Kotz die Wand an

Samstag, 7. November 2009

Feucht

Diese Woche war feucht. Von Oben, von der Seite und von Unten. Da brauche ich eigentlich nichts ausschmücken. Regen, Tränen, Hagel, Schweis, Nebel, - Petra und meine Mitmenschen meinten es gut mit mir.

Soviel Feuchtigkeit und Wasser, nur für mich. Wahrscheinlich ahnten sie dass ich bald auf dem Papier älter bin und deswegen Austrockungsgefahr besteht. Das ist wirklich nett von euch. Ich fühle mich jetzt fast wie ein aufgequollener Säugling.


Samstag, 29. August 2009

Müde Schwertkämpferin

Iiiaaahhhh! Dachte ich schon morgens, als in der stickigen U-Bahn saß. Eine Fußnägellackierte, mit FlipFlops und kurzen Kleidchen zu nassem Haar, schloss einfach das Fenster in der U-Bahn, welches mir Frischluft zu wedelte. Anschließend zog sie ihr nicht Kleid noch höher und schaute in ihr Buch, welches sie wie ein Tablett auf der Hand trug.

Mädel, wenn dir kalt ist, das war das falsche Fenster und wie wäre es denn mal mit anziehen? Wir sind in Berlin, nicht in der Karibik! Gedanklich holte ich mein Schwert heraus und vierteilte sie mehrfach. Ich mag kein asoziales Prinzessinnen-Verhalten. Wie kann man so unüberlegt und selbstbezogen sein?

Um mich herum schwitzten auch die anderen. Einatmen, ausatmen, nicht aufregen. Im Laufe des Tages zerlegte ich gedanklich noch viele, abends war ich dann bereit mein eigenes Kloster zu gründen. Mit der letzten Kraft legte ich das Fundament aus Backsteinen aus, setzte mich in seine Mitte und heulte mich in den Schlaf.

Die Schwertkämpferin ist müde, zu viele Verluste brachte die letzte Zeit. Die Angst noch mehr zu verlieren sitzt ihr im Nacken. Aber irgendeine Gesselschaft braucht ja auch eine Schwertkämpferin^^.

Montag, 17. August 2009

Wenn du gehst, - tapfer sein kotzt!

Tapfer sein ist scheiße! Seit Wochen renne ich wie ich das Steh-auf-Männchen rum und versuche mir nichts anmerken zu lassen. Schlechtes zieht schließlich Schlechtes nach sich, deswegen habe ich versucht inkognito zu bleiben. Heute ist es wieder so weit, schon auf der Arbeit gab es in mir kleine emotionale Vulkanausbrüche, doch die hatte ich noch im Griff.

Auf dem Heimweg aber dann tönte in meinen Ohren ein schönes Lied und ich bekam nur noch schlecht Luft, Tränen schossen mir in die Augen, Verzweiflung machte sich breit und ich kämpfte mir den Tränen bis ich meine Wohnung betrat. Nur ein Träne ist gesprungen und hinterließ einen nassen Fleck auf meiner Brust. Warum, warum, warum das Alles gerade jetzt? Es gibt keine Antwort, also keine die mir Trost geben würde.

Ich fühle mich allein und weiß dass ich meine Trauer allein aushalten muss, um überhaupt noch Jemanden zum Reden zu haben. Eine Reise zum Mond wäre jetzt schön, sich in Luft auflösen. Solange bis es wieder gut ist. Schön wäre auch seine Probleme meistbietend im Netz zu versteigern, - ich würde sogar dafür bezahlen und mich danach bedanken. Tapfer sein kotzt!

If you´re gonna leave....

Sonntag, 16. August 2009

Dreckslöcher gar nicht billig, dafür mit Provision

Eine neue Bescheidenheit macht sich in mir breit, denn ich bin mit schmalen Budget auf Wohnungssuche. Da bin ich schon bereit einen 100ter drauf zu legen und auf ein zweites Zimmer zu verzichten und trotzdem ist die Auswahl die sich mir bietet ziemlich miserabel.

Immobilienhaie stehen mir gegenüber und und zeigen mir furchtbar geschnittene Neubauwohnungen mit verschimmelten Bad, einer Gastherme die eigentlich ins 70er Jahre Museum gehört und erklären mir, dass mich das nur über einen 1000ter Kaution und Provision kostet, sie aber vorher meine Schuhgröße und ein ärztliches Attest wollen.

Könnt ja sein, dass ich morgen tot umfalle und somit ungeahnte Kosten auf sie zu kommen werden. Ne mal ehrlich, das habe ich alles schon: ein verschimmeltes Bad, eine Gastherme aus den 70ern, undichte, vergammelte Fenster, aber dafür mit viel Platz, weit oben und deutlich günstiger.

