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Die Bekloppten-die neue Elite Deutschlands?

Blogger sind schräg um nicht zu sagen Blogger sind bekloppt.
Sogar die, die angeblich "normal" daher kommen haben einen sehr ausgeprägten Narzissmus oder einen nie stillbaren Mitteilungsdrang, weil Mama oder wer auch immer einem als Kind nicht zu gehört hat.
Wenn man sich die aktuellen Entwicklungen zum E-Government anschaut und dann auch auf das Wort Edemocracy stößt bekomme ich eine Vision (nein ich stehe nicht unter Drogen).
Wer beteiligt sich denn an der schönen neuen digitalen Welt?
Erst letzte Woche las ich im Berliner Fenster das mittlerweile gut 50% der Deutschen ne Emailadresse haben, - TOLL! Daraus würde ich ja nicht schließen, das Deutschland online aktiv, aufgeklärt und interaktiv ist.
Dabei wäre das durchaus wünschenswert, denn das Internet ist bisher relativ zensurfrei in Deutschland. Heißt gerade in den jetzigen Zeiten wäre es möglich Politiker durch Informationsaustausch untereinander besser zu kontrollieren und damit wirklich eine Edemocracy zu schaffen, denn die Informationswege sind kürzer und die Netzwerke der Informanten und Publizisten weltweit verteilt.
Jeder kann mitmachen, jeder kann was bewegen, aber können heißt ja nicht unbedingt es auch zu nutzen. Zu groß die Resignation zu groß die Berührungsangst mit der Technik.
Also wer wird dann die neue digitale Elite Deutschlands? Die, die eh schon online Leben, Blogger zum Beispiel, die sind dauernd online, haben eine Plattform und einen überdurchschnittlichen Mitteilungs- und Informationsbedarf. Vielleicht gesellen sich noch ein paar Informatiker, Mathematiker, Physiker, Online Gamer oder sogar Journalisten dazu, aber dann fällt mir auch keiner mehr ein und das sind sicher keine 50% der Bevölkerung.

Eine Chance also für alle Bekloppten, Nerds und Geeks dieser Republik als Elite Politik zu beeinflussen. Na hört sich das vielleicht gruselig an? Ich finde nicht, denn dieses Gruppe von Menschen hat vielleicht alle einen Dachschaden, aber welcher Politiker nicht und wenn es sich nur um Größenwahn handelt? Außerdem kommen sie aus dem Volk, sie wissen wie sich der Bürger fühlt, wissen was ein Pfund Butter kostet und durch ihre Vielzahl wird es wohl nicht so leicht gelingen alle zu bestechen.

Was denkt ihr? Realistisch? Oder fragt ihr euch jetzt doch, wo die Nberlin ihre Drogen versteckt hat?
Side Affects - 29. Jul, 18:34

im bereich des realen.

aber nicht realistisch, da sich eben nicht nur die im netz rumtreiben,denen die mami nicht zugehört hat.es treiben sich die im netz rum, die ihre mami nicht kennen und auch solche die kleine kinder suchen.es treiben sich auch leute im netz rum, die auf der suche nach gewalt mit jedweden waffen sind.
aber was erzähle ich dir. das weißt du genauso gut wie ich.

im bereich des realen, wenn es fundament hat in der argumentation. leider gibt es zuviel dünnschiß.

wo ist das versteck?

NBerlin - 29. Jul, 18:40

Wenn ich dir das jetzt sagen würde und das auch noch so öffentlich, dann wäre es ja kein Versteck mehr! ;-)
Also denke da nicht so schwarz/weiß wie du, auch möchte ich nicht glauben das alle Menschen prinzipiell Egomanen sind. Sogar der Perverse hat vielleicht politisch weiterführende Ansichten oder Informationen, wenn er sie mitteilt kann das helfen, auch wenn er dahinter egoistische Motive wie Erpressung oder Rache hat.
Side Affects - 29. Jul, 18:44

schade.schluchz.

deinen argumenten stimme ich zu.hast mich wie immer überzeugt.
allerdings ist mein interesse an der meinung eines perverslings gegen null gehend...
small.town.witch (Gast) - 29. Jul, 18:47

