Aus dem Leben

Samstag, 21. April 2018

Die Woche, Resturlaub, Auseinandersetzung, Brief und Er

Woche überlebt, auch wenn ich mir nicht so sicher bin, ob es eine gute Idee ist weiterhin dort zu arbeiten, wo man mich schlecht behandelt hat. Aber jetzt einen Krankenschein nach dem anderen holen, um dort nicht mehr hinzugehen, finde ich auch nicht OK. Mein Plan ist nur noch nächste Woche durchzuhalten und dann meinen Resturlaub zu nehmen. Der Tag gestern war ok, trotz einer Auseinandersetzung mit einem Klienten, auf die ich aber dieses Mal gleich reagiert habe und Pronto gegeben habe. Schade eigentlich, dass jetzt wo ich das gelernt habe alles vorbei ist. Warte täglich auf meinen Brief vom Jobcenter, ich wüsste zu gern was die berechnet haben und ob ich dieses Mal vielleicht einen Anwalt für mich selbst brauche. Heute noch Kleidersortieren, wenn ich was in meinen alten Job gelernt habe, ist es Altkleider in einem wahnsinnigen Tempo auszusortieren, heute mache ich das für meine Mutter. Das Wetter ist erfreulich, genießen solange es da ist, nächste Woche war es das wahrscheinlich wieder. Er hatte Geburtstag, wie so viele derzeit, aber mehr als ein Geburtstagsgruß war nicht drin. Bin stolz auf mich solange abstinent von ihm zu leben, obwohl wir uns gesehen haben. Es sollte besser dabei bleiben und derzeit denke ich, habe ich auch die Kraft dazu. Mal sehen wie alles wird, ich hoffe besser, ein neues Leben wartet.

Freitag, 20. April 2018

Sonne, Frauenteam, Endspurt und Jobcenter

Die Sonne gestern hat gut getan, ein paar Stunden Arbeit und dann durch die sonnige Stadt rennen, einkaufen an Ort A, B, und C und Geld ausgeben, das ich nicht habe. Auf dem Balkon essen und rauchen und dann feststellen, dass auf meinen Balkon bereits 30 Grad waren und es mir etwas zu warm war. Wird schon alles werden mit dem neuen Job, auch wenn es wieder ein Frauenteam ist. Heute paradiesisches Ausschlafen, wunderbar, wenn der Tag so locker und ohne Wecker beginnt. Geschafft, diese Woche ist fast vorbei nur heute Mittag bis abends arbeiten. Da der Samstag morgen verplant ist gestern schon Samstag gespielt, den Wocheneinkauf gemacht und Wäsche gewaschen. Die Spinnen mache es sich hier bei mir gemütlich, es ist wohl Staubwedel Zeit. Der Baum vor dem Fenster bekommt langsam grüne Blätter und leider fliegt auch mein Feind die Birke wieder. Das Jobcenter gestern zurückgerufen und es ging um die Berechnung meines Folgeantrags, der jetzt allerdings fertig sein soll. Vorab ein Brief meiner Arbeitsberaterin, sie möchte mich im Mai sehen, allerdings um 8:30, keine Ahnung wie ich das hinkriegen soll. Ich hoffe, dass das jetzt der Sommer ist, der hoffentlich bis Ende August bleibt. Die Sonne gibt Kraft, die ich derzeit gut gebrauchen kann. Auf in den Tag freue mich auf die Klienten und bin mir nicht sicher, wann ich ihnen sagen soll, dass ich bald weg bin.

Donnerstag, 19. April 2018

Tag 4, gesprächige Kollegin und Jobcenter

Tag 4 meiner 5-Tage-Woche. Alles gut soweit, bin abends auch früher müde, aber es ist schon seltsam, wenn man bereits gegen 22 Uhr das erste Mal dran denkt ins Bett zu gehen. Gestern der Tag war ok, endlich auf der alten Arbeit eine Kollegin erwischt, die auch reden wollte. Das hat gut getan, immerhin weiß ich jetzt was schiefgelaufen ist. Das Traurige daran ist nur, es ist ein Vorfall, für den ich nichts konnte, ansonsten scheine ich doch nichts falsch gemacht zu haben. Angeblich hat mein alter Arbeitgeber durch meinen Vorfall viel gelernt, leider auf meine Kosten. Das Jobcenter hat gestern mehrfach bei mir angerufen, nur leider innerhalb meiner Arbeitszeit, wo ich das Handy immer im Schrank habe und nicht bei mir trage. Heute heißt es zurückrufen, ich hoffe sie wollen mich nicht köpfen. Heute zum neuen Job, mal sehen wie es wird, noch kennen wir uns nicht. Danach noch einkaufen und Päckchen abholen, wird schon alles werden, wenn das Jobcenter mitspielt.