Wäre da nicht die Wasserproblematik. Verbessern werde ich mich mit einem Umzug wohl kaum, wie es aktuell scheint. Abgesehen davon, dass ich eventuelle Todesopfer des neuen Hauses nicht kannte. Werde mir nächste Woche weitere Dreckslöcher, die gar nicht billig sind, - aber dafür ohne Provison, anschauen und berichten. ;-)

Getting an apartment and paper....."sometimes in dumpster, sometimes on floor," sag ich doch ich heiße Oskar....

Freitag, 3. Juli 2009

Reißende Begeisterung

Bin im Arsch, meine Füße schmerzen, mein Kreislauf ist anderswo und ich sollte endlich aufhören zu leugnen, dass ich nicht so auf Veränderungen stehe. Besonders wenn es um äußere Veränderungen geht, kann ich Begeisterung nur heucheln. Heute versuche ich es besser nicht mehr, - also Begeisterung zu heucheln, könnte sein das man meine Reißzähne hinter dem falschem Lächeln sieht.

Dienstag, 16. Juni 2009

Alles Arsch

Heute morgen wurde ich nach 3 Stunden Schlaf wach und wusste sofort: Es ist Arsch Tag. Die Haare sahen heute morgen schon Arsch aus, das Gesicht ein paar Stunden später auch. Wacker hielt ich mich durch den Tag, aber zum Abend hin wurde ich immer gereizter. Alles Arsch und jetzt nicht heulen, Ärsche heulen nicht. Bin ich froh dass ich heute Abend nur einen Arsch zu ertragen habe: Mich.

Donnerstag, 4. Juni 2009

Aids als Modeerscheinung

Letztens dachte ich, ich schau nicht richtig. Da stand jemand mit einer poppig bunten Tüte in der U-Bahn auf der Aids stand. Aids? Wer verkauft den Aids und hat die Frechheit das auch noch auf seine Tüten zu drucken? H&M wie ich schnell resultierte. Ist Aids wieder modern geworden? So ganz im Sinne des Achtziger Revials? Die Pop Art auf der Tüte und die Farben sahen sehr nach Achtziger aus, aber dieses Wort der Tod bringenden Krankheit passte einfach nicht. Ist Aids jetzt schon eine Modeerscheinung geworden? Poppig und modern? Was kommt dann wohl als nächstes? Pest von Karstadt oder Cholera bei C&A?

Donnerstag, 28. Mai 2009

Möchtegern Cowboys mit Plastikkarten

Bald muss ich wieder in Prärie. Mein Pferd wartet am nächsten Eingang zum Untergrund, um mich zum Tagewerk zu tragen. Ist immer eng im Untergrund, zu viele Reiter auf dem Weg ins Nirgendwo. Habe meinem Pferd die Scheuklappen angelegt und versuche es täglich neu locker zu sehen. Klappt auch meistens, besonders in Kombination mit einer elektrischen Elfe in meinem Ohr die mir ein Lied singt. Es gibt da nur ein Ärgernis in meiner Reiterkolonie, die Möchtegern Cowboys! Jeden Tag, oft mehrfach, rast mir so ein Möchtegern Cowboy vor den Bug.

Mir wird hektisch eine Plastikkarte auf die Stirn gepresst, während ich prinzipiell verdächtigt und von oben bis unten gemustert werde. Ich suche nach meinen Reiterpass und je länger es dauert, um so bedrohlicher bauen sich die Cowboys ohne Pferd vor mir auf. Jetzt nichts falsch machen, sonst verewigt sich der Abdruck ihrer Plastikkarte in meiner Stirn. Kaum sind sie um die Ecke sehe ich schon die nächsten hektischen Witzfiguren auf mich zustürmen.

Enttäuscht ziehen sie von Dannen, sobald ich ihnen meine Daseins- Berechtigung gezeigt habe, und belästigen den Nächsten. Ich sollte ernsthaft über einen andere Reitstrecke zur Arbeit nachdenken, nur um zu verhindern, dass ich irgendwann doch mein Lasso schwinge und so einen Möchtegern Cowboy als Beilage zu meinem Frühstück esse.

Dienstag, 19. Mai 2009

Doof

Alles doof heute. So jetzt habe ich es euch gegeben und tauche in der Nasszelle unter.


A Bad Day....

Dienstag, 12. Mai 2009

Uneilige Wegblockade

Was ich gar nicht mag und was mich immer wieder aufregt ist:
Wenn Menschen sich, wo auch immer, rüpelhaft vordrängeln, nur um danach extra langsam den Weg zu blockieren.
Habt ihr es jetzt eilig oder wolltet ihr nur ganz vorne den Weg blockieren?

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