Bevor es so weit kommt, das durch regen Meinungsaustausch über das Internet politisch was bewegt werden könnte, kommt die Zensur. Merkel, Schäuble usw legen ja momentan schon die ersten Grundsteine dafür. Dann ist es nur eine Frage der Zeit, bis die ersten Blogger auch hier in Deutschland wegen systemkritischen Meinungen hinter Gittern kommen. Und wir werden dabei nur zuschauen. Menschen halt doch ziemlich blöd. Vielleicht bin ich aber auch nur eine olle Pessimistin und alles wird doch noch gut...
NBerlin - 29. Jul, 18:59

@SmallTownWitch: Deswegen ist es um so wichtiger sich zu engagieren, die "schickt Schäuble ein Grundgesetz Aktion" z.B. ist mittlerweile auch in Kreisen bekannt die nicht so internetaffine sind wie unsereins. Außerdem gibt es bald wieder Wahlen, wieder eine Chance für die Bekloppten Informationen zu streuen, um die Wahl des einen oder anderen Politikers zu verhindern. Sicher werden einige Leute Ärger bekommen, Marcel hat dauernd welchen, aber dann schreibt es halt wer anders, sie können ja nicht alle Blogger etc. einbuchten, es liegt an unseren Netzwerken.
Vielleicht hast du Recht und alles kommt so finster wie du es prophezeist , aber noch ist es nicht passiert, noch können wir versuchen es zu verhindern, noch können wir Einfluss nehmen, es nicht zu versuchen heißt das es wahrscheinlich so kommt wie du schreibst!
lemonendres - 29. Jul, 19:43

ich will keinen politiker beeinflussen, nicht versuchen jemanden von etwas zu überzeugen wovon er eigentlich nicht selbst sagt, so ist es richtig und so gehört es gemacht.
mir wäre es lieber wenn ich die menschen selbst beeinflussen, noch besser davon überzeugen zu können das ist der richtigere weg, vorraussetzung dafür wäre ich hätte einfluss und würde gehört.

um jedoch jemanden zu beeinflussen darf man nicht alleine da stehen sondern es muß einigkeit herrschen.

*ich glaub die dosies gummibären war zu hoch, ich steh unter drogen*

NBerlin - 29. Jul, 19:57

Du sprichst in seltsamen Klängen zu mir, - nimm doch mal die Gummibären aus dem Mund! ;-) Das alle sich einig sind und Politiker überzeugen können davon ging ich nicht aus, - da bin wohl doch zu sehr Pessimist. Es ging mir eher darum das Missstände, kriminelle Machenschaften und Lügen bestimmter Politiker aufgedeckt werden. Das vielleicht auch einen Politiker klar wird, das er nicht leistungsunabhängig bezahlt wird, das er nicht alles machen kann um es anschließend mit genug Geld und Macht zu vertuschen.
Alles Scheiße finden darin sind die Deutschen doch gut, - das könnte man nutzen und eine wirkliche Demokratie schaffen.
the white lake knight - 29. Jul, 19:54

????

Was bitte soll diese neue digitale Elite sein? Wer soll sich dahinter verbergen? Sind das die neu verdrahteten? Ich kann mir unter digitaler elite nichts vorstellen. ;-)

NBerlin - 29. Jul, 19:58

Macht nix, das nächste Mal beim Bloggertreffen einfach mal die Brille aufsetzten. ;-)
the white lake knight - 29. Jul, 20:06

was denn,

war beim letzten bloggertreffen digitale elite dabei? So what, wer denn?
NBerlin - 29. Jul, 20:08

Na jeder von denen der eine Tastatur bedienen kann, ich glaube ich lese gerade Beweise das auch Sie dieses Technik beherrschen. ;-)
the white lake knight - 29. Jul, 20:14

Ist das nicht etwas sehr hoch gegriffen? Für das bisschen bloggen ist doch wohl nicht viel notwendig und nur weil es nicht so viele aus der breiten bevölkerung machen, daraus eine elite zu konstruieren? Da habe ich doch so zweifel. ;-))
NBerlin - 29. Jul, 20:33

