Kotz die Wand an

Donnerstag, 28. September 2017

Nicht die Mama

Ich bin eine Kämpferin das war ich immer. Aufgeben war noch nie eine Option für mich. Doch mein Verstand arbeitet auch und signalisiert mir wenn es Sinn macht aufzugeben. Es ist Zeit aufzugeben, das weiß ich. Ich sollte den Kontakt abbrechen. Er tut mir nicht gut. Das weiß ich doch der Dickkopf weigert sich. Er kann jüngere haben, er kann schlankere haben. Er will mich nicht, er liebt mich nicht, das weiß ich. Das Spiel ist verloren das weiß ich. Auch ich schaue mich um, denn ich weiß er bringt mir kein Glück und keine Zufriedenheit. Trotzdem verletzt es zu wissen dass er andere Dates hat. Ihn zu verlieren ist das eine, ihn an eine 15 Jahre jüngere und schlankere zu verlieren das andere. Vielleicht doch nur mein Stolz? Ich habe gekämpft für ihn wie eine Löwin. Ich habe verzichtet auf vieles was mir sonst sehr wichtig ist. Bin über meine Grenzen gegangen, habe mich verletzen lassen, habe bezahlt obwohl ich kein Geld habe. Ausgenutzt. Ja ausgenutzt wurde ich. Jetzt geht es ihm gut, das ist wohl mein einziger Sieg. Doch geht es ihm gut braucht er mich nicht. Selbst abgeschafft habe ich mich. Das habe ich doch nicht nötig, so was hatte ich noch nie in meinen Leben nötig. Ich bin eine stolze Frau, viele sagen auch hübsch und intelligent. Wie kann man nur so dumm sein? Wieso tut er für andere Dinge die er nie für mich gemacht hat? Bin ich das nicht wert? Bin ich die alte, nützliche Mama? Wenn ja, dann habe ich mich selber dazu gemacht. Wie konnte ich nur? Tränen, wieder Tränen, es sind soviel geworden. Erst waren sie mir ein Beweis dafür dass ich lebe und fühle, das konnte ich lange nicht. Nein ich bin nicht nur alt und dick, ich bin auch eine kranke Frau. Das weiß er bis heute nicht, denn ich hatte immer Angst vor seiner Reaktion. Es gibt bessere als mich und er kann viele haben. Aufgeben, gib endlich auf. Lasse ihn endlich los, er kann jetzt alleine laufen, nur ich brauche jetzt einen Rollstuhl. Ich fühle mich so alt, so aufgebraucht und unbefriedigt, durch ihn, so was habe ich bisher nie empfunden. Er wird mich nicht lieben, er kann mich nicht lieben. Vielleicht ist auch er krank, die Expertin sagt Depressionen. Was will ich mit einem Mann der nicht lieben kann? Was mache ich wenn er doch lieben kann, aber halt nicht mich? Ich habe Liebe verdient, das weiß ich, auch ohne meine Freunde und Familie, die mir das sagen würden. Er ist zu jung, zu jung für mich, das wusste ich schon am Anfang. Ich lösche ihn, lösche ihn aus meinen Leben, denn ich bin nicht seine Mama.

Montag, 25. September 2017

Krankheit und AfD

Lange geschlafen und kurz darauf klingelte die Nachbarin, die ihr Päckchen wollte. Gestern Abend fassungslos vor dem Fernsehen gesessen, AfD zweistellig. Es darf nicht wahr sein. Schaut man sich die Bezirksaufschlüsselung an haben meine Nachbarn aber überwiegend Links gewählt, das beruhigt ein bisschen.

Die Frage bei der AfD ist jedoch welches Deutschland sie sich zurück holen wollen, vor dem Mauerbau? Vor dem Krieg? Ist denen nicht klar, dass Deutschland auf Grund seiner zentralen Lage in Europa schon immer eine Durchwanderungs- und Einwanderungsland war? Deutschland ist keine Insel, daran kann auch die AfD nichts ändern. Ich schäme mich für Deutschland, so viele dumme Wähler und Nichtwähler. Ich hoffe immer noch, dass die AfD nur ein Trend ist, der schnell wieder verschwindet, aber in diesem Punkt bin ich vielleicht auch dumm und naiv.

