Aus dem Leben

Sonntag, 19. August 2018

Mobile Zwischenmeldung

Gestern haben wir die Maschinen abschalten lassen. Sie war zuvor für hirntot erklärt worden. Ich konnte mit ihr im Koma noch reden. Ihr sagen, das ich sie liebe. Das Bild ihrer Leiche verfolgt mich. Es ist gut unter Menschen zu sein. Zwar stresst mich das auch, aber es lenkt ab. Heute früh böse im Bad gestürzt. Mein Hintern ist blau und meine Hand geschwollen. Aber ich lebe.

Freitag, 17. August 2018

Unbestimmte Zeit Angst

Guten Morgen, hier wird es jetzt auf unbestimmte Zeit ruhig werden, denn heute trete ich meine Reise nach Köln an. Das ich wichtig für mich, um mit ihr zu reden, das ist wichtig für mich, um jetzt nicht allein zu sein. Gestern von einer Psychiaterin aus der Familie gewarnt worden, dass der Tod meiner Mutter auch schnell wieder eine Psychose auslösen kann und was mit meinen Medis ist. Meine Psychiaterin erreiche ich heute wohl nicht mehr, also habe ich gestern Abend einfach eine Pille mehr genommen, denn normal bin ich derzeit nicht drauf. Mein Bruder kommt auch mit und es werden noch mehr Menschen kommen. Meine Augen sind jetzt schon vom heulen ganz klein, dabei hat das Schlimmste noch gar nicht angefangen. Ich habe Angst heute Abend bei meiner Oma zu schlafen, so viele Erinnerungen in ihrem Haus und wie ich meine Oma kenne, wird sie in einer Tour jammern. Ich habe Angst, aber allein sterben soll sie nicht und allein werde ich das auch nicht durchstehen. Happy Birthday Mama, heute dreht sich alles um dich.

Donnerstag, 16. August 2018

Schlafen, Freundin, Essen, Heulerei, medizinische Versorgung und tapfer

Schlafen, schlafen, das tut sie gerade auch in einer Tour. Ich hoffe, sie wacht auch auf, wie ich heute Morgen. Der Schlaf ist sicher gut für sie, sie klagte so oft, dass sie nicht schlafen kann. Die beste Freundin hat mir geschrieben, sie ist in dieser Situation für mich da. Ich denke nur sie versteht was das für mich bedeutet, denn auch sie hat eine sehr enge Beziehung zu ihrer ehemalig alleinerziehenden Mutter. Meine Mutter hat mir gestern früh noch geschrieben: Ich möge Würstchen und Äpfel aus ihrem Kühlschrank abholen und mich melden. Das werde ich machen, Lebensmittel zu retten war schon immer ihre Mission, bei ihr wird alles gegessen, was nicht offensichtlich verschimmelt ist. Ich esse seit Tagen ihr Essen, erst den Tsatsiki, auf den sie sich gefreut hatte, dann die Wassermelone, die sie nicht mehr geschafft hat und gestern machte ich sogar Pizza mit frischen Teig, weil sie mir dazu noch Hefe gegeben hatte. Heute wird es wohl Würstchengulasch geben, denn durch sie habe ich reichlich Würstchen und verschrumpelte Paprika. Keine Ahnung wie ich mich gegenüber der Ladenvertretung verhalte, ich werde ihr wohl nichts von meiner Mutter erzählen. Gestern viel geheult, es kam etappenweise, immer wenn ich zu viel nachdachte. Bisher keine Anrufe mit Neuigkeiten, vielleicht Glück im Unglück, dass sie in einem deutschen Krankenhaus liegt. Man kann viel über Deutschland sagen, aber die medizinische Versorgung ist gut. Es ist kein Zufall das viele Menschen für einen Krankenhausaufenthalt nach Deutschland kommen. Ich finde es jedoch gruselig dass sie gerade da im Krankenhaus liegt, wo sie aufgewachsen ist. Die Arbeit ging gestern schnell vorbei und dann kam der Anruf, der alles änderte. Habe etwas Angst ihre Wohnung zu betreten, aber ich werde wohl tapfer sein.

