Kotz die Wand an

Samstag, 31. März 2018

Pennerin

Wenn es mir nicht gut geht, sieht man mir das an. Besonders zu Hause laufe ich dann wie die letzte Pennerin rum. Dreckige Jogginghose, dreckiges T-Shirt, ungeduscht, Schlaffrisur, Fußnägel von denen der Lack abblättert, dreckige Fingernägel und keine Schminke. Wie abschreckend das wirkt, wurde mir erst klar, als der Amazonbote neulich mehrfach betonte, dass er dem Nachbarn eine Benachrichtigungskarte in den Briefkasten werfen wird. Was dachte der? Das ich Pakete klaue? Auch der DHL-Bote heute war nicht sehr freundlich, als ich ihm in diesem Outfit die Tür öffnete. Aber wo darf ich sonst Pennerin sein? Hier sieht mich sonst keiner und selbstverständlich dusche ich mich und mache mich zurecht, wenn ich vorhabe das Haus zu verlassen. Aber aktuell bin ich Pennerin, bis es mir wieder besser geht. Ich höre dann mal weiter seltsame Musik und gehe in die Badewanne, geschauspielert wird erst nächste Woche wieder.


Mittwoch, 28. März 2018

Verloren und gedemütigt

Das gestern lief schief. Ordentlich schief. Ich habe zwar eine Vertragsverlängerung, aber nur bis Ende des Jahres. Bis dahin soll ich mir innerhalb des Unternehmens eine andere Stelle suchen. Angeblich bin ich ganz toll, aber sie meinten mich in Schöneberg im Laden ein zusetzten war ein Fehler. Dieser Fehler wurde mehrfach begründet, allerdings mit ihren Versäumnissen. Bis Jahresende soll ich dafür einen Coach bekommen und kostenlose Praktika an anderen Stellen im Unternehmen machen. Wie es genau zu dieser Entscheidung kam weiß ich nicht, denn mein Team hat mir eigentlich immer positive Rückmeldungen gegeben. Warum hat keiner früher mit mir gesprochen? Warum hat mir keiner gesagt was man von mir erwartet? Ich habe erstmal nur Ja und Amen gesagt und war tapfer. Kein Geheule, kein Drama und danach noch 5 Stunden arbeiten gegangen. Nach Feierabend nach Kreuzberg, den Hund belustigen und ausheulen bei Mama. Immer noch kein Drama, doch zu Hause angekommen und so stark angefangen zu heulen, dass ich kotzen musste. Es ist so ungerecht, wie will man etwas richtig machen, wenn keiner einem sagt, was erwartet wird und keiner einen über 10 Monate ehrliches Feedback gibt? Ich dachte ich wäre fertig mit kostenlosen Praktika, ich weiß nicht, ob ich es mir leisten kann kostenlose Praktika neben der Arbeit zu machen. Meine Hoffnung dieses Jahr aus Hartz IV raus zu kommen ist damit zerstört, dabei war ich die letzte Woche so optimistisch mich aus diesem System endlich verabschieden zu können. Das ist jetzt wieder in weite Ferne gerückt, wenn ich all meine Zeit investieren soll einen Job zu behalten, der mich auch nicht ernährt. Ich bin wütend, ich bin enttäuscht, fühle mich gedemütigt, aber sehe derzeit auch keinen Ausweg.

Dienstag, 27. März 2018

Verliererin

Sonntag, 28. Januar 2018

Der f*cking Spülkasten und die Kabelverbindung

Das habe ich nun davon, ich wollte doch nur einen vergilbten, kalkigen und leicht tropfenden Spülkasten für meine Toilette ausgetauscht haben. Wie sich beim Abbau raus stellte, ist er schon 20 Jahre alt und wie sich im Bauhaus raus stellte, bekommt man so einen Kasten nur als Set mit Toilette. Mist, großer Mist, denn abgesehen von den Finanzen war ein völlig neuer Toiletteneinbau nicht vorgesehen. Zu Hause dann den alten Kasten wieder angebaut, allerdings ohne richtigen Dichtungsring, weil der alte marode war und der neue nicht richtig passte. Jetzt habe ich einen vergilbten, kalkigen Kasten, der bei jeder Spülung richtig viel Wasser verliert. Toll! Jetzt sitze ich auf einen wirklich defekten Klo und darf mindestens 100 Euro aufwärts bezahlen, nur um einen 6-Liter-Plastikkasten zu bekommen. Wunderbar!^^ Irgendwie werde ich gerade nicht vom Glück verfolgt. Vielleicht auch das Gesetz der Anziehung, ich bin pleite, da brauche ich doch noch extra Kosten wie eine neue Teilkrone und eine neue Toilette. Das mit meiner langsamen Internetverbindung und meinen gestörten Fernsehempfang hat sich auch geklärt, es gibt in diesem Haus nur eine Kabelleitung für alle und wie ich erfahren habe, hängen noch mindestens 4 weitere Mieter an der Internet-Leitung. Schauen Sie doch mal glücklich, mir fällt es gerade schwer.

