Lyrisch & Nachdenklich

Dienstag, 24. Oktober 2017

Was denkt Gott?

Was denkt sich der liebe Gott eigentlich bei seiner Auswahl wer leben darf und wer sterben muss? Gibt es da irgendwelche Kriterien? Ich kann keine erkennen. Es scheint alles wahllos und beliebig zu erfolgen. Die einen kriegen immer wieder eine Chance, die anderen haben nur eine.

Freitag, 26. Mai 2017

Leben und Tod

Leben und Tod sind sehr nah beieinander. Gestern noch zusammen gelacht, heute tot. Ich habe dem Tod oft ins Auge gesehen, mich oft nach ihm gesehnt, aber dass Leben war immer stärker. Anderen erging es nicht so gut. Krebs, Aids oder andere Krankheiten nahmen ihnen das Leben.

Ich habe viele Menschen sterben sehen, viel verloren und von der Trauer verfolgt worden. Doch ich lebe und jeder weitere Tod macht mir weniger Angst vor dem, was da irgendwann auch auf mich zu kommt. Der Tod gehört zum Leben, zwangsläufig. Bin ich kalt geworden? Ich denke noch oft an die Toten, sie sind bei mir, doch ich besuche selten Gräber.

Ich denke, solange sich Lebende an die Toten erinnern sind sich nicht ganz verschwunden. Sie sind Teil der Lebenden, Teil ihrer Geschichte, Teil ihrer Erinnerung. Der Tod lauert überall, nimmt gnadenlos zu sich was andere vermissen werden. Ich dachte ich hätte, jenseits meiner wiederkehrenden Selbstmordgedanken, ein langes Leben vor mir. Doch sehe ich meine Oma und Mutter bin ich mir da nicht mehr so sicher.

Ist älter werden wirklich eine Ehre? Oder eher eine Bürde? Die Vorstellung im Himmel alle verlorenen Menschen wieder zu sehen ist frohlockend, aber ist das vielleicht nur ein Trick damit man sich auf etwas nach dem Tod freuen kann? Loslassen kann vom Leben? Aber wer hat Beweise für die Existenz des Himmels? Ich glaube wir haben nur ein Leben und nur einen Tod.


Alternativ auch "Der Tod hat sich verliebt".

Donnerstag, 4. Mai 2017

Zeit

Begrüßung, Verabschiedung. Nähe, Distanz. Glück, Unglück. Viel zu oft, dabei selten gute Nachrichten. Verliebtheit, Frustration. Hoffen. Aufgeben. Immer wieder. Für immer, Niemals. Sehnsucht, Gleichgültigkeit. Versuche, Scheitern. Zeit, Zeit. Wer hat soviel Zeit? Umarmen, Loslassen. Pläne schmieden, alles verwerfen. Hin und her. Geduld, Ungeduld. Glückseligkeit, Drama. Anziehung, Ekel. Warten, weitermachen. Zeit.

Dienstag, 25. April 2017

Lebe bedacht

Nicht nur an der Haut sieht man es, auch an der geistigen Leistung eines Menschens sieht man, wie alt er ist. In letzter Zeit musste ich mehrfach feststellen das Menschen, die früher Überirdisches geschafft haben schon vor der 60 stark abbauen. Erst sind es die Gelenke, doch dann auch die Leistungsfähigkeit dieser Menschen.

Sie bauen körperlich ab, aber auch geistig. Ist das der Preis dafür ein Leben auf der Überholspur gelebt zu haben? Folgt nach He-Men immer ein frühzeitiger Donald Duck? Haben wir alle nur begrenzt Leistungsfähigkeit und Gesundheit in unserem Leben? Wer schneller lebt, ist schneller ausgelaugt?

Ich bin froh noch so jung im Kopf zu sein, das liegt vielleicht daran dass ich viele Jahre sehr entspannt gelebt habe. Sollte man immer entspannt ins Leben gehen, um länger was davon zu haben? Ich bevorzuge die lange Variante des Lebens, immer schön langsam aber bitte bis 80 oder 90. Was hat man davon, wenn man bereits um die 60 Pflege braucht? Das frühzeitige Altern macht mir Angst, Angst selbst bald Hilfe zu brauchen. Lebe bedacht.

Samstag, 22. April 2017

Ein Traum

Verwischt, alle deine Spuren. Die Textilien, die du berührt hast in der Wäsche, dein Geruch verflogen, deine Haare entfernt. Die Erinnerung verblasst nicht so schnell. Aber ich versuche mich zu lösen, wie so oft, doch meist vergeblich. Ich schreibe dir keine Nachrichten, ich glaube ich rede dir zu viel. Aber so bin ich nun mal, ich rede gern und viel. Vorletztes Mal sprachst du von „für immer“, das hat mich wieder weich gemacht, auch wenn ich „für immer“ fürchte.

Doch dein Verhalten spricht eine andere Sprache. Wieder diese Katastrophen, ich habe mit dir viele negative erste Male. Das sollte mich eigentlich abschrecken, tut es aber nicht. Ich bin verliebt, aber versuche es mir nicht anmerken zu lassen, du scheinst blind für meine Zeichen, bist zu sehr mit dir selbst und deinen Komplexen beschäftigt.