Das mag sein das Bloggen an sich nicht anspruchsvoll ist und daher kein Elitebegriff abzuleiten ist, aber wir sind bisher Wenige und wir können, wenn wir zusammen halten, einen großen Einfluss(Macht) haben. Außerdem wenn ich so an Computer Verweigerer denke, scheint es wohl doch eine große Wissenshürde zu sein, einen Computer und ein CMS-System für einen Blog zu bedienen, kommt mir auch nicht so vor- aber das ist Ansichtssache. ;-)
the white lake knight - 29. Jul, 20:52

Ich bin ja nicht so lange dabei und habe noch nicht so den überblick. Doch so wie sich hier teilweise gefetzt wird, wo soll da zusammenhalt herkommen? Aber richtig ist auf jeden fall, dass bei vielen bloggern ein recht hoher grad an 'digitalen' fähigkeiten vorhanden ist und daraus eine abhebung von den rechnerverweigerern abgeleitet werden kann. Durch die vernetzung ist auch ein hoher informationsgrad vorhanden. Doch wieder kommt das aber. Hoher informationsgrad bedeutet nicht zwangsläufig wissen und wissen nicht zwangsläufig erkenntnis. was mir jedoch sehr gut gefällt, ist darüber diskutieren zu können. ;-))
creature - 29. Jul, 20:56

die islamisten sind uns zuvorgekommen, ihre digitalen netzwerke funktionieren grenzenlos.
ich denke die zerreden nicht alles!
NBerlin - 29. Jul, 21:04

@creature: Da wird nicht viel geredet, da werden Befehle befolgt, - ansonsten Ärger. Das stellt für mich kein echtes Netzwerk da, sondern eine Hierarchie mit digitaler Befehls Übermittlung. Diskussionen wären wohl auch zu zeitraubend und gefährlich, wer weiß wer da mit liest.
the white lake knight - 29. Jul, 21:04

zuvorkommend wie ich sein kann,

da lasse ich den herren vom islam gern den vortritt, wenn es darum geht, sich in die luft zu sprengen. nur wenn diese paar sätze hier etwas 'zerreden' sein sollen, vielleicht etwas mehr geduld angesagt? ;-)))
creature - 29. Jul, 21:11

es ist ja nur eine vermutung von mir, wie die arbeiten und warum sie es tun bleibt mir ein rätsel.
ich habe nichts gegen diskussionskultur, aber wenn ich einen beitrag lese und mir etwas einfällt sind meine finger schneller an der tastatur als meine abwägenden gedanken darüber...;)
NBerlin - 29. Jul, 21:12

@TheWhiteLake: Blogger sind nun mal meistens dagegen, sie schimpfen gern, streiten, diskutieren und ja Gruppenkuscheln gibt es auch. Oft bringt ja erst ein Streit Erkenntnisse, auch wenn man sich erst dagegen wehrt. Informationen zu haben heißt in der Tat nicht wissend zu sein, aber wenn man sie verstreut erreicht es vielleicht Jemanden der daraus eine Erkenntnis ziehen kann.
Ich sehe in Teilgruppen sehr wohl Zusammenhalt und Einigkeit und wenn es nur nach dem Motto ist: Dein Feind ist auch mein Feind und deswegen sind wir Verbündete.
the white lake knight - 29. Jul, 21:21

just a rookie in blog

@ creature:bringt wohl mein alter/routine mit sich, ich wäge sehr oft beim schreiben ab und hier in den blogs ganz besonders, da ich keinen bock darauf habe, jemanden zu verletzen. das hat für mich nichts mit kuscheln zu tun, sóndern mit kultur der diskussion. Insofern ist ja hier alles angenehm. ;-))
@ nadine:das mit dem zusammenhalt in den teilgruppen habe ich auch schon bemerkt, äh, da bin ich gerade beim entdecken, wie das hier so alles funktioniert. Und was den gemeinsamen feind angeht, das schmiedet schon zusammen, kann ich mir vorstellen.
NBerlin - 29. Jul, 21:41