Mittwoch, 18. April 2018

Teammeeting, Frühtage, Arbeit, Schweigen und Gewöhnung

Gestern im Megatempo für die Arbeit fertig gemacht und dann leider nichts klären können, da das Teammeeting ausfiel. Ich schwebe also weiterhin, aber immerhin kenne ich jetzt meinen Urlaubsanspruch für dieses Jahr. Seltsam solche Frühtage, diese Woche habe ich eine Menge davon. Aber gut es ist sonnig, da fällt es sogar mir leichter früh aufzustehen. Leider auch kein freies Wochenende wie ich feststellen musste, Samstag und Sonntag sind bereits verplant, keine Ahnung wie ich das machen soll, diese Woche nie allein zu sein. Normalerweise brauche ich meine freien Tage, genauso wie meinen langen Schlaf. Diese Woche und wahrscheinlich auch nächste Woche gestrichen. Gestern nur gearbeitet und danach mit dem Hund durch die Gegend gerannt, immerhin der Abend gehörte mir. Keine Ahnung wie das mit der neuen Arbeit werden soll, ich habe meine Zweifel, aber hoffe weiterhin Gutes. Seltsam ist dagegen das Schweigen auf der alten Arbeit, keiner spricht mich auf meinen Weggang an, alle lächeln und tun so als wäre nichts. Heute erst zum Teammeeting im neuen Job und dann zum alten Job arbeiten, wird ein langer Tag, aber nicht heulen, ich kann mehr, das weiß ich und diese und nächste Woche kann ich mal beweisen, dass ich auch mit mehr Stunden belastbar bin. Ich bin es nur nicht mehr gewöhnt. Also auf in den neuen Lebensabschnitt, ich werde mich schon dran gewöhnen.

Dienstag, 17. April 2018

Entscheidungen, Realität und Zukunft

Hm, war das die richtige Entscheidung? Fragte ich mich gestern nach meiner ersten Veranstaltung im neuen Job. Ich hatte mich so gefreut, dass ich wohl etwas ganz anderes erwartet hatte. Willkommen in der Realität. Überlegen hilft jetzt nicht mehr, es gibt kein zurück. Da muss ich jetzt durch, genau wie heute in dem alles entscheidenden Gespräch. Verschlafen habe ich, nachdem ich heute Nacht gegen 5 plötzlich knallwach war. Jetzt heißt es beeilen, diese Woche wird stressig, kein Tag frei bis Samstag. Auf in die neue Zukunft Hauptsache dran bleiben.

Montag, 16. April 2018

Zukunft und Vergangenheit, Vorfreude und Trauer

Heute eigentlich Interessenkonflikt denn heute ist die Beerdigung einer Klientin von mir. Eigentlich wollte ich da hingehen, trotz freien Tag, aber uneigentlich arbeite ich da nicht mehr lange und bin zur Einführungsveranstaltung für meinen neuen Job geladen. Die Zukunft schlägt also heute die Vergangenheit. Wahrscheinlich werde ich mich heute trotzdem schwarz kleiden und in Gedanken mit auf dem Friedhof stehen. Schon Nummer 2 auf der Sterbeliste und es stehen weitere an, Zeit, dass ich da wegkomme bevor noch mehr sterben. Ich hoffe im neuen Job wird das anders mit den sterbenden Klienten.

Gestern nicht viel los, ein bisschen geputzt, telefoniert, Mails geschrieben und ungeliebte Geschenke bei Ebay eingestellt. Abends dann noch die Hunderunde und ein panisches Suchen nach den Hartz IV Regeln, ich habe wohl doch keine Totalsperrung zu erwarten, das Schlimmste was mir passieren kann ist eine teilweise Sperre. Erleichterung, Miete und Essen sind die nächsten Monate gesichert. Zu früh ist es mir heute, ich hoffe, in Zukunft muss ich nicht um 10 beginnen, aber ich vermute heute Nachmittag weiß ich mehr. Auf in den Tag, Vorfreude und Trauer wechseln sich ab, wird schon alles werden.

Sonntag, 15. April 2018

Sonnenschein, E-Mails, Personalfragebogen und Arbeitergöre

Schon besser, ausgeschlafen, Sonnenschein, gut Kinder schreien im Hausflur, aber das geht vorbei und wie immer das unermüdliche Rauschen der Straße vor meinem Fenster. Gestern entspannt, Frühstück, Badewanne, gestaubsaugt, Wäsche gewaschen, gekocht und viele mehr oder weniger sinnige E-Mails geschrieben. Ich lebe in meinem Vorratshaushalt, Kaffee ist für den Monat da, ebenfalls Tabak für die Woche, Brötchen und Brot für heute und die Woche und so weiter, keinen Grund so schnell einen Supermarkt zu besuchen. Heute wahrscheinlich noch ein Spaziergang mit dem Hund im Wald und mal sehen was Balkonien bis dahin sagt. Bin gespannt auf morgen und muss noch einen Personalfragebogen ausfüllen, was wäre Deutschland ohne Nummern für jede Person, ich kenne meine Nummern immer noch nicht auswendig.