Mittwoch, 15. August 2018

Glück und Schmerz

So zurück, das erste Mal auf Arbeit zu spät gekommen, ich habe gehofft sie warten die 5 Minuten die ich zu spät war, aber Fehlanzeige. So wunderbar gestört und ohne Getränk und Toilettengang 2 Stunden Besprechung durchgehalten. Gestern war es ruhig auf Arbeit, nicht viel passiert, außer den Bürohund gekrault. Meine Eltern sollten jetzt auf der Autobahn sein, ich hoffe, das geht gut. Noch keine Hilfeschreie aus dem Laden erhalten, ich hoffe, die Vertretung schafft das allein. So ohne Familie und Familienhund habe ich diese Woche sehr viel Zeit, mal sehen was ich damit anstelle. Der Kühlschrank ist dank meiner Eltern voll, vieles was ich nicht so mag, aber wer pleite ist, hat keine Ansprüche. Körperlich geht es mir wieder gut, nur müde bin ich. Glück und Schmerz, immer nah beieinander.


Weg

Das war wohl nichts mit Dienstagnacht kein Nachtmensch. Gepennt erst gegen 3, wach erst gegen 9:30 und um 10:15 fährt der Bus. Mist, ich muss dann mal weg.

Dienstag, 14. August 2018

Liebesgötter

In letzter Zeit öfter Männer davon prallen gehört, wie gut sie als Liebhaber sind. Woher nehmen die dieses Selbstbewusstsein? Weil sich Keine beschwert hat? Keine Beschwerde, heißt nicht automatisch guter Liebhaber, liebe Männer. Klar jeder sammelt im Laufe der Jahre seine Erfahrungen, erlernt vielleicht ein paar Tricks und Kniffe, doch auch mit Trickkiste kann man ein schlechter Liebhaber sein. Ich denke meine Trickkiste ist gut gefüllt, aber trotzdem würde ich es nie wagen mich, als gute Liebhaberin zu bezeichnen. Warum? Weil jeder anders ist, jeder hat seine Vorlieben und Eigenheiten und möchte man ein guter Liebhaber sein gilt es jedes Mal erneut heraus zu finden, was dein Gegenüber glücklich macht. Es ist also das Einfühlungsvermögen und die Neugier die einen guten Liebhaber macht, nicht vergangene Erfolge. So eine Erkundungsreise kann gut gehen und sie kann schiefgehen, man(n) fängt jedes Mal von vorne an. Also liebe Männer, werdet euch bewusst, dass ihr eigentlich nichts wisst, wenn da eine neue Frau vor euch steht. Liebesgötter gibt es nicht, nur gute Schüler.

Anders, Lebensmittel, Besuch, Grau, Arbeit und frei

Gestern der Tag war ganz anders als gedacht. Bevor ich zum Krankenhaus aufbrechen konnte, kam die Nachricht, dass er entlassen ist. Ein Anruf bei der Mutter ergab sofortigen Hilfebedarf. Also nicht zum Krankenhaus, sondern in den Laden meiner Mutter, helfen. Nach ein paar Stunden der Wechsel in die Wohnung, meinen Online-Check in durchführen und reichlich Lebensmittel einpacken, damit sie bei meinen Eltern nicht vergammeln. Jetzt habe ich ganz viele Lebensmittel, die ich nie kaufen würde. Abends kam er dann vorbei, noch angeschlagen, und blieb ein paar Stunden. Es war schön ihn zu sehen und mit ihm zu lachen, aber ich gestehe seine Erzählungen haben mich irgendwann gelangweilt. Ich habe ihn halt in meiner schweigsamen Zeit kennengelernt, dummerweise sind diese Zeiten jetzt vorbei. Er wird jetzt wohl nach Italien weiter reisen, denn er braucht weiterhin medizinische Versorgung. Die Temperaturen sind derzeit perfekt, nur 25 Grad, so kann es bleiben. Grau ist es heute, heute Abend wartet Arbeit auf mich, wahrscheinlich wieder eine Beratung, wie es aussieht, darf ich bald allein beraten. Mein Kopf und mein Herz feiern weiter die neue Arbeit, der einzige Nachteil scheint zu sein, dass ich jetzt wieder viel auf meinen Hintern sitze. Immer noch keine Urlaubs-Lösung für die Vögel, ich muss wohl intensiver suchen. Ab heute allein in der Stadt, mal sehen wie es wird, ich fühle mich derzeit aber sehr frei damit.
Auf in den Tag, es wird alles gut.