Sonntag, 21. Januar 2018

Erbrechen, Schmerzen, Telefonmarathon und Serie

Was für eine Horrornacht, mitten in der Nacht wach werden mit starken Bauchschmerzen, nicht mehr schlafen können und kotzen gehen. Nicht das erste Mal kotzen, das erste Mal war Freitagabend, das zweite Mal Samstagnachmittag und dann noch gestern Nacht. Zum Glück sind die Schmerzen heute Morgen verschwunden, aber ich merke, mein Magen hat sich immer noch nicht beruhigt. Keine Ahnung was der Auslöser war, ich habe ein gekochtes Ei von Freitag in Verdacht. Irgendwie ist mir jetzt gar nicht mehr nach Nahrungsaufnahme, denn ich habe Angst vor dem Erbrechen und den Schmerzen. Hoffe das hört bald auf und es handelt sich dabei nur um eine Magenverstimmung. Gestern Nacht dachte ich schon ich muss zum Arzt oder ins Krankenhaus, aber jetzt geht es wieder. Gestern ein kleiner Telefonmarathon mit der besten Freundin, eine große Einkaufstour und zu Hause geräumt und gekocht. Alles begleitet von unzähligen Folgen von "2 Broke Girls". Bitte lasse meinen Magen nicht weiter spinnen, es war doch nur ein Ei.

Sonntag, 31. Dezember 2017

Morgen, Silvester, Kaffee-Debakel und Frust

Hm, keine Ahnung wie ich diesen Morgen finde, aufwachen und von ihm eine Nachricht mit einem Silvester-Gruß, danke Arschloch, ich will dich heute auch nicht sehen. Dann Kaffee kochen und an den Couchtisch setzten, Kaffee umwerfen und das ganze Sofa, den Tisch und meine Klamotten mit Kaffee durchnässen. Wunderbar, die einzige Person, die es zu interessieren scheint, was ich heute Nacht mache, ist meine Mutter. Na gut neben meiner Mutter gibt es noch einen verflossenen Liebhaber, aber den möchte ich wirklich nicht sehen. Sonntag, keine Ahnung was ich heute machen werde, außer das Kaffee-Debakel zu entfernen. Gestern erst alles sauber gemacht, heute wieder. Gut dann muss ich mich heute auch nicht sonderlich hübsch machen oder stundenlang meinen Kleiderschrank bemühen, Bargeld brauche ich wahrscheinlich auch keins. 2017 war für mich zwar ganz gut, aber warum muss es dann so beschissen enden? Eigentlich wäre einschließen und alleine bleibe eine Konsequenz, die ich ziehen müsste, aber um Mitternacht allein sein tut dann doch weh.

Dienstag, 19. Dezember 2017

Vielen Dank oder wie das Jobcenter Weihnachten zerstörte

Vielen Dank auch! Oder wie das Jobcenter Weihnachten zerstörte. Mir ging es gut die letzten Wochen, Urlaub in Sicht, genug Geld auf dem Konto und Weihnachten konnte kommen. Ich wusste, dass das Jobcenter noch Geld von mir bekommt und habe auch Geld zurückgelegt dafür, doch womit ich gar nicht gerechnet habe, dass das Jobcenter 4 Tage vor Weihnachten eine Rückzahlungsaufforderung im gelben Brief sendet. Danke ihr Arschlöcher! Ich werde mir Zeit lassen bis nach Weihnachten, um zu überweisen, aber ich werde euch euer Geld überweisen, jeden Cent. Frohe Weihnachten ihr taktvollen Mitarbeiter des Jobcenters Treptow!

