Wirre Nacht, Ansprüche, frei, Familientreffen, Unterhalt und Überholspur

Guten Morgen, ich bin immer noch nicht ganz da, denn obwohl gestern Nacht die Temperatur auf göttliche 23 Grad in meinem Schlafzimmer fiel, habe ich schlecht geschlafen. Wirre Träume, die ich vergessen habe und Etappenschlaf. Gestern auf der Straße angebaggert worden, aber wieder nicht mein Fall. Ich dachte, ich hätte wenig Ansprüche, aber anscheinend habe ich doch welche. Heute endlich frei, es steht nichts auf dem Programm, nur aufräumen. Vielleicht noch in die Badewanne, heute alles langsam. Aktuell wieder 27 Grad im Schatten, die Abkühlung von gestern hat nicht lange gehalten. Das Familientreffen gestern war friedlich, was mir keiner gesagt hatte, ist, dass es bereits ein klärendes Gespräch gab. Aber ich war verdammt müde und so wurde die lange Zeit etwas zur Qual. Bin ich halt nicht mehr gewöhnt, 6 Tage nacheinander Aktion. Der Kaffee schmeckt, die Sonne scheint und ich kann es noch nicht fassen, das heute nichts los ist. Wie ich letzte Woche feststellen durfte, sind meine Eltern mir eigentlich zu Unterhalt verpflichtet, zu mindestens dann, wenn ich Eingliederungshilfe beantragen würde. Auf die Eingliederungshilfe besteht wegen meiner Krankheit eigentlich ein Rechtsanspruch, aber ich habe diesen Anspruch nie durchgekämpft und damit meinen Eltern ne Menge Geld gespart. Ich versuche dann mal weiter mich so einzugliedern, mit möglichst wenig staatlichen Hilfen, vielleicht klappt es ja noch dieses Jahr endlich wieder, ohne Hilfen zu leben, aber alle die meine Krankheit kennen sagen jetzt schon, dass ich auf der Überholspur lebe.
rosenherz - 6. Aug, 13:24

Was beudeutet das konkret, du würdest auf der Überholspur leben? Was kann ich mir darunter vorstellen?

NBerlin - 6. Aug, 13:36

Das ich vom Klinikaufenthalt bis jetzt einen sehr schnellen Weg der Genesung gegangen bin und sogar wieder Arbeit habe. Andere haben länger mit den Symptomen zu kämpfen, gehen öfter in die Klinik und finden erst Recht keine Arbeit auf dem ersten Arbeitsmarkt in dieser Zeit.
widder49 - 6. Aug, 13:31

Als ich gestern nach 14 Tagen Schwarzwaldurlaub meine Wohnung betrat, hatte ich 39 Grad in der Bude. Trotz Verdunkelung. Auf 34 konnte ich runterkühlen. Zur Zeit sind es 32 Grad. Tendenz steigend. Das Wetter schlaucht. Heute müssen erst einmal die Getränke nachgekauft werden und ein paar wenige Lebensmittel. Am Donnerstag geht es dann nach Norddeutschland, weil die größeren Zwillinge eingeschult werden. Da oben ist es nicht ganz so heiß wie hier. Und laut Wettervorhersage sind da wie hier Unwetter vorhergesagt.
Ich hätte nichts gegen erfrischenden Regen. Die Natur ist am Verdursten.

NBerlin - 6. Aug, 13:40

Oh weia, da bist du nicht zu beneiden, wie ich die Tage las, sind Temperaturen über 30 Grad ein Grund die Miete um 20 % zu mindern oder sogar fristlos zu kündigen. Ich hoffe auch auf Unwetter, obwohl ich mich auch mit einem Regen zufrieden geben würde. Viel Spaß im Norden, ich hoffe da ist es wirklich kühler.
iGing - 6. Aug, 19:58

Mietminderung, weil es zu heiß ist? Also, alles was recht ist, aber das geht zu weit, finde ich. Bei mir hat's heute 33 Grad in der Wohnung (bloß, wem soll ich die Miete mindern?).