Wie ich ja schon hörte bist du ja schon Teil einer Teilgruppe die sich gern hat und zu der ich eigentlich auch gehöre. ;-) Viel Spaß beim entdecken!
Legatus - 29. Jul, 21:49

Die Menschen die im Netz unterwegs sind, sich mitteilen und die mitdenken, werden viel verändern. Nicht heute und nicht Morgen, aber auf Dauer. Egal ob Geeks, Nerds oder Blogger, jeder der sich mitteilt bewirkt schon was. Egal ob als einzelne Person, als Teilgruppe oder als homogene Masse. Noch werden diese Menschen von den etablierten Medien, den Firmen und den Politikern nicht ernst genommen, obwohl sich schon einige male gezeigt hat, dass diese Leute die "Informationselite" ernst nehmen sollte. Und eins vergessen viele. Wir werden jeden Tag mehr.

NBerlin - 29. Jul, 21:57

Genau langsam aber gewaltig, zu mindestens wenn die Pläne des Herrn Schäuble gestoppt werden können. Ob wir eine Elite sind liegt an uns, wir haben die Wahl uns mal einig zu sein. ;-)
Legatus - 30. Jul, 08:05

Einig werden wir uns nie werden, einfach weil gerade in der Bloggerwelt zu viele Individuen Zuhause sind... ^^ Aber ab und an bekommt man die Leute dazu an einem Strang zu ziehen und in eine Richtung zu arbeiten...das is viel wichtiger...und Herr Schäuble wird mit seinen Plänen hoffentlich ziemlich unsanft auf die Schnauze fallen...
NBerlin - 30. Jul, 09:21

Das meinte ich ja mit einig, an einem Strang ziehen. ;-) Es gibt übrigens eine Unterschriftensammlung.
kirjoittaessani - 30. Jul, 00:20

Ja, die Blogosphäre kann durch ihre starke Vernetzung Informationen sicher sehr schnell weitergeben. Ich sehe da aber zwei Probleme: zum einen gibt es eine ganze Menge Blogger, und da ist nicht gewährleistet, daß der einzelne auch immer gehört gelesen wird; gut, wenn etwas wirklich wichtig ist, dann kann man hoffen, daß auch andere darüber schreiben und irgendwann jeder Bescheid weiß.
Zum anderen ist die Blogosphäre aber eben doch nicht so groß: wie du schon sagtest, sind wir eben noch lange nicht 50% der Bevölkerung. Klar, es gibt ein paar, die Blogs nur lesen, ohne selbst eines zu führen oder auch nur zu kommentieren. Aber die Mehrzahl informiert sich immer noch über die klassischen Massenmedien, und wenn die ein Thema nicht aufgreifen wollen, dann existiert es im Bewußtsein der Bevölkerung nicht.
So ist zum Beispiel die Vorratsdatenspeicherung lange Zeit völlig untergegangen, weil sie einfach keinen Mainstream-Journalisten interessiert hat. Damals hätte man sicher noch leichter etwas dagegen tun können, ohne gleich nach Karlsruhe zu rennen.
Was man für mehr Sichtbarkeit tun kann, weiß ich aber auch nicht.

PS: meine Rechtschreibkorrektur kennt das Wort Blog nicht.

Legatus - 30. Jul, 08:06

Die Betonung liegt hier auf dem Wort "noch"....wie oben schon geschrieben...wir werden immer mehr...und die gerade heranwachsende Jugend wird mit Blogs und dem Internet groß. Es ist alles nur eine Frage der Zeit...und ausnahmsweise arbeitet diese gerade mal nicht gegen, sondern für uns...
NBerlin - 30. Jul, 09:30

Das ist ja gerade die Stärke der Blogosphäre es sind Viele und Viele die vielleicht wirklich nur 20 Leser haben. Das ist aber gut so, große Blogs(Blogger) kann man schneller ausfindig machen und große Blogger neigen zu Größenwahn. Wir sind noch nicht mal 1%, aber in diesem Fall ist Google unser Freund und Verbündete, denn Google ist die Nr.1 Suchmaschine. So merken dann irgendwann auch mal Journalisten, mit einem größeren Leserstamm, welche Themen aufregen.

