Aus dem Leben

Mittwoch, 28. Oktober 2009

Quark

Müde bin ich die Tage, obwohl ich doch meine Stunde zurück geschenkt bekommen habe. Kommt wohl vom erhöhten Spaßfaktor, der zeitlich einfach nicht in mein Raum-Zeit-Kontinuum passen will. Frösche haben meinen Hals besetzt und rotzen gelbe Nachrichten in den Tag. Habe sie heute in einen Schal gewickelt, damit sie nicht noch in die Nase springen. Eigentlich könnten die jetzt für mich zur Arbeit gehen. Machen sie aber nicht, sitzen weiter im Hals und sagen Quark.

Sonntag, 25. Oktober 2009

Zombies und Kater

Ich bin für die Hausschuh Pflicht für Kater! Gestern Nacht muss er sich reingeschlichen haben, war irgendwie abgelenkt und habe es gar nicht bemerkt. Aber heute morgen, heute morgen meinte er dann Stepp tanzen zu müssen.

Da stehen Zombies gar nicht drauf, da steht der Nadine-Wochenend-Zombie gar nicht drauf. Erstmal einen Kaffee, über den ich wieder einschlief. Wieder aufgewacht, startete dann das große Finale vom Kater ohne Schalldämpfer. Bong, bong, tata, mein Kopf drohte zu explodieren.

Schnell ins Bad, Paracetamol holen und über den Kater giessen. Es wurde leiser. Aber ein elendes Zombiegefühl blieb. Müssen die Kater denn immer jeden Spaß schon aus der Ferne wittern? Lieber Kater, dass nächste mal stell ich dir ne Dose Katzenfutter hin und ich hoffe, dass du im Gegenzug nicht mehr an den Ohren der Zombies knabberst.... ;-)

Samstag, 24. Oktober 2009

Bagger Samstag

Samstags wird gebaggert. Das durfte ich heute morgen wenig erfreut feststellen. Naiverweise bin ich davon ausgegangen ich dürfte ausschlafen. Deswegen habe ich mir gestern ein paar Stunden nach Mitternacht gegönnt. Ich hatte nicht mit diesen Männer gerechnet.

Die ganze Woche ist nichts passiert auf der Baustelle, aber heute, heute ist der richtige Tag um zu baggern. Erst dachte der kleine Optimist in mir: Nervig, aber irgendwann müssen sie das Loch ja mal zu machen. Aber genau das Gegenteil war der Fall. Ein neues Loch wurde gegraben. Das Lochmuster in der Straße vor meinen Fenster ist jetzt 20 Meter breit und ca 5 Meter tief.

Die Männer dazu sind leider kein Blickfang, nichts zum baggern. Erfreuliche Nebeneffekte verzweifelt gesucht. Stimmt, ich kann mir den Wecker sparen, am Wochenende, was ich da an Strom und Akustik gespart habe. Der Regenwald wird es mir danken. Werde dann wohl bald mal zur Post und mit ein bisschen Glück den süßen Postbeamten anbaggern, das letzte Mal, denn ich hole meine Packstation Benachrichtigung ab.


Diggin´ on you

Montag, 19. Oktober 2009

Uhrzeiten Schwachsinn

Oh es ist erst 21 Uhr, da kannst du noch nicht schlafen gehen. Oh es ist schon 23 Uhr, du solltest schon längst schlafen. Der Glaubensansatz, dass es bestimmte zwingende Uhrzeiten für mich gibt ist Schwachsinn.

Es mag ja Menschen geben für die das Sinn macht, für mich nicht. Es sei denn mein Ziel war es immer müde und miesgelaunt durch die Gegend zu stampfen. Schlafen sollte man wenn man müde ist. Egal wann das ist. Gut während der Arbeitszeit schlecht einbaubar, aber ansonsten, - schlaf doch wenn du müde bist.

Deswegen schaue ich abends wenn es geht, möglichst nicht mehr auf den Wecker. Er weiß ja eh nicht wann ich müde bin. Das weiß nur mein Körper. Der meldet sich dann und wenn der sich meldet, - zu hören und nicht den Wecker anstarren was der wohl meint.

Der Wochenend-Testlauf lief gut und aktuell geht es mir trotz Wolkenfeld und Arbeitswoche vor der Nase ganz gut. Das mit den Uhrzeiten ist Schwachsinn.

Sonntag, 18. Oktober 2009

Keiner liebt menstruierende Frauen

Das Leben und der Krieg haben halt doch nichts miteinander zu tun. Denn während im Krieg blutende Frauen immer zuerst gerettet werden, ist das im echten Leben ganz anders. Keiner liebt menstruierende Frauen. Ja, noch nicht mal die Frauen selbst.

Sollen sie doch verbluten, Hauptsache sie sind ruhig dabei und lassen uns in Ruhe. Es ist wie mit einem Dackel, der zwar eigentlich ein ganz Lieber ist, der aber wenn er zu lange an eurer Wade knabbert doch einen Tritt bekommt.

Ich mag sie auch nicht diese blutenden Frauen. Sie sind unberechenbar. Man weiß nie ob sie gleich heulen oder Amok laufen. Obwohl eigentlich ist das ja das Gleiche für uns Frauen, nur das Gegenüber merkt den Unterschied.

Ab und zu mal geistesgestört muss ja auch mal sein, aber jeden Monat? Mein Teddy nickt stumm und ich weiß er heißt Keiner.