NBerlin - 6. Aug, 21:20

Richtig, dass ist möglich, ich werde auch nicht mindern, finde ich auch irgendwie albern. Beim Vermieter, wenn du keinen hast, dann Pech gehabt.
widder49 - 6. Aug, 22:47

Bei hochpreisigen Neubauten und Niedrigenergiehäusern ist das möglich.
Ich wohne in einer kostengünstigen Altbauwohnung mit riesigen Fensterfronten über den Baumwipfeln, die auch noch allesamt den letzten Sonnenstrahl abbekommen.
Im Winter und Frühjahr ist das toll, weil dann die Heizung nicht anspringt, wenn die Sonne scheint.
Dass dieser Sommer so heiß und trocken wird, konnte man ja nicht ahnen. Sollte sich das im nächsten Jahr wiederholen, muss ich mir etwas anderes einfallen lassen, um die Hitze draußen zu lassen. Da gibt es noch ein paar kostengünstige Möglichkeiten.
Den Versuch, die Miete zu kürzen oder gar auszuziehen, werde ich auf keinen Fall umsetzen. So zentral und kostengünstig bekäme ich nichts vergleichbares wieder.
NBerlin - 7. Aug, 11:16

Deine Wohnung hört sich traumhaft an, die würde ich auch nicht aufgeben, egal wie sehr ich im Sommer darin bruzele. Vielleicht würde es helfen die Fenster abzuhängen, das bedeutet zwar Dunkelheit, aber auch Kühle.
bonanzaMARGOT - 7. Aug, 07:05

den wunsch zurück zur normalität kann ich gut verstehen. ich bin froh, dass mich der alkoholismus nicht völlig aus der bahn warf. es bleibt allerdings ein kampf... nicht immer ist man herr der lage. die selbstreflexion hilft. ebenso hilft ein "gesundes" umfeld. zu langweilig darf`s aber auch nicht sein.

im büro sind es kuschelige 30 grad. mal etwas darunter, mal etwas darüber. immerhin kriegen wir von der geschäftsleitung zur zeit gratis mineralwasser...
so, ich muss dann mal wieder. umso früher ich dort bin, desto früher winkt der feierabend.

NBerlin - 7. Aug, 11:19

Da hoffe ich dass du genug Normalität in deinem Leben hast und dass es so bleibt. In so einem Büro zu arbeiten muss die Hölle sein, ich würde mir da einen Ventilator mit ins Büro bringen. Oha, dass ist mal ein Argument für eine Frühschicht im Sommer.
rosenherz - 7. Aug, 11:35

Aber fühlt sich das nicht schrecklich an, diese "Normalität"? Tun, was angeblich alle tun? Sich um jeden Preis anpassen? Sich einfügen in Systeme, auch wenn sie zerstörerisch wirken? Normalität herstellen - Normalität heucheln? Nur wer sich der "Normalität" stelle, sei ein wertvoller Mensch? Sei ein akzeptierbarer Mensch? Fühlt sich das nicht schrecklich an, sich der Normierung aller zu unterwerfen?
NBerlin - 7. Aug, 11:58

Da ich durch meine Krankheit sehr lange in einer Parallelwelt gelebt habe, bin ich pro Normalität. Die ist zwar hier und da echt langweilig, aber nicht so furchteinflössend wie die Hirngespinste mit denen ich leben musste. Klar wäre auch ich gern ein Individuum, aber das kann ich auch sein, auch wenn ich viele Ansichten zur Normalität mit anderen teile. Normalität ist für mich nur eine gesellschaftliche Einigung zur Realität, sie verbindet uns.
bonanzaMARGOT - 7. Aug, 16:56

Rosenherz, Normalität bedeutet in diesem Fall lediglich, einen "normalen" Realitätssinn zu haben, um in dieser Gesellschaft möglichst selbstständig zu überleben.
Die Normalität der Spießer ist damit nicht unbedingt gemeint, obwohl man der leider nicht ganz entkommt.
bonanzaMARGOT - 8. Aug, 05:20

ja, nadine, es ist zur zeit nicht angenehm im büro zu arbeiten. die konzentration lässt merklich nach bei den hohen temperaturen. viele meiner kolleginnen beginnen schon um 6 uhr in der früh mit dem dienst, um dementsprechend früh gehen zu können. aber da müsste ich noch früher aufstehen, da ich es morgens gern gemütlich habe - am pc sitzen und ein bierchen süffeln. die wohnung ist da noch nicht so warm.
ich will mir nicht extra einen ventilator zulegen für die paar tage hitze, die noch verbleiben. nächste woche geht`s in urlaub.

Nadine in Berlin

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