Montag, 13. August 2018

Nachtmensch, Krankenhaus, Eltern, Junkie und S-Bahn

Aktuell muss ich aufpassen, dass ich nicht total zum Nachtmensch werde, wenn es nach mir geht, bin ich jetzt nachts bis 3 wach. Das sollte ich mir bis Dienstagnacht wieder abgewöhnen. Gestern nicht viel, nur aufräumen, kochen und abends mit dem Hund im Wald spazieren. Heute Krankenhaus, meine Lust darauf ist bedingt, aber versprochen ist versprochen. Vielleicht gibt es ja doch Freundschaft nach einem verkackten Beziehungsversuch. Ist nur die Frage, ob ich meine Gefühle im Griff habe. Anständig wird es auf jeden Fall, das bringt so ein Krankenhaus mit sich. Der Himmel ist blau mit weißen Wölkchen und aktuell sind angenehme 26 Grad. Heute Abend Eltern verabschieden, ich hoffe, ihre Reise wird unbeschadet vorbeigehen. Der Kaffee schmeckt und ich schaue noch etwas verkniffen in den Tag. Gestern war es hart ohne Zucker abends zu Hause zu sein, nur ein Joghurt mit zuckerfreier Marmelade war mein Trost. Mein Handy piept immer öfter, ich bin auf den besten Weg auch ein Smartphone-Junkie zu werden. Auf in den Tag, lange keine S-Bahn gefahren, aber heute schon.

Sonntag, 12. August 2018

Schlaf, Er, Arbeit, Scammer und keine Pläne

Was für ein Morgen, ganz gut geschlafen und aufgewacht in einer nicht aufgeräumten Wohnung. Eine Nachricht vom ihm, er hat endlich frei, liegt aber im Krankenhaus. Wunderbar, da war ich so schön sauer und jetzt das. Mal sehen, ob sie ihn bald entlassen, mal sehen, ob wir uns sehen. Gestern der Tag war ok, kaum mehr Drama in meinen Kopf und auf Arbeit Gespräche, die meinen Tag gerettet haben. Irgendwie gibt mir die Arbeit Kraft und Mut, auch wenn der Rest nicht stimmt. Die Sonne scheint und die Temperatur in der Wohnung ist auf 26 Grad gefallen. Kein Hunger, nur da sitzen und rauchen. Keine Ahnung was aus mir werden soll, heute und allgemein. Gestern wieder von einem Scammer über Facebook angeschrieben worden, keine Ahnung was mich zum Scammer-Ziel macht. Wieder ein angeblicher Amerikaner in den 40ern, der gleich mit Liebesworten um sich schmeißt und gern über Google Hangouts sprechen will. Doch dieses Mal nicht mit mir. Auf in den Tag, die Bude sieht chaotisch aus, ich ebenfalls, aber immerhin keine Pläne.

Samstag, 11. August 2018

Arbeit, Parade, Rücken, Laden, Frust, Handy und grimmig

Guten Morgen, heute Arbeit und eigentlich noch die Hanf Parade. Er legt dort auf, hat es aber nicht für nötig gehalten mich dazu nochmal zu informieren. Da ich eh die halbe Zeit der Parade noch arbeiten muss und danach eigentlich noch einkaufen, überlege ich es ausfallen zu lassen. Soll er doch nur für Unbekannte spielen, die sich nicht um seinen Arsch kümmern. Rückenschmerzen etwas besser, aber immer noch nicht ganz verschwunden. In der Bude halten sich 27 Grad, obwohl es draußen kühler ist. Gestern der Tag im Laden war mittelmäßig, einige Kunden, kleiner Umsatz. Abends fühlte ich mich dann ganz schrecklich und musste heulen. Irgendwie kam der ganze Frust über mein Leben, mein Schicksal und meine ganzen Verluste durch die Krankheit hoch. Aktuell liebe ich mein Leben wohl weniger, aber es heißt weiterleben. Ein piependes Handy mitten in der Nacht und am morgen, ich antworte noch nach dem Kaffee. Grau grüßt der Himmel, das mit der Arbeit heute schaffe ich noch. Grau sehe ich derzeit aus, es wird Zeit für Haarfarbe, aber irgendwie ist mir das derzeit egal, wenn schon Scheiße, dann halt auch alte Scheiße. Immer noch keine Einladung vom Arbeitsamt, dann halt nicht. Ich versuche dann mal nicht grimmig zu wirken, denn im Herzen bin ich es.

Nadine in Berlin

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