Faul, Festnetztelefon, Kälte und Wochenende

Gestern war ein langweiliger Tag und faul war ich auch noch. Die ganze Zeit frei und noch einiges zu tun, aber nichts passiert. Die einzige Heldentat war es zu kochen und Kleinigkeiten im Haushalt zu regeln. Noch nicht mal das Festnetztelefon habe ich um gestöpselt, denn das wurde vorgestern auf den neuen Anbieter umgestellt. Aber wenn ich ehrlich bin, ist Festnetztelefon eh ein Auslaufmodell, wer ruft mich schon auf dem Festnetz an, diese Personen kann ich an einer Hand abzählen. Ich behalte es trotzdem, wohl aus reiner Nostalgie. Heute arbeiten und danach noch ein Treffen in Neukölln, ich hoffe es kommen viele Leute, aber vermute das Gegenteil. Kalt ist es, es grüßen immer noch Minusgrade und ich ziehe lieber 3 Schichten oder mehr an. Auf in den Tag, das Wochenende winkt bereits und ich winke schon mal zurück.
bonanzaMARGOT - 2. Mrz, 16:01

Wochenende im Gefrierschrank und dazu noch einen halben Tag arbeiten morgen. Wobei ich zur Zeit die Hühner richtig lustig finde... tolle Büro-Comedy.
Nun erstmal ein Feierabendbier!

NBerlin - 2. Mrz, 22:03

Wochenendarbeit ist ja mal richtig kacke, wie kommt es dazu? Zuviel zu tun? Dann genieße dein kostenloses Unterhaltungsprogramm und lache lieber leise. Prost!
bonanzaMARGOT - 3. Mrz, 04:59

das lief richtig doof. die chefin hatte eine rundmail geschickt, in der sie wg. überstunden nachfragte, es gäbe so viel altlasten abzuarbeiten. später stellte sich heraus, dass nur eine übereifrige kollegin sich mit ein paar überstunden geld dazu verdienen wollte und die chefin aus "gerechtigkeitsgründen" alle fragen musste. allerdings formulierte sie ihre mail ganz anders... ich wollte meine zusage nicht mehr zurücknehmen - hätte blöd ausgesehen.
bonanzaMARGOT - 3. Mrz, 05:01

ach ja: prost! auf die überstunden! auf die chefin! auf die kollegin! auf das herrliche wochenende!
NBerlin - 3. Mrz, 14:06

Blöd gelaufen, aber wenn es wenigstens bezahlt wird, ist es doch irgendwie gerecht. Das nächste Mal genauer lesen. Das Wochenende wird schon trotzdem werden, jetzt hast du doch sicher schon frei.
bonanzaMARGOT - 3. Mrz, 14:27

Wieso besser lesen? Die Chefin hat uns verarscht.
Freilich gibt's Schlimmeres.
Ja, ich sitze jetzt in diesem angefressenen Samstag rum.
NBerlin - 3. Mrz, 14:53

Ärgere dich nicht so sehr darüber, sorge einfach dafür dass es nicht die Regel wird. Der restliche Samstag sieht doch gar nicht so schlecht aus, die Sonne scheint, es ist ruhig, es gibt schlimmeres.
steppenhund - 3. Mrz, 11:51

Festnetztelefon Auslaufmodell?