Donnerstag, 15. Oktober 2009

Nur noch 48 Stunden

Nur noch 48 Stunden, dann werde ich bei dir sein. Einen ganzen Tag und eine ganze Nacht habe ich dir versprochen. Ich werde bei dir bleiben und du wirst mich beschützen.

Vor dem Wind, der Kälte und den röchelnden Rotznasen. Das Licht interessiert uns dann nicht, auch nicht die Uhrzeit. Verschlungene Füße unter Bettdecken, die sich weigern zu gehen.

Ich kann es kaum erwarten, möchte schon heute bei dir bleiben, aber ich weiß du wartest auf mich. Liebes Bett, nur noch 48 Stunden, dann werde ich bei dir sein und bleiben.

Montag, 12. Oktober 2009

Das perfekte Outfit für den Tag

Raus aus der Dusche, rein in den Bademantel, stehe ich vor meinem Schrank. Was könnte ich heute anziehen? Meist gehe ich bei dieser Frage nach meinem Bauch oder danach was am einfachsten zu erreichen ist. Doch heute wiesen beide Auswahlkriterien auf ein kleines weißes Stück aus Stoff mit Spitze.

Ja ihr habt recht, das perfekte Outfit zum heutigen Tag ist ein Nachthemd. Ich bedauere zu tiefst, dass ich diese Vorauswahl nicht akzeptieren kann, denn tagesfüllende Beschäftigungen im Nachthemd fallen mir aktuell viele ein. Statt dessen werde ich meinen neuen Regenschirm antesten und versuchen in der U-Bahn neben niemanden zu stehen, der mir ins Gesicht rotzt.

Einen schönen Tag da draussen, bleibt lieber bei eurer Nachtwäsche!

Donnerstag, 8. Oktober 2009

Hasen in Anzügen

Ältere Hasen haben es schwer. Seit Jahren gehen sie jeden Tag zur Arbeit und üben einen ordentlichen Beruf aus. Aber wie das mit den ordentlichen Berufen so ist, sie erfordern ordentliche Kleidung. Für alte Hasen heißt das Anzug. Da Hasen von Anzügen aber nichts verstehen haben sie meist einen günstigen Anzug vom Kaufhaus um die Ecke.

Das geht schon, sieht aber meist gezwungen und wenig kleidsam aus. Verständlich, warum sollte sich ein Hase auch mit Anzügen beschäftigen. Alles nur Tarnung für das ordentliche Tageswerk. Um die eigene Hasennatur nicht ganz zu verraten tragen sie Bärchen-Krawatten, bunte Socken und wenn sie sich unbeobachtet fühlen rocken sie mit ihrem MP3-Player.

Arme Hasen, es war nicht ihr Ziel Anzug zu tragen und bis heute konnten sie sich nicht daran gewöhnen, nach all den Jahren. Die Rebellion der Hasen liegt im Kleinem und wenn ihr genau hinschaut erkennt ihr sie vielleicht. ;-)

Mittwoch, 7. Oktober 2009

Heißer Oktober

Heute soll es angeblich der wärmste Oktobertag seit 1997 geben. Bin da misstrauisch. Spontane Lust meine Flip Flops zu suchen bekomme ich nämlich nicht, wenn ich da raus gucke. Könnnte allerdings auch an der Uhrzeit liegen.

Habe die Heizung aber vorsichtshalber mal ausgeschaltet, am Wochenende ging es leider nicht ohne. Mal sehen was der Tag bringt, Sonne könnte aber nicht schaden. ;.-)

Sonntag, 4. Oktober 2009

Voll Tüt ein Euro

Eigentlich wollte ich nur den Müll wegbringen und vielleicht noch Brötchen und Schokolade holen. Daraus wurde nichts, denn meine Geldbörse eröffnete mir ein Barvermögen von unter einem Euro. Also doch zum U-Bahnhof Neukölln und zum Geldautomaten.

Ziemlich voll gepackte Menschen kamen mir entgegen. Wo haben die denn jetzt eingekauft? Ach es ist ja Flohmarkt, - genau das Richtige für den konsumschwachen Sonntag. Dachte ich und fand mich im Gedränge der verschiedenen Sprachen.

Voll war es und ich roch zum Glück nichts, einige Händler bauten schon ab, andere gingen in den "Alles-muss-weg-denn-gleich-ist Feierabend-Verkaufsmodus" über. Marktschreierei vom Feinsten. Einer drückt mir eine Tüte in die Hand und schrie mir dabei ins Gesicht: "Voll Tüt ein Euro!"

Nein ich mag nicht, dachte ich und wollte gehen. Doch dann erspähte ich Gardinen und ein Nachthemd. Volle Tüte ein Euro? Voll Tüt ein Euro! Mit einer Rentnerin vor mir, einem Afrikaner neben mir und der Kopftuchfraktion vor mir, stürzte ich mich auf den Tisch. "Voll Tüt ein Euro" war schon voll, die Zweite musste her.

Ganze sechs Euro leichter, stapfte ich voll bepackt nach Hause. Ein neuer Badezimmerschlauch, neue Armaturen, ein Kopfkissenbezug aus Satin, ein Nachthemd, Gardinen, zwei T-Shirts, eine Tischdecke und eine Hose nennen ich jetzt mein eigen. Ich ahne schon, werde schon sehr bald weitere "Voll Tüt Null Euro" zur Altkleidersammlung bringen.... ;-)

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