Habe Lust auf Neues und möchte das Alte so schnell es geht vergessen, aber noch stecke ich mittendrin im Alten. Meine beste Freundin macht jetzt vielleicht endlich ihren Bachelor, Jahre hat es gedauert, bis sie einen Neustart wagte, also werde ich bald eine Akademikerin mehr kennen. Ich werde es wahrscheinlich in diesem Leben nicht mehr und bleibe eine abgebrochene Akademikerin. Vor ein paar Wochen dachte ich ja sogar nochmal an ein Studium, aber meine Karten wurden seitdem total neu gemischt. Dann halt nicht, bleibe ich die Arbeitergöre als welche ich geboren wurde. Aber gut auch für mich wird es in nächster Zeit viel zu lernen geben, ich freue mich darauf und dann mal sehen.

Samstag, 14. April 2018

Kotzen, Ruhe, Frischluft, Beruf und Kraft

Gestern wieder gekotzt, mein Körper signalisiert mir, wenn es zu viel wird. In meiner Situation muss ich mich sogar über das Kotzen freuen, denn es ist ein besseres Warnzeichen als psychische Warnzeichen. Das mit ihm war wohl zu viel und auch die Aussicht da nächste Woche in mein altes Team zu gehen, stimmt mich nicht fröhlich. Deswegen jetzt mal Ruhe, heute und morgen nichts vor, außer hier zu putzen und was zu kochen. Lange geschlafen, das göttliche mit offenen Fenstern, wie sehr habe ich das vermisst, Frischluft beim Schlafen. Jetzt ist es endlich wieder warm genug dazu. Mit meinem Buch komme ich derzeit nur langsam voran, abends sind meist nur 1-2 Kapitel drin, aber ich behalte es bei, denn lesen hilft mir dabei schneller einzuschlafen. Ich konnte lange nach der Krankheit nicht lesen, jetzt kann ich es wieder und deswegen wird es auch gemacht. Gestern bereits für das Wochenende eingekauft, heute muss ich in keinen Supermarkt. Meine Mutter hat mittlerweile meine beruflichen Entscheidung akzeptiert und lästert gemeinsam mit mir über den alten Arbeitgeber. Aber da ist auch Freude auf den neuen Arbeitgeber, das wird sicher eine spannende Zeit. Jetzt erstmal aufwachen und weiter durchhalten, der Brief ans Jobcenter ist weg und jetzt heißt es beten. Immerhin mein Wochenende, die nächste Woche brauche ich alle meine Kraft.

Freitag, 13. April 2018

Aufregung, Papierkrieg, Anwalt, Einschreiben und Wetter

War das gestern ein aufregender Tag, so aufregend, dass ich nachts nicht schlafen konnte und mehrere Anläufe brauchte. Erst die Telefonate in der früh, nach denen ich mich nicht gerade gut gefühlt habe, dann mein Papierkrieg für das Jobcenter und dann kam er und schrie nur rum, weil er dem Jobcenter kein Geld zurückzahlen möchte. Der Anwalt hat mittlerweile alles geprüft und die Forderung des Jobcenters ist berechtigt, eine Neuigkeit, die ihn nicht erfreuen wird. Heute eine ruhigere Kugel für mich nur ein Einschreiben wegbringen und den Hund ausführen. Leider ist das Wetter nicht mehr so erfreulich, also heute nicht nur im T-Shirt raus rennen. Meine Woche ist fast vorbei und ich stehe immer noch auf zittrigen Knien, weil ich nicht weiß, ob alles mit den Jobs und dem Jobcenter klappt. Nächste Woche noch meinen (alten) Team entgegentreten und alles weitere besprechen, es bleibt spannend und ich muss sagen, dass ich diesen schwebenden Zustand nicht gerade genieße. Jetzt heißt es endlich Ruhe für mich, alles aufregend genug, auch ohne ihn. Auf in den Tag und weiter gekämpft.

Donnerstag, 12. April 2018

Gestörte Kommunikation und Papierkrieg

Was für ein Erwachen, ein Anruf vom alten Arbeitgeber, der aber zum Teil nicht stattfinden konnte, weil irgendwas mit der Handyverbindung nicht ok war. So konnte ich nur kurz mitteilen, dass ich vorhabe im Mai aufzuhören und alle Gegenargumente gingen in einer fehlenden Verbindung unter. Blöd gelaufen, eigentlich wollte ich dieses Gespräch wach, in aller Ruhe und mit guter Telefonverbindung führen. Jetzt ist es passiert und ich bin noch nicht wach und ärgere mich über die Handyverbindung. Na gut ich muss noch ein zweites Telefonat führen, mit dem Chef, das war jetzt die Sozialarbeiterin, aber ich möchte erstmal meinen ersten Kaffee trinken. Hoffe es gibt heute nicht noch mehr gestörte Kommunikation.

Gestern war ok, aber ich habe mich nicht an den Papierkrieg gewagt, der wartet jetzt heute auf mich. Ich glaube, heute verlasse ich nicht das Haus, denn ich werde sicher Stunden damit verbringen Unterlagen zu sortieren, zu kopieren, auszudrucken und für einen Brief zu sammeln. Seltsam ist schon, das mein alter Arbeitgeber so gar nicht verstehen kann, dass ich nicht mehr möchte. Jetzt fühle ich mich mies und meine Verdauung spielt verrückt, erstmal Kaffee, aufwachen und dann das nächste Telefonat.

Nadine in Berlin

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