, ich frage mich, warum ich es nicht mache. Ich scheine eine Idiotin zu sein.

rosenherz - 18. Mai, 13:48

In der ersten Arbeitswoche schon frustbeladen? Das finde ich hart.

NBerlin - 18. Mai, 13:49

Ja leider. :-(
rosenherz - 18. Mai, 13:52

Und du zweifelst gleich an dir selbst und deiner Zusage. Ich kanns kaum fassen, wie schnell du dich als Idotion bezeichnest. Puuh.
NBerlin - 18. Mai, 16:18

Ich bin halt sehr ehrgeizig und habe hohe Ansprüche an mich selber. Ich bin enttäuscht von mir, aber gut vielleicht auch zuviel erwartet nach 2 Tagen Arbeit.
bonanzaMARGOT - 19. Mai, 05:56

wahrscheinlich ist eher diese kollegin eine idiotin.
NBerlin - 19. Mai, 09:37

Das hast jetzt du gesagt.
widder49 - 20. Mai, 09:43

Im

Rahmen meiner Ausbildung machte ich eine Zusatzausbildung Structogram, darin enthalten war auch Triogram. Man lernt, die Persönlichkeitsstruktur des Gegenübers zu erkennen. Im Bereich Seniorenarbeit sehr hilfreich, aber natürlich auch im normalen Leben.
Wenn ich jetzt lese, was Du schreibst, dann befürchte ich fast, dass du für deine Arbeit noch nicht stark und gesund genug bist.
Du grenzt dich nicht genügend ab, lässt viel zu viel an dich ran und lässt zudem auch noch alle anderen ihren Müll abladen, weil du nicht laut genug nein sagen kannst. Auf Dauer macht so etwas krank und kränker.
Du musst noch eine Menge an dir selbst arbeiten.

NBerlin - 20. Mai, 11:49

Interessante Methode von der du erzählst, das würde mich interessieren. Das ich das mit der Abgrenzung nicht drauf habe ist aber kein Zeichen meiner Krankheit, das war schon immer so, auch schon vor der Krankheit. Vielleicht auch ein Grund warum ich überhaupt krank geworden bin. Ich hatte eigentlich gehofft dass sie mir in der Ausbildung zeigen wie man sich abgrenzt, das ist aber leider nicht erfolgt. Für den Moment bin ich froh dass ich vorerst nur 15 Stunden die Woche mache, wäre mir ganz Recht wenn der zweite Arbeitgeber absagt. Ich wollte zwar 25-35 Stunden die Woche machen, aber ich glaube das ist derzeit noch nichts für mich. Die Psychobelastung kommt eher vom Amt, aus der Familie und dem Freundes- und Bekanntenkreis und hat weniger mit der Arbeit zu tun.

Nadine in Berlin

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