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Aus dem Leben

Montag, 23. November 2009

Popel im Haar

Ob du wirklich krank bist oder nicht siehst du wenn das Licht angeht siehst du nicht wenn das Licht angeht. Nein ich sehe aktuell noch wenig, aber immerhin mehr als ich riechen kann.

Eine Nebelwolke umhüllt meinen Kopf und ich friere. Verständlich wenn man dann nicht alles mitbekommt. Zum Beispiel den neuen Haarschmuck den ich trug. Habe die Tage irgendwann meinen Kopf berührt und war irritiert. Was ist das?

Ob du wirklich krank bist oder nicht siehst du nicht, aber ein Indiz sind Popel im Haar.

Freitag, 20. November 2009

Auszeit

Mein Körper hat sich die Auszeit geholt nach der meine Seele schon seit Wochen schreit. Bin krank. Gestern 15 Stunden geschlafen und ich könnte weiter machen. Urlaub nehmen wäre vielleicht besser gewesen. Jetzt darf ich meine freie Zeit mit Kopfschmerzen, Halsschmerzen und ner Menge Rotze teilen. Huhn habe ich übrigens gegessen, aber das ist ja zum Glück kein Indiz auf Hühnergrippe, da warte ich jetzt lieber auf das Urteil meiner Ärztin.

Mittwoch, 18. November 2009

Taub ohne Kopfhörer

Der Tag begann schon mal klasse, die Hausfrau in mir wollte nur noch mal kurz durch die Badewanne spülen bevor sie das Haus verlässt. Doof, wenn man dabei vergessen hat das der Wasserlauf auf Oben steht und frau eine unfreiwillige zweite Dusche mit Bekleidung erhält.

Durchnässt und etwas verwirrt zur Arbeit los gerannt, da war doch was, da war doch was...genau meine Kopfhörer! Zu spät! Jetzt deswegen zurück laufen ist zeitlich einfach nicht mehr drin. Du wirst doch mal einen Tag ohne Musik aushalten.

Die U-Bahn-Fahrt ohne Musik war schon mal etwas öde, aber noch war die Welt in Ordnung. Auf Arbeit angekommen wurde die Sehnsucht nach meinen Ohrstöpsel schon etwas größer. Mir fehlte meine musikalische Kopfmassage für stressige Situationen. Aber noch ging es.

Mittagspause, völlig durch den Wind. Wind, ja Wind gab es reichlich, der leider ungebremst auf mein Trommelfell einblies. Wo sind meine Kopfhörer?!!! Etwas später wurde es immer lauter auf Arbeit, ich merkte wie mein Gehörgang anfing seinen Dienst zu verweigern.

Mir wurde heiß, dann wollte ich kotzen und definitiv auch den Dienst verweigern. Aber da war noch Arbeit und Stimmen die sprachen, aber deren Worte ich nicht mehr verstehen konnte. Konzentration: Fehlanzeige. Ich muss weg an einen Ort wo keiner spricht oder irgendwas von mir will. Dahin wo meine Kopfhörer sind.

Mein Kollege hatte Erbarmen. Auf dem Heimweg, kein Bock zu Rauchen, kein gutes Zeichen. Vieleicht liegt es an meiner latenten Mittelohrentzündung, vielleicht am Stress, vielleicht auch am Orkan der auf Berlin zu weht oder an den fehlenden Kopfhörern.

Kopfhörer sind halt Unterhaltung in langweiligen bis unangenehmen Situationen, wie U-Bahn fahren. Nervenmassage für zwischendurch. Lärmschutz und damit Nervenschutz. Und nicht zu vergessen ein Windschutz für die Ohren. Ich bin ohne Kopfhörer auf jeden Fall taub.

Sonntag, 15. November 2009

Fähnchen im Wind

Eigentlich mag ich Fähnchen im Wind. Sie sehen hübsch aus und praktisch sind sie auch: Sieht man sie, weiß man immer woher der Wind gerade bläst. Wären sie nur nicht so unselbstständig diese Fähnchen.