Ja meine kennt so komische Nischenworte wir Blog auch nicht. ;-)
NBerlin - 30. Jul, 09:39

@legatus: Genau! Und nicht nur das, wir haben noch einen technologischen Vorsprung, den die Bundesregierung gerade versucht aufzuholen bzw. mein Eindruck ist, sie versuchen gar nicht aufzuholen, sondern es besser zu kontrollieren und zu verbieten, statt da zu zulernen.
kirjoittaessani - 31. Jul, 00:21

Ja, wir werden mehr, das ist sicher; und die jüngere Generation wächst sicher viel mehr mit dem Internet auf, als wir das getan haben. Ich finde es schon erstaunlich, wenn ich sehe, wie voll die ICQ-Listen von Leuten sind, die gerade mal ein paar Jahre jünger sind.
Als ich angefangen habe zu studieren, gab es Internet quasi nur für Studenten, und auch da hat es nur eine Minderheit genutzt. Chatten hieß IRC, und das hat nochmal eine Minderheit der Minderheit betrieben.

Trotzdem: ich glaube nicht, daß wir jemals richtig viele werden. Und die Mehrzahl wird auf die Dauer auch nicht politisch interessiert bleiben, weil die Mehrheit der Bevölkerung eben nicht politisch interessiert ist — jedenfalls nicht interessiert genug, um sich die Informationen selbst zusammenzusuchen.
NBerlin - 31. Jul, 10:04

Ein paar Jahre jünger? Also ich finde es eher erstaunlich wie früh die damit mittlerweile anfangen, unheimliche viele sind noch im Grundschulalter und deswegen bin ich fest überzeugt das es immer mehr werden. Vielleicht werden sie keine Blogger, aber MySpace quirlt doch über und die Videoportale auch. Vielleicht hast du Recht das die Mehrzahl der Bevölkerung nicht politisch interessiert ist und es auch nie sein wird, aber die die es interessiert, die hätten neue Informationsquellen. ;-)
kirjoittaessani - 1. Aug, 02:12

Grundschüler kenne ich nicht so viele; aber schon die Generation Mitte Zwanzig geht (im Schnitt) ganz anders mit dem Netz um als Leute aus unserem Jahrgang.

Ja, die Interessierten haben tatsächlich neue Informationsquellen — ist nur die Frage, ob das hilft.
NBerlin - 1. Aug, 10:00

Persönlich kenne ich auch keine Grundschüler aber eine zeitlang haben mich in ICQ ständig Leute angeschrieben die wissen wollten ob ich Eric aus der 7b bin oder Julia aus der 6a. Meine jüngstes Chatfreundin, vor 4 Jahren, war 13 und ich denke der Verjüngungstrend setzt sich fort.
Frei nach dem Mott wenn interessiert es?
DonParrot - 30. Jul, 07:09

Wer was ändern will, der sollte lieber so leben, dass er/sie in seinem Freundeskreis als Vorbild wahrgenommen wird und damit vielleicht den einen oder anderen Nachahmer findet. Sich ethisch verhalten, helfen wenn Hilfe benötigt wird, Lachen schenken wenn andere traurig sind - so in der Art.

Natürlich ist das Netzt eine zensurfreie Zone. Aber die Menschen, die hier unterwegs sind, sind auch nicht besser als die Politiker. Die sind nämlich Menschen aus unserer Mitte. Und wie überall gibt es darunter gute, weniger gute und richtig schlechte Menschen. Dazu kommt jedoch noch, dass Macht korrumpiert, wie eigentlich jede in unsere Geschichtsschreibung bekannte Revolotion aufs Neue bewiesen hat. Selbst wenn es also durch im Netz verbreitete Informationen kommen sollte, dass ein hypothetischer Politiker mit Paranoia gehen müsste, ist es eher unwahrscheinlich, dass sich anschließend großartig was ändert.

Außerdem wird auch kein Mensch dazu gezwungen, die BLÖD als Bibel zu betrachten. Und trotzdem tun Millionen unserer Mitbürger genau das. Womit ja eigentlich Alles gesagt ist.

