Donnerstag, 26. April 2018

13

Fast verpennt: Ich feier heute meinen 13. Blog-Geburtstag! Wer hätte das gedacht? Ich sicher nicht. 13 Jahre Twoday, immerhin noch zum Teenager durfte mein Blog hier werden. Bald ist es aus, 14 werde ich hier nicht mehr, aber vielleicht auf Wordpress. Danke allen Besuchern, Lesen und Kommentatoren, ihr habt mir 13 gute Jahre gegeben, ich hoffe der ein oder andere besucht mich auch in meinen Exil, ich werde euch vermissen!

Tendenz absteigend, Arbeitslosengeld, Einkaufen und Rücksicht

Tendenz absteigend, gestern früh gekotzt, mittags meine Tage bekommen und abends Halsschmerzen. Wohlfühlen sieht anders aus. Heute schlimme Halsschmerzen und ich bereue gestern nicht gesagt zu haben, dass ich zu Hause arbeite. Doch alles etwas viel, meine Seele wusste es schon, mein Körper reagiert. Passend, dass ich bald Urlaub habe, dann bin ich krank und darf zu Hause bleiben. Der Besuch beim Arbeitsamt gestern war nicht so schlimm wie gedacht, auch wenn ich tatsächlich Anspruch auf Arbeitslosengeld habe. Das Gute jedoch ist, dass ich nicht zwei Zahlungsstellen haben werde, sondern dass sich das Jobcenter das Geld vom Arbeitsamt zurückholt. Es bleibt trotzdem ein großer Papierhaufen für mich, den ich noch ausfüllen und einschicken muss. Schauen Sie doch mal glücklich, aktuell bin ich weit davon entfernt. Die letzten Tage zu viel geraucht, also vielleicht auch selbst schuld mit den Halsschmerzen, auch wenn ich vermute, dass es eher am Stress und offenen Fenstern beim Schlafen liegt. Einkaufen müsste ich, aber das Geld ist alle, ohne Klopapier werde ich aber wohl nicht über das Wochenende kommen. Gut heute nur recherchieren und schreiben, das werde ich wohl hinbekommen. Durchhalten ist angesagt und heute niemanden umarmen oder anhusten, aus Rücksicht.

Mittwoch, 25. April 2018

Wecker, Osten, Gratis-Schlaf und Wetter

Früh, früh, ich glaube mein Wecker ist kaputt, er klingelte gestern gar nicht und heute nur ganz leise und kurz. Mist, da darf ich mir was Neues zulegen. Heute immerhin Zeit für einen Kaffee und meinen Blog, gestern schon Kopien für heute gemacht, ich bin bereit für den Papierkrieg mit dem Arbeitsamt. Dass ich dafür tief in den Osten muss, ist nicht so erfreulich, muss nach Adlershof, was für mich empfunden schon Stadtrand ist. Gestern tagsüber geschlafen, so tief, dass ich danach kaum aufstehen mochte. Immerhin schlafen kostet nichts. Gestern gefragt worden, ob ich mich noch offiziell von meinen Klienten verabschieden möchte, nur leider zu einer Zeit wo ich im neuen Job Teammeeting habe. Eigentlich möchte ich mich verabschieden, aber auf der anderen Seite fällt mir eine "nette" Erklärung schwer warum ich nicht mehr dort arbeite. Ich hoffe heute wird es nicht so voll beim Arbeitsamt, aber es ist ja nicht das Jobcenter, wo sich bereits vor der Öffnung Schlangen bilden. Verstehe nicht, warum die anderen Antragsteller beim Jobcenter nicht auch einfach Einschreiben schicken, wenn man dort 1-2 Stunden wartet, ist es doch die Gebühr von 3,60 Euro wert. Das Wetter ist mies, grau und kalt, werde heute wohl wieder Jeans und Jacke tragen, einatmen, ausatmen, weitermachen.

Dienstag, 24. April 2018

Kack Tag und Ruhe!

Was für ein kack Morgen, was für ein kack Tag. Total verschlafen heute Morgen, sodass ich nur 20 Minuten Zeit hatte um aufzuwachen, zu duschen, mich zu schminken, mich anzuziehen und mir Stullen zu schmieren. Pünktlich da gewesen, aber es wäre nicht nötig gewesen, es waren kaum Teammitglieder da und alles ging später los. Es gab dann reichlich Arbeit und so verging die Zeit wenigstens schnell, aber irgendwie hat mich das alles wieder aggressiv gemacht, auch wenn ich heute endlich einen unterschriebenen Urlaubszettel zur Verwaltung bringen konnte. Meine Lage derzeit ist aber auch nicht erfreulich: Bin pleite, weiß nicht, ob im nächsten Monat die Kohle reicht, habe immer noch keinen Arbeitsvertrag, muss dringend zum Arbeitsamt und das der Liebhaber sich verabschiedet ist emotional auch nicht gerade stabilisierend. Die Kollegen raten mir mich morgen krank zu melden, denn sonst wartet morgen ein 13 Stunden Tag auf mich. Ich glaube das überlebe ich nicht. Die Hunderunde heute abgesagt, denn es ist mir alles zu viel und ich möchte derzeit auch nicht meine Mutter sehen, ich bin sauer auf sie, wegen ihrem rücksichtslosen Verhalten und das nicht nur aktuell, sondern eigentlich schon immer. Keine Ahnung wie das alles weiter gehen soll, ich glaube ich lege mich jetzt mal ne Runde hin, sonst heule ich nur oder verkloppe ein Kissen. Gestern schon ausgiebig geheult, ich hoffe das reicht für diese Woche. Ich will einfach nur meine Ruhe.

Montag, 23. April 2018

Irrational

Kalt, ich bin kalt. Ich war immer Feuer, Feuer und Flamme, bis ich mich verbrannte und zu einem Eisklotz wurde. Jahrelang keine Gefühle, alles stumpf, regungslos. Egal was passierte, Tod oder Musik, nichts, ich war tot, so tot wie ich vorher sein wollte. Doch dann kam er und brauchte mich und ich erblühte wieder, es wurde wärmer am Nordpol. Vielleicht hat er mich ausgenutzt, aber auch ich hatte meinen Nutzen. Ich fühlte wieder, irgendwann war es Liebe, eine unerwiderte Liebe und die Tränen flossen, flossen wie Bäche aus dem Eisberg. Ich tat alles für ihn, alles was ich konnte, auch über meine Kräfte hinaus. Er war mein undankbarer Schatz. Ich hielt ihn fest an mich gedrückt, viel zu lange, keiner verstand es. Ich weiß er liebt mich nicht, er will mich nicht, aber ich wollte leben, ich wollte fühlen, auch wenn es nur traurig ist. Jetzt ist es vorbei, er verlässt Deutschland und es tut mir so weh, auch wenn es keine Zukunft gab, ich lebte für den Moment für das Gefühl. Wir haben den Kampf verloren gegen die deutsche Bürokratie und das System, er hat aufgegeben und ich kann nichts daran ändern. Freunde sagen es ist besser für mich, dass ich besseres verdient habe, aber niemand sonst brachte mich zum Fühlen. Keine Ahnung was die Zukunft bringt, mein Herz ist immer noch in einem Eisblock, die Hoffnung nur verhalten. Ja er ist ein Verlierer, ja er ist ein Arschloch, er spricht noch nicht mal meine Sprache, aber ich liebe dieses Arschloch, auch wenn es total irrational ist.


Unentspannte Ansprüche

Was für ein Sonntag, was für ein Morgen. Gestern wie erwartet den ganzen Tag mit der Familie verbracht, war eigentlich ok, wäre da nicht der verlorene Tag, denn ich habe dieses WE weder geputzt noch gekocht. Eigentlich Tätigkeiten, die ich brauche, um entspannt in die neue Woche zu starten. Also beschlossen heute erstmal beim Arbeitsamt anzurufen und nicht vorbeizugehen. Ich muss die ganze Woche durchhalten und wollte den Montag nicht schon total hektisch ohne Schlaf beginnen. Die gute oder eher schlechte Nachricht ist, dass ich wohl Anspruch auf Arbeitslosengeld habe, also muss ich da hin, um zu beantragen, was meine Situation aber noch komplizierter macht, denn dann würde ich 200-300 Euro vom Arbeitsamt bekommen, 200-300 Euro vom Jobcenter und vom Rest meines angerechneten Gehalts leben. Wunderbar!^^ Es lebe die deutsch Bürokratie! Wie einfach und entspannt wäre mein Leben doch mit dem Grundeinkommen, ich brauche nicht viel Geld zum leben, aber mich wegen Bezügen unterhalb der Armutsgrenze so zu schikanieren ist schon eine heftige Nummer. Man hat ja sonst nichts zu tun, das ist alles Zeit und Kraft, die ich für die Arbeitssuche oder für meine weitere Gesundung gut gebrauchen könnte. Aber es ist, wie es ist und ich muss da durch, ich freue mich schon.^^

Sonntag, 22. April 2018

Alpträume, Behörden-Mikado und Passierschein

Was für eine Nacht, Alpträume, die so heftig waren, dass ich, mitten in der Nacht, mit einem Hilfeschrei aufwachte. Was genau ich geträumt habe weiß ich nicht mehr, aber es spricht für meine Gemütslage. Gestern gleich 4 Briefe vom Jobcenter bekommen, die gute Nachricht: Ich habe eine ungekürzte Bewilligung für weitere 6 Monate, die schlechte Nachricht ich soll zum Arbeitsamt gehen und prüfen lassen, ob ich einen Anspruch auf Arbeitslosengeld habe. Behörden-Mikado, es könnte ja sein, dass die Zuständigkeit geendet hat. Das wird anstrengend, wenn ich Montagfrüh vor der Arbeit noch zum Amt muss. Außerdem wollen sie Unterlagen, die ich nicht habe, keine Ahnung wie ich das alles schaffen soll. Ich will so dringend Ruhe, doch ich bekomme sie derzeit nicht, heute wieder Familientag, ich habe keine Lust, weil es mir einfach zu viel ist. Der Haushalt sieht chaotisch aus, das frische Essen habe ich eingefroren, weil einfach keine Zeit zum Kochen und putzen war. Wird Zeit dass ich da raus komme, raus aus meinem alten Job und raus auf dem Behörden-Mikado, ich will doch nur meinen Passierschein:

Nadine in Berlin

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