Kaum dreht der Wind, ändert das Fähnchen auch seine Richtung. Fähnchen haben halt keine eigene Richtung. Sie sind Marionetten ohne Willen und Meinung. Da verbirgt sich nichts hinter dem herrlichen Flattern.

Die Freiheit zu flattern ist das Ergebnis einer Unfreiheit auf der anderen Seite. Von nun an beneide ich sie nicht mehr, die freien unfreien Fahnen. Ich bin zwar nicht der Wind, aber zumindestens eine Sonnenblume mit eigener Richtung, - immer der Sonne nach.

Frei wie der Wind

Freitag, 13. November 2009

Menstruierende Brötchen

Die letzten Tage waren eine emotionale Talfahrt. Eine "Fuck-you-all-Stimmung" beherrschte mein Denken und die typisch weibliche Gefälligkeit verkroch sich ganz schnell. Mein Körper schmerzte, meine Nase tropfte und irgendwie schienen mir alle auf den Füßen rum zutreten. Bin ich gereizt oder ist das immer so? Beides, kam die Antwort aus dem Hinterkopf.

Einatmen, ausatmen, jetzt bloss keine Diskussion anfangen. Aber die Diskussion kam zu mir. Pech gehabt liebe Diskussion, falsche Frau, falscher Tag, falscher Hormonspiegel. Die Trauernden um das Ei des Monats mutierten im Sekunden zu einer Armee, die gar nicht kuschelig drauf war. Das Weibchen in mir zog sich staunend zurück und lies sie machen. Gute Entscheidung.

Heute morgen dann früher aufgestanden, um Frühstück für die Firma zu organisieren. Man hat ja nur einmal im Jahr Geburtstag. Der Brötchen-Mann schaute erstaunt als ich meinte das zwei Schrippen nicht genug für mich sind. Warten sie 10 min, dann backe ich ihnen welche. Aus 10 min wurden fast 20 min und ich betrat mit heiß dampfenden Brötchen im Rücken die überfüllte U-Bahn. Endlich ein U-Bahn füllender Geruch der zum Morgen passt.

Viel zu spät doch noch ein Frühstück für ein paar dutzend Leute auf Arbeit hin bekommen. Ich glaube es hat gefallen, komischweise hatte ich Angst, dass es nicht angenommen wird. Dem war aber nicht so und kurz darauf meldet sich die Hormonfront. Achso, alles klar das erklärt Vieles, dann mal schnell noch ein Brötchen essen und Sargeinlagen besorgen.

So viel zu meiner Woche, soll mal keiner sagen das 2009 ein uninteressantes Jahr war.

Mittwoch, 11. November 2009

Mein großes Maul

Mein großes Maul war schon in der Schule ein Problem. Es gibt Leute die sich dadurch angegriffen fühlen, damals Lehrerer. Besonders wenn man am Anfang der Stunde eine Frage stellt die eigentlich erst am Ende der Stunde gefragt werden sollte, hatte ich einen neuen Nicht-Freund gefunden.

Doch auch wenn ich es schaffe den Mund geschlossen zu halten, mein Körper spricht weiter. Da kann ich nichts machen, was ich denke, das denke ich. Und leider will ich es auch immer mitteilen, am besten gestern.

Viele gekränkte Männerherzen habe ich von dannen ziehen sehen, weil mein Mund sich nicht beherrschen konnte. Mein Mund ist mein Bodyguard und schlägt manchmal auch nur aus Vorsicht eventuellen Gefahren ins Gesicht. Öfter auch mal ohne Rücksprache mit dem Herz. Ob ich ihn je in den Griff bekommen, meinen Mund? Möchte ich das überhaupt?

Mittwoch, 28. Oktober 2009

Quark

Müde bin ich die Tage, obwohl ich doch meine Stunde zurück geschenkt bekommen habe. Kommt wohl vom erhöhten Spaßfaktor, der zeitlich einfach nicht in mein Raum-Zeit-Kontinuum passen will. Frösche haben meinen Hals besetzt und rotzen gelbe Nachrichten in den Tag. Habe sie heute in einen Schal gewickelt, damit sie nicht noch in die Nase springen. Eigentlich könnten die jetzt für mich zur Arbeit gehen. Machen sie aber nicht, sitzen weiter im Hals und sagen Quark.