Gesundheitlich geht es langsam aufwärts bei mir, der Körper schmerzt nicht mehr so und ich habe immer wieder Sekunden wo ich riechen und schmecken kann. Dafür ist der Husten schlimmer geworden und die Anzahl der verbrauchten Taschentücher konstant hoch. Durchgeschlafen habe ich auch fast, könnte am Codein liegen. Vielleicht heute ein bisschen Hausputz, mehr ist aber nicht drin.

Bin gespannt, was aus der Regierung wird, Jamaika kann ich mir nicht vorstellen, die Grünen gehören einfach nicht zur CDU, es bleibt spannend, aber für den Moment bitte alle Fremdschämen für die AfD Wähler.

Samstag, 23. September 2017

Schwer, Schleim, Ruhe, Post und Drogerie

Schwer, alles schwer, der Körper fühlt sich an, als wäre er aus Blei gemacht. 11 Stunden geschlafen mit vielen Unterbrechungen. Schleim, überall Schleim und Taschentüchertürme. Mein kleiner großer Plan heute noch zum Baumschulenweg/zur Post zu fahren erscheint mir unmachbar. Ich versuche es mal mit einem Kaffee. Die Krankschreibung muss heute auf jeden Fall noch weg. Keine Ahnung wie ich so morgen wählen gehen soll, nächstes Mal Briefwahl. Die Vögel sind ruhig, als ahnten sie, dass ich meine Ruhe brauche. Die Bude sieht noch ok aus, wer die ganze Zeit im Bett liegt und Dosensuppe isst, macht keinen Dreck. Ich schmecke süß und bitter, mehr aber nicht. Gestern wieder an ihn gedacht, habe ihn jetzt fast einen Monat nicht gesehen und 5 Tage nicht gesprochen. Er befreundet sich mit hübschen Frauen auf Facebook. Facebook wer hat den Scheiß erfunden? Ich glaube ich trinke zu wenig, gestern keine 2 Liter. Duschen wäre eine Maßnahme, vielleicht sehe ich dann aus wie ein Mensch. Post und Drogerie, das muss doch heute drin sein.

Samstag, 17. Juni 2017

Untreue Aggressionen

Irgendwie bin ich die letzten Tage aggressiv. Könnte nur meckern und lästern und musste mir deswegen schon oft auf die Zunge beißen. Schweigen ist Gold, besonders wenn man alles und jeden scheiße findet. Ich glaube ich kotze am meisten über meine Situation die mir nicht gefällt. Ich will arbeiten aber nicht in jeder Position zu jeden Preis. Habe jetzt nach der Ausbildung gar nicht versucht mich in meinen alten Beruf zu bewerben und ärgere mich über mich selbst. Das was ich mir da angelacht habe ist viel Stress für kleines Geld und mein innerer Rebell schreit schon seit mindestens 3 Tagen ziemlich laut. Vielleicht wird es besser, wenn das erste richtige Gehalt kommt, vielleicht erleichtert mich das. Es könnte alles schlimmer sein, aber da ist noch mein Stolz, der derzeit verletzt ist. Keine Ahnung wielange ich als Betreuungsbegleiterin (Aushilfe) arbeiten werde. Vielleicht beruhige ich mich bis Montag wieder, wenn nicht werde ich nächste Woche zu einer Veranstaltung von einem potenziellen Arbeitgeber gehen, kann ja nicht schaden. Ich sollte mir selbst treu sein, das bin ich derzeit nicht.

