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Wählen

Heute darf ich wählen. Ich gebe zu die Wahlmöglichkeiten sind bescheiden, aber da die NPD in den Vorumfragen schon bei 7% stand sollte man sie durch Nichtwählen nicht unterstützen. Die Berliner Wahl geht heute um das Abgeordnetenhaus und um Änderung der Verfassung zum Volksbegehren. Ich werd dann gleich mal meinen Stimmzettel ausfüllen gehen. Und nicht vergessen die Erststimme ist nicht die Wichtigste sondern die Zweitstimme!


/edit: War ziemlich viel los hätte ich nicht gedacht, allerdings aus meinen Haus war wieder nur Einer wählen ausser mir....:-(
ninscha - 17. Sep, 10:52

na dann viel erfolg!

NBerlin - 17. Sep, 11:00

Vielen Dank, denke aber es wird mir gelingen, auch wenn mir der Gebrauch von Stift und Papier etwas fremd geworden ist.^^
bateman - 17. Sep, 10:56

Ich werde heute nicht wählen gehen. Schließlich bin ich noch nicht in Berlin gemeldet. Ich sehe es aber auch, dass jeder von seinem Stimmrecht Gebrauch machen sollte, egal, welche Politikverdrossenheit vorliegt.

NBerlin - 17. Sep, 11:03

Schade das du noch nicht gemeldet bist, sinnvoll wäre es sicher. Ja ich denke auch das jeder seine Stimme wahrnehmen sollte und bin relativ gespannt auf die Wahlergebnisse. Die WASG und der türkische Direktkanditat interessieren mich dabei am meisten...
bateman - 17. Sep, 11:09

Gestern war auf dem Alex eine "Wahlveranstaltung" von der bs... hastenichtgesehen, die sich für billigeren Schnaps und Bier strark machen. Ich finde, dass Politik einfach zu wichtig ist, dass man sich daraus einen Spaß erlauben kann.
NBerlin - 17. Sep, 11:58

Das mag sein, allerdings kommt Politik oft so trocken und unschaubar daher das es für den Normalbürger unattraktiv ist sich mit dem Kram näher zu beschäftigen. Da verstehe ich solche Kampagnen, denn auch wenn sie inhaltslos daher kommen, ist es doch so das die versprochenen Inhalte eh nie eingehalten werden und so ne Partie wählen ist doch immerhin noch besser als gar keine Partei wählen oder die Rechten...
andiberlin - 17. Sep, 11:08

Möglichkeiten Dein Kreuz zu machen gab es viele. So Bescheiden war / ist das Angebot nicht.
Aber auch dieses mal gab es wieder keine Umschläge, wo man seine vielen Wahlzettel hätte reinstopfen können. Tja, wir müssen halt alle sparen.
Ich hätte aber eher losgehen müssen, denn nachdem ich meine Kreuzchen gemacht habe, bin ich noch schnell bei Kamps vorbei. Und da waren die Brötchen schon alle weg!

NBerlin - 17. Sep, 11:12

Ja wählen darf man ab 8:00 uhr und das machen Manche sogar! Hatte auch überlegt das mit Brötchen holen zu verknüpfen, aber bin pleite und habe Aufbackbrötchen die ich gerade gefrühstückt habe. Ich bin ja gespannt auf den Blick auf die Wahliste, das letzte Mal war ich spät wählen (gegen 18:00Uhr) und konnte sehen das aus meinen Wohnhaus nur 2 wählen waren....auch eine Info die ich eigentlich nicht haben dürfte
kirjoittaessani - 17. Sep, 13:05

Die Umschläge kosten nicht nur (etwas) Geld, sondern auch einigermaßen viel Zeit und Arbeit; immerhin müssen die hinterher alle wieder geleert werden. Deswegen finde ich die Faltmethode schon ganz OK.
NBerlin - 17. Sep, 13:12

Ich finde sie nicht ok, auch wenn ich das Kostenargument verstehen kann, denn so ist die ganze Sache nicht mehr wirklich anonym...aber was soll´s wer wirklich glaubt die Sache würde anonym, korrekt und fehlerfrei ablaufen ist ja auch ziemlich naiv...
kirjoittaessani - 17. Sep, 14:27