Es gilt also nicht, das System zu ändern - sondern den Menschen. Und das geht - meiner Ansicht nach - nur mit dem oben von mir erwähnten Ansatz. Oder mit Zwang. Aber den wollen wir alle ja - hoffentlich - nicht.

NBerlin - 30. Jul, 09:49

Sicher Vorbild zu sein, bedeutet glaubwürdig zu sein.
Das Ding ist nur Blogs funktionieren anders, auch in ihrer *ätzendes Wort* Machtstruktur.
Kann sein das ein Blogger viel Einfluß hat, kann sein das er es schafft durch Informationsstreuung und Meinungsmache etwas zu verändern, aber so bald er sich bestechen lässt oder größenwahnsinnig wird, ist sein Einfluß schneller geschmälert oder weg als er gucken kann. Nur Vorbilder halten sich, nur Blogger die offen legen wer sie sponsort und warum sie das machen bleiben glaubwürdig. Sie sind halt nicht unkündbar und werden leistungsunabhängig gelesen/bezahlt.....das ist der große Unterschied zu Politikern und Wirtschaftsbossen. Ich will nicht das System verändern, ich will das das System das ist was es mal in seiner Grundidee war, - eine Demokratie.
DonParrot - 30. Jul, 10:33

Aber eine Demokratie ist es doch noch, Nadine.

Wir, das Volk, sind es doch, die zulassen, dass unsere Freiheiten immer mehr eingeschränkt werden. In den 1960ern, 1970ern und 1980ern wäre zumindest die deutsche Studentenschaft komplett auf der Straße gewesen, wenn der Staat uns mit Überwachung, Rauchverbot oder den wahnwitzigen Ideen des Herrn Schäuble gekommen wäre. Heute dagegen? Nix.

Es reicht bei Weitem nicht, sein Missfallen in einem Blog kundzutun, um etwas zu bewegen. Dafür braucht es schon ein bisserl mehr.

Würden Hunderttausende durch die Straßen ziehen und demonstrieren, um ihren Abscheu vor Schäubles Ideen kundzutun und zu zeigen: "Nicht mit uns", dann würden vielleicht einige Herrschaften aufwachen. Während Ideen wie die mit dem Grundgesetz zwar ganz nett sind, aber kaum etwas bewegen werden.
NBerlin - 30. Jul, 11:58

Nein ist es nicht, wenn sich mehr als die Hälfte der Leute und das halte ich noch für eine positive Einschätzung sich nicht mehr beteiligen, weil sie denken es bringt eh nix kann man nicht mehr von Demokratie reden. Demokratie ist wenn das Volk mitbestimmt und nicht nur ein paar Prozent denken und lenken. Es gab Demos, es gibt Demos, aber das scheint nicht zu reichen, klar reicht es auch nicht allein in seinem Blog zu meckern und informieren zu wollen, aber es ist besser als nichts zu tun und es gleich schweigend zu akzeptieren.
Aktionen wie Uberwach.de bringen sehr wohl eine Reaktion der Herren da oben, man schaue sich das Protokoll an.....vielleicht sind wir alles nur Tropfen auf dem heißen Stein, aber gemeinsam können wir ein Regenguß sein....
DonParrot - 30. Jul, 12:11

Ich sehe das ein wenig anders. Gerade weil sich der Großteil der Bevölkerung nicht mehr beteiligt, lässt sich nix mehr bewegen. Überleg doch mal, was letztes Jahr in Frankreich los war und wie das sehr wohl was bewirkt hat.

Nur: Auf die Straße zu gehen und vielleicht sogar noch seine Gesundheit oder gar ein paar Tage Knast zu riskieren, das ist uns Deutschen heute viel zu unbequem und aufwändig. Was wiederum von den Regierenden - denen das natürlich bekannt ist - weidlich ausgenutzt wird.

Tja - letztlich hatte der Philosoph (ein oller Grieche oder Franzose - ich weiße es nicht mehr) wohl recht, der einst sagte: "Jedes Volk hat genau die Regierung, die es verdient.