Montag, 5. Juni 2017

Frustriert

Irgendwie ist die Luft raus. Vielleicht sind es seine Pläne, vielleicht seine bösen Witze. Vielleicht die ganzen Sorgen. Ich bin traurig und trotzdem distanziert. In meinem Kopfkino läuft kein Film. Ich bin enttäuscht und besorgt. Alles was ich getan habe vielleicht sinnlos. Ich möchte es einfach haben, aber nichts ist einfach. Ich will nicht die Mutter sein, nicht das Neutrum. Ich glaube ich bin chancenlos, eine dumme Träumerin. Zuviel gekämpft, um Liebe kämpft man nicht, sie wird verschenkt. Ich bin leer, stürze mich in die Arbeit. Vergessen, aufgeben. Ich melde mich nicht mehr. Alles zu einseitig, alles zu anstrengend und unbefriedigend. Ich bin frustriert.

Donnerstag, 18. Mai 2017

Idiotin

Gestern noch lange telefoniert und meinen Frust los geworden. Was habe ich mir dabei gedacht diesen Job anzunehmen? Aktuell fühle ich mich wie ein Nichtsnutz, keine gute Voraussetzung, um zu einem Vorstellungsgespräch zu gehen. Aber gut immerhin habe ich den Rest des Tages frei, kann ich heute gut gebrauchen. Die Sonne scheint und der Tag grüßt freundlich, alles gut soweit. Keine Lust auf gar nichts, geschweige denn auf mehr Arbeit, was aber der Sinn des heutigen Termins ist. Erstmal duschen und dann weitersehen. Das Leben wird mir schon einen Weg zeigen, bisher ging es immer irgendwie voran. Eigentlich könnte ich mich immer noch hinter meiner Krankheit verstecken, ich frage mich, warum ich es nicht mache. Ich scheine eine Idiotin zu sein.

Mittwoch, 17. Mai 2017

Frust

So erfreulich der Morgen, um so frustrierender der restliche Tag. Heute ins kalte Wasser geworfen worden, Fehler gemacht, ignoriert und bevormundet worden. Frust kam auf, zum Feierabend wie der letzte Verlierer gefühlt, da vergeht einen das Lachen. Heute starke Zweifel, ob das die richtige Jobwahl war, um nicht zu sagen habe Lust sofort wieder zu kündigen. Aber zu spät jetzt habe ich das mit dem neuen Job schon bekannt gegeben. Muss da wohl durch, vielleicht kündigen sie mich ja. Frust.

Mittwoch, 26. April 2017

Arschloch

Habe ich es wirklich nötig mit einem unzuverlässigen Arschloch zu arbeiten?
Ich glaube eigentlich nicht und überlege es zu lassen.
Noch so eine Nummer und ich bin raus.
Ich bin zwar arm, aber nicht blöd.
So dringend brauche ich die Kohle nicht.
Arschloch.

Sonntag, 12. März 2017

Hurra die Nachbarin kommt runter!

Gestern Nacht so gegen 1:30 meinte mein Nachbar mal wieder, dass es Zeit für Musik sei. Echt schlechtes Liedgut dröhnte in mein Schlafzimmer, während ich versuchte ein Buch zu lesen. Dazu besoffenes Gequatsche und Gelache. Irgendwann ertönte "Hurra die Welt geht unter!" ein Lied das ich beim ersten Mal gar nicht so schlecht fand, aber wenn man lesen oder schlafen will, dann doch keine gute Beschallung ist. Ich war kurz davor runter zu gehen, bei ihnen zu klingeln und "Hurra die Nachbarin kommt runter" zu schreien. Aber ich lag schon im Bett und wollte mich ungern wieder anziehen, dann halt kein Hurra, aber das nächste Mal ganz bestimmt.

Samstag, 11. März 2017

Diskriminierung

Was soll man von einer Hausverwaltung halten die eine Wohnung kündigt mit der Begründung sie wünsche keine Ausländer und/oder psychisch Erkrankte in ihrem Haus?
Ich finde das ist ein dickes Ding, hochgradig diskriminierend! Der Hausverwaltung würde ich aber mal was erzählen, soweit ist es gekommen in Berlin. Die Betroffene scheint es sich allerdings gefallen zu lassen. :-(

Nadine in Berlin

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