Ja, das wird schwer zu widerlegen sein. Vor allem dann, wenn das Festnetztelefon im Haus ebenfalls bereits über "drahtlos" angebunden ist. Rein technisch funktioniert der "Router" mit zwei verschiedenen Drahtlos-Netzen. Eines, welches von der Straße ins Haus hineinreicht, eines für die interne Verteilung der Daten an Fernsehen, Computer, Mobiltelefon und Festnetztelefon. Also Techniker faszinieren mich ja die gesteigerten Übertragungsraten und letztlich auch die Zuverlässigkeit. Die ist nämlich ziemlich gut. (Ziemlich ist ein Ausdruck für mindestens 99,9%, also Ausfall von 42 Minuten/Jahr wegen Nichtverfügbarkeit des Netzes.)
Jetzt ist es so, dass ich vermutlich bei einem der teuersten Anbieter in Österreich bin, nämlich A1. Und das schon ziemlich lange, weil ich mit T-Mobile, was ich vorher hatte, unzufrieden war.
Aber jetzt zum Festnetztelefon: es gibt in unserem Haushalt mehrere Gründe, die es sehr praktisch machen. Wenn ich meine Frau auf dem Handy nicht erreiche, versuche ich es auf dem Festnetz. Das hört sie, egal ob sie in der Küche oder im Schlafzimmer ist. Meine Frau hat außerdem Verwandte in Deutschland, England, Amerika und Schweden. Ich selbst habe früher viel ins Ausland telefoniert: Serbien und noch viel früher Amerika, Russland, Japan. In fast allen Fällen war der Tarif vom Festnetztelefon billiger als vom Handy.
Aber das ist Vergangenheit. Warum bleibt das Festnetz heute?
Erstens: wir haben ein Telefon mit ziemlich großen Drucktasten. Das ist schon eine Vorbereitung für das Altern.
Zweitens: und den Grund kenne ich erst seit wenigen Tagen. Der Handytarif wurde billiger, weil wir auch das Festnetz beziehen. Auf meine Frage, warum das so sein, faselte der Bearbeiter etwas von "Treuerabatt für alte Kunden". Das kann ich mir schwer vorstellen. Ein anderer Anbieter bewirbt mit Treuerabatt, aber nie A1. Überhaupt ist die Preisentwicklung eine neue. Als ich wegen eines neuen Handys anrief, hieß es, dass ich einen neuen Tarif benötigte, um die alten Gutpunkt zu lukrieren. In der Regel ist der neue Tarif dann teurer, weil er irgendetwas mit einschließt, was ich nie im Leben brauche.
Aber das war in diesem Fall nicht so. Der neue Tarif mit den gleichen Leistungsdaten ist jetzt um 10 Euro billiger. Der Anbieter erkauft sich damit eine neue Bindungsdauer von 2 Jahren. Das ist für mich ok und belastet mich nicht. Und jetzt kam die Überraschung: "Sie haben ja auch Festnetz in ihrem Tarif. Da wird es noch einmal 10 Euro billiger."
So, jetzt würde ich 40 € für Festnetz, Fernsehen, Handy mit unbeschränktem Volumen und einem Vorzugsland, welches nur mit Lokaltarif verrechnet wird, zahlen. Das ist für mich ok. Ich zahle aber freiwillig 49 €, wobei das neueste S9+ mit abbezahlt wird. (also ca. 220 €)
Der Umstand, dass ich ein Festnetztelefon habe, finanziert mir also das neue Handy. Das brauche ich wirklich, weil ich das letzte schon wieder fast vier Jahre verwende und der Akku jetzt langsam gaga geht :) Nächste Woche bekomme ich das neue ...

NBerlin - 3. Mrz, 14:13

Ich denke auch, die Handytarife sind mittlerweile so günstig, dass man ein Festnetztelefon eigentlich nicht mehr braucht. Für mich ist es egal ob ich Jemanden vom Festnetz oder vom Handy aus anrufe, weil ich bei beiden Leitungen eine Flatrate für das deutsche Festnetz habe. Allerdings telefoniere ich lieber über das Festnetz, zumindestens wenn es lange Telefonate sind. Das alte Telefon schmiegt sich einfach besser ans Gesicht an, hat eine besssere Sprachqualität und der Akku hält länger. Die meisten Telefonate führe ich aber übers Handy. Soviel wie du zahle ich dafür nicht, ich zahle für Handy, Internet und Telefon keine 30 Euro, aber gut, ich habe auch kein neues Handy mit im Vertrag, sondern kaufe mir alle paar Jahre selbst ein Handy.
widder49 - 3. Mrz, 15:27

Ich bin da total altmodisch und telefoniere fast ausschließlich über Festnetz.
Auch mit meinen Kindern und Enkeln, mit meiner Schwester, mit Freunden.
Wenn ich telefoniere, dann will ich das in aller Ruhe, am besten auf dem Sessel sitzend. Ohne Zuhörer.
Natürlich habe ich auch ein Smartphone. Mein Note hat schon viele Jahre auf dem Buckel. Und ich telefoniere damit sehr kostengünstig ohne Vertrag. Per prepaid. Wenn ich auf Achse bin - damit meine ich: Weiter weg oder in Urlaub - dann bin ich darüber erreichbar. Meine sämtlichen Bekannten, Freunde und Familie wissen, dass es nur ein "Notfallhandy" ist.
Ich nehme mir das Recht raus, nicht rund um die Uhr erreichbar zu sein. Und ich finde es schrecklich, wenn unterwegs ein Handy klingelt und alle drumherum das Gespräch verfolgen können. Egal, ob in Bus, Bahn, Restaurant...
Ich bin nicht der Sklave meines Smartphone.
Natürlich habe ich darauf auch einen Internetzugang und kann Mails lesen oder auf Messenger zugreifen. Aber nicht selten liegt das Note irgendwo rum und der Akku ist nicht geladen.