Ich schweige, auch wenn es mir schwer fällt, halte mich zurück, warte ab und warte und warte. Zwischendurch die Angst zu verlieren, dabei könnte es mir mit jemand anderen besser gehen. Was habe ich also zu verlieren? Eine Illusion, einen Traum, an dem ich schon viel zu lange festhalte.

Mittwoch, 22. März 2017

Vergeblich

Alles was ich tue, vergeblich.
Ich bin die geborene Verliererin.
Seitdem großen Verlust vor 4 Jahren habe ich alles verloren.
Meine Karriere, meine Kollegen, meine Freunde, meine Gesundheit, mein gutes Aussehen.

Ich wünschte ich könnte zurück, zurück in diese Zeit.
Ich würde so vieles anders machen.
Doch es gibt kein zurück.

Jetzt bin ich eine dicke, nicht mehr ganz so junge Frau.
Ich will nicht undankbar sein, die Kopfdämonen sind weg.
Ich kämpfe jeden Tag, für mich, für andere, ich glaube auch vergeblich.
Man kann sich Liebe nicht verdienen, sie wird verschenkt.
Doch ich sehne mich so, vergeblich.

Samstag, 4. März 2017

Egoismus

Gestern Abend noch sehr lange unterhalten. Geweint, gestritten und mich selbst dabei erwischt Vorurteile zu haben. Das sitzt jetzt noch tief und macht mich irgendwie melancholisch. Trotzdem gut geschlafen, aber jetzt bin ich etwas matt. Erstmal Gedanken sortieren und Eindrücke korrigieren. Trinke Kaffee und mir wird mal wieder klar, wie privilegiert ich bin, das macht mich aber nicht fröhlich, sondern eher unangenehm berührt. Auch andere Menschen müssen kämpfen, vielleicht sogar mehr als ich es getan habe. Ich bin zu streng mit meinen Mitmenschen und urteile zu schnell ohne die wahre Geschichte zu kennen. Jetzt bin ich schlauer, aber die Fröhlichkeit darüber bleibt aus. Ich kämpfe dann mal mit, für ihn, nicht für mich. Denn was man liebt muss man los lassen, alles andere ist Egoismus.

Freitag, 6. Januar 2017

Angst und Gesundheit

Aktuell bekomme ich Angst vor mir selber. Ich habe wieder so viele Gefühle und bekomme jeden kleinen Scheiß auf der Erde mit. Jedes Geräusch, jedes Blinken, jede Bewegung. Das ist gruselig. Ich habe Angst das der Wahn wieder kommt, das irgendeine Empfindung vielleicht nicht echt ist. So überprüfe ich alles, doch alles scheint echt, also alles gut. Bin wie ein Kind das seine Welt neu entdeckt und es gibt soviel zu entdecken. Ich freue mich über das Leben, freue mich hier zu sein. Danke in Gedanken immer wieder meinen Helfern. Auch ich möchte helfen, aber ich weiß nicht ob ich daraus einen Beruf machen sollte. Die Schulden der Vergangenheit zahlen sich nicht mit guten Taten. Ich möchte frei sein, leben, aber trotzdem nicht ab Monatsmitte jeden Cent umdrehen. Ich brauche nicht viel um zu leben, aber ein Tausender im Monat sollte es dann doch sein. Schwer zu ertragen diese neue Welt und ihre Möglichkeiten, doch das Wichtigste bleibt die Gesundheit.

Sonntag, 23. Oktober 2016

Jemand den ich mal kannte

Das Herz mühsam zurück erkämpft, noch nicht ganz, noch ein Stück, da kommt die Nachricht "Ich vermisse dich". Wie grausam, das Herz in den Händen pochend, blutig, wohin damit? Ich brauche es zum leben, ohne bleiben mir nur noch wenige Sekunden, doch ich zögere, zu lang, es geht ums Überleben. Halte es fest, kralle mich in ihm fest, der Schmerz durchzuckt mich. Das darf jetzt nicht wahr sein. Ich schiebe das blutige etwas wieder in meine Brust. Das was kein Schrei nach Liebe, nein nur ein egoistischer Ruf der Einsamkeit. Ich kann das nicht, auch wenn ich verziehen habe, der Schmerz ist noch zu frisch, ich muss dich rausschneiden aus meinen Leben, um zu überleben. Du bist nur Jemand den ich mal kannte.

Montag, 10. Oktober 2016

Scheitern

Auf die Fresse geflogen, die Kämpferin schaut grimmig drein. Das Herz hüpfte den Abhang herunter, hinterlies eine Blutspur der Brutalität. Ekel, Scham, verletzter Stolz, die Träumerin hat ausgeträumt. Die Geduld hat sich nicht gelohnt. Zu schnell gewollt und nicht erhalten, außer Schmerz und Demut. Wie kann man nur so dumm sein? Aufräumen, wegkehren, Telefonbucheinträge löschen, vergessen, vergessen dass man gescheitert ist.

Nadine in Berlin

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