Warum ist die Wahl dann nicht mehr anonym? Die Zettel werden ja vorher schon gefaltet, da sollte iegntlich nix mehr von irgendwelchen Kreuzen zu sehen sein.
NBerlin - 17. Sep, 15:11

Weil es doch Verzeichnisse gibt in denen vermerkt ist wer wählen war, weil der Wahlhelfer Lehrer auch mal schmullt oder Fehler beim auszählen macht, weil, weil....
kirjoittaessani - 17. Sep, 21:45

OK, wer schon da war, kann man sehen — aber daran ändern die Umschläge ja auch nichts.
An Fehler bei der Auszählung mag ich nicht so recht glauben — ich habe schon ein paarmal mitgezählt, und alle, die dabeiwaren, haben eigentlich immer sehr gewissenhaft gearbeitet. Außerdem ist das Zählverfahren schon einigermaßen sicher, z.B. werden die Stapel von mehreren Personen durchgesehen und gezählt, und die Summe aller Stapel wird mit der Zahl der abgegebenen Karten oder den Häkchen im Wählerverzeichnis verglichen.
Da müßte dann schon die ganze Truppe extrem schlampig arbeiten oder bewußt manipulieren.
Ach so, was ist eigentlich "schmullen"?
NBerlin - 17. Sep, 21:55

Ich habe von anderen Wahlhelfern gelesen und gehört die diese Genauigkeit für nicht vorhanden erklären...auch wenn das System Genauigkeit vorsieht ist da der Faktor Mensch, der Fehler macht oder irgendwann nach Hause möchte...oft sind es dann auch die Wahlvorsteher die im Endeffekt alles vermasseln...schmullen (heimlich gucken/beobachten)
kirjoittaessani - 17. Sep, 22:12

Mir ist das zum Glück noch nicht untergekommen.
Klar, menschen machen Fehler, deswegen gibt es ja die Gegenchecks. Wenn man sich wirklich so richtig verhaspelt, ist natürlich klar, daß nicht jeder das Durchhaltevermögen aufbringt, dann bis zum Schluß dranzubleiben. Dafür gibt es dann aber teilweise auch mobile Zähltrupps mit erfahrenen Wahlhelfern, die vom Wahlamt ausrücken und die Sache wieder in's Reine bringen.
Schmullen: ui, wer das macht, der benimmt sich natürlich richtig daneben. Ich würde jetzt mal behaupten, daß das sogar eine Straftat ist.

Daß jeder Wahlberechtigte auch das Recht hat, bei der Auszählung anwesend zu sein, ist hoffentlich allgemein bekannt.
NBerlin - 17. Sep, 22:36

"
Daß jeder Wahlberechtigte auch das Recht hat, bei der Auszählung anwesend zu sein, ist hoffentlich allgemein bekannt."

Das war mir bisher nicht bekannt, ist das in den USA auch so, von wegen Bush?
kirjoittaessani - 20. Sep, 00:19

Keine Ahnung, wie das da läuft. Soweit ich weiß, zählen die aber in der Regel auch nicht von Hand, da kann man dann eh nicht viel sehen.
Bei uns wollen sie ja auch immer mehr Wahlcomputer einführen, da ist die Auszählung natürlich sehr bequem und schnell, aber völlig intransparent — weder etwa anwesende Beobachter noch die Wahlhelfer haben irgendeine Möglichkeit, die Auszählung zu kontrollieren.
Deef - 17. Sep, 12:26

Ich gehe schon seit ein paar Jahren nicht mehr persönlich wählen. Briefwahl gefällt mir besser.

NBerlin - 17. Sep, 12:29

Hätte mir heute auch besser gefallen, aber dafür muss man ja vorher Schreibkram erledigen, dafür war ich einfach zu faul....;-)
creature - 17. Sep, 17:06

im großen Bogen um die Wahlurne

schreibt der spiegel.
jeder nichtwähler stärkt die nazis, da wähl ich doch lieber das kleinere übel, ich verstehe nicht wie so vielen menschen das egal ist, und nachher regen sie sich auf!