Meine Generation hat sich so viele Freiheiten erkämpfen müssen. Da kann ich nicht verstehen, wie viele Leute sich von ihren Smartphone beherrschen lassen.
NBerlin - 3. Mrz, 16:12

So telefoniere ich auch am liebsten, in Ruhe und allein. Finde es schrecklich wenn Leute in den öffentlichen Verkehrsmitteln oder noch schlimmer im Restaurant oder Kino telefonieren. Ich empfinde das als indiskreten Kommunikationsterror. Das stimmt leider viele Menschen sind zum Sklaven ihres Handys geworden, finde es gruselig wenn ich in der U-Bahn sitze und alle starren auf ihr Handy. Mein Handy ist auch eher ein Notfallhandy, damit ich im Notfall telefonieren kann, denn Telefonzellen gibt es ja schon lange nicht mehr.
steppenhund - 3. Mrz, 21:32

Ad Widder49

Aber unsere Generation hat sich ja auch vom Auto beherrschen lassen :) Und tun es noch immer. Und das Verhalten der Deutschen zum Auto ist auch bereits aufgrund der industriellen Lage fast schon religiös.
widder49 - 3. Mrz, 22:21

Hallo Steppenhund!
Ich habe 50 Jahres meines Lebens in einer norddeutschen Fahrrad-Großstadt gelebt. Da wurde man mit dem Fahrrad unterm Hintern geboren. ;-)
Wir hatten zwar zeitweise ein Auto, aber das wurde nur benutzt, wenn es zu naß oder zu kalt war. Ansonsten wurde alles per Rad erledigt. Das ersparte einem Verkehrstaus und die Parkplatzsuche.
Mein Mann hat erst mit fast 50 Jahren seinen Führerschein gemacht, bis dahin fuhr er täglich 70 bis 80 km täglich mit dem Fahrrad zur Arbeit.
Seit fast 20 Jahren lebe ich hier in der Nähe Koblenz/Rhein, hatte auch hier wenige Jahre ein Auto. Mit dem Fahrrad fährt man hier vielleicht spazieren. Die Steigungen sind für Nicht-Rennfahrer einfach zu hoch. Ich nutze seit mehr als 10 Jahren öffentliche Verkehrsmittel. Und wenn es wirklich nicht anders geht, hole ich mir einen Leihwagen.
Meine Kinder und Enkel leben fast 500 km von mir entfernt. Dahin fährt mich sehr bequem die Bahn. Nicht immer, aber meistens.
;-) ich denke, dass ich zu recht behaupten kann, dass ich nie vom Auto abhängig war.
Meine Schwester, wenige Jahre jünger als ich, lebt immer noch in der Heimatstadt und hat nie einen Führerschein gemacht. Und auch nie ein Auto gebraucht.
Ich habe viele Bekannte da oben, die kein Auto haben bzw. Nie eins hatten.
Aber alle fahren Fahrrad. Bevorzugt sogenannte Holland Räder, weil die was aushalten und sich schwer beladen lassen.

Abhängig, wenn man das abhängig nennen kann, weil man zeitweise etwas übermäßig macht, war ich in den 90er Jahren mal kurzzeitig vom Internet. Es war neu und sehr faszinierend. Man hatte plötzlich Verbindung zur ganzen Welt. Wann immer man wollte.
Man konnte aber auch viele andere Dinge machen. Programmieren, Homepages basteln.
Das normalisierte sich dann aber wieder, weil das reale Leben immer Vorrang hatte.
steppenhund - 4. Mrz, 12:13

Tja, in Bremen bin ich auch mit dem Fahrrad gefahren und in Wien habe ich vor 11 Jahren das Autofahren aufgegeben.
Meine Frau ist fast immer mit dem Fahrrad in die Arbeit gefahren, sogar zu ihrer letzten, wo es ganz schön bergauf gegangen ist. Nur im Alter von 43 Jahren hat sie den Führerschein gemacht, damit sie die Kinder irgendwo hinführen konnte. Als die aus dem Haus geflogen sind, wurde das Auto der jüngsten Tochter geschenkt.
Ich weiß schon, dass es auch Menschen gibt, die auf das Auto verzichten können. Aber die sind speziell in Deutschland in der Minderzahl. Dafür ist die Autoindustrie zu stark ausgeprägt.
Vor etlichen Jahren bin ich immer Wien-Aschersleben mit dem Auto gefahren, wegen des technischen Gepäcks. Fünfzig Mal ca. 800 km, denn die Fahrt durch Tschechien war damals nicht gerade zu empfehlen. Etwas später hatte ich einen Kunden in Bad Homburg bei FFM. Da bin ich mit großem Genuss die 700 km im ICE gesessen und habe sechs Stunden von den sieben ganz bequem in der ersten Klasse mit dem Laptop gearbeitet. Aber mein Reisepensum war sowieso insgesamt extrem. 2000000km mit dem Auto und ca. 60 mal um die Erde geflogen, wenn man die Flugstrecken zusammen rechnet. