Lyrisch & Nachdenklich

Mittwoch, 22. März 2017

Vergeblich

Alles was ich tue, vergeblich.
Ich bin die geborene Verliererin.
Seitdem großen Verlust vor 4 Jahren habe ich alles verloren.
Meine Karriere, meine Kollegen, meine Freunde, meine Gesundheit, mein gutes Aussehen.

Ich wünschte ich könnte zurück, zurück in diese Zeit.
Ich würde so vieles anders machen.
Doch es gibt kein zurück.

Jetzt bin ich eine dicke, nicht mehr ganz so junge Frau.
Ich will nicht undankbar sein, die Kopfdämonen sind weg.
Ich kämpfe jeden Tag, für mich, für andere, ich glaube auch vergeblich.
Man kann sich Liebe nicht verdienen, sie wird verschenkt.
Doch ich sehne mich so, vergeblich.

Samstag, 4. März 2017

Egoismus

Gestern Abend noch sehr lange unterhalten. Geweint, gestritten und mich selbst dabei erwischt Vorurteile zu haben. Das sitzt jetzt noch tief und macht mich irgendwie melancholisch. Trotzdem gut geschlafen, aber jetzt bin ich etwas matt. Erstmal Gedanken sortieren und Eindrücke korrigieren. Trinke Kaffee und mir wird mal wieder klar, wie privilegiert ich bin, das macht mich aber nicht fröhlich, sondern eher unangenehm berührt. Auch andere Menschen müssen kämpfen, vielleicht sogar mehr als ich es getan habe. Ich bin zu streng mit meinen Mitmenschen und urteile zu schnell ohne die wahre Geschichte zu kennen. Jetzt bin ich schlauer, aber die Fröhlichkeit darüber bleibt aus. Ich kämpfe dann mal mit, für ihn, nicht für mich. Denn was man liebt muss man los lassen, alles andere ist Egoismus.

Freitag, 6. Januar 2017

Angst und Gesundheit

Aktuell bekomme ich Angst vor mir selber. Ich habe wieder so viele Gefühle und bekomme jeden kleinen Scheiß auf der Erde mit. Jedes Geräusch, jedes Blinken, jede Bewegung. Das ist gruselig. Ich habe Angst das der Wahn wieder kommt, das irgendeine Empfindung vielleicht nicht echt ist. So überprüfe ich alles, doch alles scheint echt, also alles gut. Bin wie ein Kind das seine Welt neu entdeckt und es gibt soviel zu entdecken. Ich freue mich über das Leben, freue mich hier zu sein. Danke in Gedanken immer wieder meinen Helfern. Auch ich möchte helfen, aber ich weiß nicht ob ich daraus einen Beruf machen sollte. Die Schulden der Vergangenheit zahlen sich nicht mit guten Taten. Ich möchte frei sein, leben, aber trotzdem nicht ab Monatsmitte jeden Cent umdrehen. Ich brauche nicht viel um zu leben, aber ein Tausender im Monat sollte es dann doch sein. Schwer zu ertragen diese neue Welt und ihre Möglichkeiten, doch das Wichtigste bleibt die Gesundheit.

Sonntag, 23. Oktober 2016

Jemand den ich mal kannte

Das Herz mühsam zurück erkämpft, noch nicht ganz, noch ein Stück, da kommt die Nachricht "Ich vermisse dich". Wie grausam, das Herz in den Händen pochend, blutig, wohin damit? Ich brauche es zum leben, ohne bleiben mir nur noch wenige Sekunden, doch ich zögere, zu lang, es geht ums Überleben. Halte es fest, kralle mich in ihm fest, der Schmerz durchzuckt mich. Das darf jetzt nicht wahr sein. Ich schiebe das blutige etwas wieder in meine Brust. Das was kein Schrei nach Liebe, nein nur ein egoistischer Ruf der Einsamkeit. Ich kann das nicht, auch wenn ich verziehen habe, der Schmerz ist noch zu frisch, ich muss dich rausschneiden aus meinen Leben, um zu überleben. Du bist nur Jemand den ich mal kannte.

Montag, 10. Oktober 2016

Scheitern

Auf die Fresse geflogen, die Kämpferin schaut grimmig drein. Das Herz hüpfte den Abhang herunter, hinterlies eine Blutspur der Brutalität. Ekel, Scham, verletzter Stolz, die Träumerin hat ausgeträumt. Die Geduld hat sich nicht gelohnt. Zu schnell gewollt und nicht erhalten, außer Schmerz und Demut. Wie kann man nur so dumm sein? Aufräumen, wegkehren, Telefonbucheinträge löschen, vergessen, vergessen dass man gescheitert ist.

Montag, 6. Juni 2016

Freiheit

Auch wenn ich oft über mein neues Leben nach der Psychose meckere, so bin ich doch frei wie nie zuvor. Ich arbeite soviel ich will, lerne was ich lernen möchte und bin frei von Konkurrenzkampf und Mobbing. Zwar habe ich keine Kohle, aber ehrlich gesagt hatte ich auch als Vollzeitarbeiterin keine Kohle, nur zum Ende hin hatte ich ein paar hundert Euro mehr als jetzt und habe dafür mein ganzes Leben und meine Gesundheit verkauft. Das war ein schlechter Preis für Jahre meines Lebens und und weitere Jahre in Behandlung. Aktuell erbaue ich mir ein neues Leben und werde hoffentlich nie wieder so fertig und krank von einer Karriere, die sich gar nicht lohnt. Es ist Sommer, die alten Dämonen sind weg geflogen und ich bin seit langer Zeit mal wieder zufrieden, denn ich bin frei.

Dienstag, 22. März 2016

War das alles?

Ich hatte eine bewegte Vergangenheit was Männer angeht. Besonders in den Teenager Jahren habe ich es bunt getrieben, ich konnte einfach nur schwer nein sagen und hatte viele Verehrer. Also ich in den 20ern war wurde es schon etwas ruhiger, ich hatte mehrere lange Beziehungen und ein paar längere Affären. Dann kam die 30er und der Job nahm mir jede Form von Privatleben und da ich nicht die Firma ficken wollte, blieb mein Privatleben auf der Strecke. Warum auch ficken wenn die Firma dich jeden Tag fickt? Dann wurde ich durch meinen Job krank und es folgten weitere Jahre in denen ich nicht für Sex oder eine Beziehung fähig war. Jetzt bin ich Ende 30 und ich frage mich ob es das gewesen war, schliesslich hatte ich in meinem bisherigen Leben mehr Spaß als andere in ihrem ganzen Leben. Ich hoffe das war noch nicht alles, ich hoffe dass da noch was kommt, aber manchmal beschleicht mich das Gefühl dass es das war.

Sonntag, 13. März 2016

Zum Single-Sein

Ein paar weise Worte:

Schoener-Gedanke-Kopie

Donnerstag, 31. Dezember 2015

Anfang und Ende

Den Anfang und das Ende einer Liebe erkennt man daran, dass man sich scheut mit dem anderen allein zu sein.

Zitat aus dem Film "Anleitung zum Unglücklichsein"

Montag, 21. Dezember 2015

Die Zeit heilt alle Wunden

Heute ausgiebig alte Erinnerungen besprochen. Es tut nicht mehr weh, aber es befreit über alte Geschichten zu sprechen. Vergangenheitsbewältigung auf die andere Art, Jahre später. Aber langsam wächst Gras drüber und die zusätzlichen Informationen mindern den Schmerz etwas. Er war ein Hallodri, das wusste ich nicht, er hat viel gelogen und zwar nicht nur mir gegenüber. Es bleibt eine traurige Geschichte und ich werde wohl noch lange an ihn denken, aber immerhin hat Neukölln jetzt immer weniger Schrecken für mich. Vielleicht werde ich irgendwann ohne diese Trauer durch meine alte Straße gehen können, die Zeit heilt alle Wunden.

Nadine in Berlin

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