Sonntag, 25. Oktober 2009

Zombies und Kater

Ich bin für die Hausschuh Pflicht für Kater! Gestern Nacht muss er sich reingeschlichen haben, war irgendwie abgelenkt und habe es gar nicht bemerkt. Aber heute morgen, heute morgen meinte er dann Stepp tanzen zu müssen.

Da stehen Zombies gar nicht drauf, da steht der Nadine-Wochenend-Zombie gar nicht drauf. Erstmal einen Kaffee, über den ich wieder einschlief. Wieder aufgewacht, startete dann das große Finale vom Kater ohne Schalldämpfer. Bong, bong, tata, mein Kopf drohte zu explodieren.

Schnell ins Bad, Paracetamol holen und über den Kater giessen. Es wurde leiser. Aber ein elendes Zombiegefühl blieb. Müssen die Kater denn immer jeden Spaß schon aus der Ferne wittern? Lieber Kater, dass nächste mal stell ich dir ne Dose Katzenfutter hin und ich hoffe, dass du im Gegenzug nicht mehr an den Ohren der Zombies knabberst.... ;-)

Samstag, 24. Oktober 2009

Bagger Samstag

Samstags wird gebaggert. Das durfte ich heute morgen wenig erfreut feststellen. Naiverweise bin ich davon ausgegangen ich dürfte ausschlafen. Deswegen habe ich mir gestern ein paar Stunden nach Mitternacht gegönnt. Ich hatte nicht mit diesen Männer gerechnet.

Die ganze Woche ist nichts passiert auf der Baustelle, aber heute, heute ist der richtige Tag um zu baggern. Erst dachte der kleine Optimist in mir: Nervig, aber irgendwann müssen sie das Loch ja mal zu machen. Aber genau das Gegenteil war der Fall. Ein neues Loch wurde gegraben. Das Lochmuster in der Straße vor meinen Fenster ist jetzt 20 Meter breit und ca 5 Meter tief.

Die Männer dazu sind leider kein Blickfang, nichts zum baggern. Erfreuliche Nebeneffekte verzweifelt gesucht. Stimmt, ich kann mir den Wecker sparen, am Wochenende, was ich da an Strom und Akustik gespart habe. Der Regenwald wird es mir danken. Werde dann wohl bald mal zur Post und mit ein bisschen Glück den süßen Postbeamten anbaggern, das letzte Mal, denn ich hole meine Packstation Benachrichtigung ab.


Diggin´ on you

Montag, 19. Oktober 2009

Uhrzeiten Schwachsinn

Oh es ist erst 21 Uhr, da kannst du noch nicht schlafen gehen. Oh es ist schon 23 Uhr, du solltest schon längst schlafen. Der Glaubensansatz, dass es bestimmte zwingende Uhrzeiten für mich gibt ist Schwachsinn.

Es mag ja Menschen geben für die das Sinn macht, für mich nicht. Es sei denn mein Ziel war es immer müde und miesgelaunt durch die Gegend zu stampfen. Schlafen sollte man wenn man müde ist. Egal wann das ist. Gut während der Arbeitszeit schlecht einbaubar, aber ansonsten, - schlaf doch wenn du müde bist.

Deswegen schaue ich abends wenn es geht, möglichst nicht mehr auf den Wecker. Er weiß ja eh nicht wann ich müde bin. Das weiß nur mein Körper. Der meldet sich dann und wenn der sich meldet, - zu hören und nicht den Wecker anstarren was der wohl meint.

Der Wochenend-Testlauf lief gut und aktuell geht es mir trotz Wolkenfeld und Arbeitswoche vor der Nase ganz gut. Das mit den Uhrzeiten ist Schwachsinn.

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Tom (Gast) - 23. Nov, 17:13
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Zuletzt aktualisiert: 23. Nov, 17:13