Und wenn die Umfrage-Resultate stimmen, laut denen über 60 Prozent der Deutschen Sicherheit wichtiger ist als Freiheit, dann ist das zwar extrem bitter, aber Mehrheitswille. Demokratie eben.

Da wundert mich wirklich gar nix mehr
NBerlin - 30. Jul, 13:44

Also deine Argumentation hört sich für mich verdammt nach: "Alles ist scheiße und ihr seit schuld daran" an, jetzt lebt damit und früher, ja früher war alles besser.
Ich denke das diese Haltung und auch diese Umfrageergebnisse sehr von einer Angstpolitik zeugen, Angst seinen Arbeitsoplatz zu verlieren, Angst schlechter gestellt zu sein, Angst das einem das eigene Engagement nicht gedankt wird. Denke das viel daran Ergebnis von falscher Medieninformationen ist, viele Sachen kommen gar nicht mehr in die Medien, nur die schrecklichen Skandalle werden berichtet und damit die Angst geschürrt, man sollte es wenigstens versuchen zu ändern.....
DonParrot - 30. Jul, 14:29

Irgendwie ist das dann völlig falsch rübergekommen.

Was ich meine ist: Wenn die Menschen was ändern wollen, dann sollen sie gefälligst ihren trägen Arsch hochkriegen und was tun, statt immer nur zu jammern.

Ich bin auch keineswegs der Meinung, dass früher Alles besser war. Nur: Wenn in den ersten 30 Jahren der Bundesrepublik was schief lief, dann hat das Volk den Politikern gezeigt, dass es nicht gewillt war, das hinzunehmen. Das war allerdings besser als heute. Wie Du selbst ganz richtig gesagt hast: Demokratie funktioniert nur dann gut, wenn alle mitmachen.

Das ändert allerdings nichts daran, dass die Leute selbst schuld sind, wenn sie nicht mitmachen. Demokratie bringt nämlich nicht nur Rechte, sondern auch Pflichten.

Und wer diesen Pflichten nicht nachkommt, braucht sich auch nicht zu wundern, wenn es anders läuft als er es gerne hätte.
NBerlin - 30. Jul, 14:39

Vorschläge? Also was man noch tun kann außer demonstrieren, Schäuble Grundgesetze zu schicken und in seinem Blog und Bekanntenkreis alle zu informieren?
Ja das sehe ich auch so wer sich nicht beteiligt, vielleicht noch nicht mal zu den Wahlen geht, der hat sein Recht sich zu beschweren verspielt. Die Sache mit Schäuble ist eigentlich schon fast positiv zu bewerten denn so beschäftigen sich plötzlich wieder Leute mit Politik, die es ewig nicht interessiert hat. Die letzten Wahlen war ich echt traurig als ich sah das in meinem Wohnhaus gerade mal einer ausser mir wählen war, aber liegt auch am Viertel wer sich nicht als Teil der Gesellschaft fühlt und ständig um sein eigenes Überleben kämpft hat halt wenig Restenergie und Interesse an Politik. ;-(
DonParrot - 30. Jul, 14:53

Wer bitte demonstriert denn heute noch, wenn's nicht gerade um die eigene Kohle geht. Und genau das ist das Problem. Wir brauchen keine 2000 oder 5000 Menschen auf der Straße, sondern Hunderttausende - in allen Teilen der Republik. Dann wirkt das auch. Dann kann nämlich niemand mehr von fehlgeleiteten Randgruppen sprechen.
NBerlin - 30. Jul, 15:07

Stimmt es braucht noch mehr Menschen, aber wie will man die mobilisieren, wenn nicht mit Informationen und Aufrufen?
DonParrot - 30. Jul, 15:30

Es sollte überhaupt nicht nötig sein, die zu mobilisieren. Die sollen verdammt noch mal endlich aufwachen und ein bisschen Verantwortung übernehmen.

Wir brauchen keine Mitläufer, wir brauchen Menschen, denen etwas liegt an ihren Mitmenschen, am Miteinander und am Leben.
NBerlin - 30. Jul, 22:08

Das setzt allerdings Vertrauen voraus, Selbstvertrauen und
Vertrauen in die Mitmenschen, wer hat das heute noch?

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