Donnerstag, 28. September 2017

Nicht die Mama

Ich bin eine Kämpferin das war ich immer. Aufgeben war noch nie eine Option für mich. Doch mein Verstand arbeitet auch und signalisiert mir wenn es Sinn macht aufzugeben. Es ist Zeit aufzugeben, das weiß ich. Ich sollte den Kontakt abbrechen. Er tut mir nicht gut. Das weiß ich doch der Dickkopf weigert sich. Er kann jüngere haben, er kann schlankere haben. Er will mich nicht, er liebt mich nicht, das weiß ich. Das Spiel ist verloren das weiß ich. Auch ich schaue mich um, denn ich weiß er bringt mir kein Glück und keine Zufriedenheit. Trotzdem verletzt es zu wissen dass er andere Dates hat. Ihn zu verlieren ist das eine, ihn an eine 15 Jahre jüngere und schlankere zu verlieren das andere. Vielleicht doch nur mein Stolz? Ich habe gekämpft für ihn wie eine Löwin. Ich habe verzichtet auf vieles was mir sonst sehr wichtig ist. Bin über meine Grenzen gegangen, habe mich verletzen lassen, habe bezahlt obwohl ich kein Geld habe. Ausgenutzt. Ja ausgenutzt wurde ich. Jetzt geht es ihm gut, das ist wohl mein einziger Sieg. Doch geht es ihm gut braucht er mich nicht. Selbst abgeschafft habe ich mich. Das habe ich doch nicht nötig, so was hatte ich noch nie in meinen Leben nötig. Ich bin eine stolze Frau, viele sagen auch hübsch und intelligent. Wie kann man nur so dumm sein? Wieso tut er für andere Dinge die er nie für mich gemacht hat? Bin ich das nicht wert? Bin ich die alte, nützliche Mama? Wenn ja, dann habe ich mich selber dazu gemacht. Wie konnte ich nur? Tränen, wieder Tränen, es sind soviel geworden. Erst waren sie mir ein Beweis dafür dass ich lebe und fühle, das konnte ich lange nicht. Nein ich bin nicht nur alt und dick, ich bin auch eine kranke Frau. Das weiß er bis heute nicht, denn ich hatte immer Angst vor seiner Reaktion. Es gibt bessere als mich und er kann viele haben. Aufgeben, gib endlich auf. Lasse ihn endlich los, er kann jetzt alleine laufen, nur ich brauche jetzt einen Rollstuhl. Ich fühle mich so alt, so aufgebraucht und unbefriedigt, durch ihn, so was habe ich bisher nie empfunden. Er wird mich nicht lieben, er kann mich nicht lieben. Vielleicht ist auch er krank, die Expertin sagt Depressionen. Was will ich mit einem Mann der nicht lieben kann? Was mache ich wenn er doch lieben kann, aber halt nicht mich? Ich habe Liebe verdient, das weiß ich, auch ohne meine Freunde und Familie, die mir das sagen würden. Er ist zu jung, zu jung für mich, das wusste ich schon am Anfang. Ich lösche ihn, lösche ihn aus meinen Leben, denn ich bin nicht seine Mama.

Montag, 25. September 2017

Krankheit und AfD

Lange geschlafen und kurz darauf klingelte die Nachbarin, die ihr Päckchen wollte. Gestern Abend fassungslos vor dem Fernsehen gesessen, AfD zweistellig. Es darf nicht wahr sein. Schaut man sich die Bezirksaufschlüsselung an haben meine Nachbarn aber überwiegend Links gewählt, das beruhigt ein bisschen.

Die Frage bei der AfD ist jedoch welches Deutschland sie sich zurück holen wollen, vor dem Mauerbau? Vor dem Krieg? Ist denen nicht klar, dass Deutschland auf Grund seiner zentralen Lage in Europa schon immer eine Durchwanderungs- und Einwanderungsland war? Deutschland ist keine Insel, daran kann auch die AfD nichts ändern. Ich schäme mich für Deutschland, so viele dumme Wähler und Nichtwähler. Ich hoffe immer noch, dass die AfD nur ein Trend ist, der schnell wieder verschwindet, aber in diesem Punkt bin ich vielleicht auch dumm und naiv.

Gesundheitlich geht es langsam aufwärts bei mir, der Körper schmerzt nicht mehr so und ich habe immer wieder Sekunden wo ich riechen und schmecken kann. Dafür ist der Husten schlimmer geworden und die Anzahl der verbrauchten Taschentücher konstant hoch. Durchgeschlafen habe ich auch fast, könnte am Codein liegen. Vielleicht heute ein bisschen Hausputz, mehr ist aber nicht drin.

Bin gespannt, was aus der Regierung wird, Jamaika kann ich mir nicht vorstellen, die Grünen gehören einfach nicht zur CDU, es bleibt spannend, aber für den Moment bitte alle Fremdschämen für die AfD Wähler.

Samstag, 23. September 2017

Schwer, Schleim, Ruhe, Post und Drogerie

Schwer, alles schwer, der Körper fühlt sich an, als wäre er aus Blei gemacht. 11 Stunden geschlafen mit vielen Unterbrechungen. Schleim, überall Schleim und Taschentüchertürme. Mein kleiner großer Plan heute noch zum Baumschulenweg/zur Post zu fahren erscheint mir unmachbar. Ich versuche es mal mit einem Kaffee. Die Krankschreibung muss heute auf jeden Fall noch weg. Keine Ahnung wie ich so morgen wählen gehen soll, nächstes Mal Briefwahl. Die Vögel sind ruhig, als ahnten sie, dass ich meine Ruhe brauche. Die Bude sieht noch ok aus, wer die ganze Zeit im Bett liegt und Dosensuppe isst, macht keinen Dreck. Ich schmecke süß und bitter, mehr aber nicht. Gestern wieder an ihn gedacht, habe ihn jetzt fast einen Monat nicht gesehen und 5 Tage nicht gesprochen. Er befreundet sich mit hübschen Frauen auf Facebook. Facebook wer hat den Scheiß erfunden? Ich glaube ich trinke zu wenig, gestern keine 2 Liter. Duschen wäre eine Maßnahme, vielleicht sehe ich dann aus wie ein Mensch. Post und Drogerie, das muss doch heute drin sein.

Nadine in Berlin

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