NBerlin - 17. Sep, 17:14

Ist wohl eine Gleichgültigkeit so ala was kann ich schon ändern- Nichts ist wohl eine ehrliche Antwort, aber was man verhindern kann vergessen wohl viele. Ich finde es traurig das Berlin bisher gerade mal etwas über 20 % Wahlbeteiligung hat, eigentlich müssten Wahlen unter 50% Wahlbeteiligung sooft wiederholt werden oder verlängert bis sich mind. 50% der Bevölkerung daran beteiligt hat. Wo bleibt da sonst die Demokratie?
kirjoittaessani - 17. Sep, 21:40

Bei Wahlwiederholungen ;-) sinkt die Beteiligung in der Regel, also müßte man dann wohl bis zum St-Nimmerleins-Tag wählen.
Was man dagegen machen kann, weiß ich natürlich auch nicht.
NBerlin - 17. Sep, 21:52

Andere Parteien, anderes System oder doch die Briefwahl? Wenn ich das wüsste würde eh keiner auf mich hören
darkrond - 17. Sep, 22:41

vielleicht fühlen sich ja viele wähler von den üblichen parteien so angepisst, dass sie ihnen sogar die nazis egal werden, ja, sie sogar als "denkzettel" in kauf nehmen. :-(
NBerlin - 17. Sep, 22:52

Die Idee mit dem Denkzettel hatte ich auch schon, aber da wähle ich doch lieber irgend eine Aussenseiterpartei oder ungültig statt eine Partei die allen (auch mir) schadet...das hat was von Selbstmord aus Rache an der bösen Welt....
darkrond - 17. Sep, 23:34

na moment, hier ging es ja erstmal um die, die gar nicht wählen gehen!

bei den protestlern ist dann allerdings schon gern die partei am beliebtesten, die von den "blöden etablierten" als besonders böse angepriesen wird. anfang bis mitte der 90er war das ja oft genug die pds, und die hat sich ja nun als gar nicht so böse herausgestellt. und da kann für so manchen frusti jetzt der gedanke kommen, dass das dann mit der npd auch nicht so schlimm sein kann. zumal, wenn bei den wahlen in brandenburg und sachsen diese parteien von arbeitgebern und unionsvertretern gern mal in einem atemzug genannt wurden. (diese wixxer!)
NBerlin - 17. Sep, 23:39

Da habe ich dich falsch verstanden, dachte als Denkzettel rechts wählen gehen, obwohl die Wähler die das tun sicher ähnlich motiviert sind wie ich oben beschrieben habe. Wie meinst du das mit einem Atemzug, das PDS und NPD in einem Satz fällt? Ist ja nicht wirklich zu vergleichen...
darkrond - 17. Sep, 23:55

im landtagswahlkampf in brandenburg und sachsen kam von arbeitgeberpräsident hundt, dass die wirtschaft einen einzug der npd schon irgendwie verkraften würde, aber die pds, die wäre ganz schlimm.
und die jungs von der union sehen npd und pds heute noch als "rechts- und linksradikale" und darum "gleich schlimm" an. bäh.
NBerlin - 18. Sep, 00:00

Elitendenken und Diskriminierung der Andersartigen...warte Mal fällt mir eine Parrallele auf sind das nicht auch Denkarten der Rechten?
darkrond - 18. Sep, 00:21

*sarcon* wie kommst du jetzt DARAUF? am ende kommst du noch mit ideen wie: das rechte gedankengut kommt aus der mitte der gesellschaft... und so linkem zeug... *sarcoff*
NBerlin - 18. Sep, 01:16

Ich weiß nicht wer oder was Sarcon oder Sarcoff ist, aber ein Arbeitgeberpräsident stellt für mich nicht die Mitte der Gesellschaft dar, sondern die Führung...
darkrond - 18. Sep, 01:57

sarc = sarkasmus
und die union hält sich ja gerne für die "mitte der gesellschaft".
Georg (Gast) - 18. Sep, 20:44

Politiverdrossenheit

Den Inbegriff von Politikverdrossenheit findet man zur Berlin-Wahl bei heuteblog.de. Schreibt der Autor unter dem Titel "Wahlnachlese: Berlin bleibt schwul" (Link: http://heuteblog.de/2006/09/18/ ) sich in unglaublich kaputter Weise den Frust von der Seele. Leider wird nicht vermittelt, welche politische Richtung er selbst vertritt. Schade.
Gruß Georg

NBerlin - 18. Sep, 22:00

Danke für den Link. Das mit der politischen Richtung ist heute auch schwer, sind die Parteien die für bestimmte Richtungen stehen doch nicht gerade Identifikationsmaterial...alles scheiße finden dagegen ist einfach...:-)

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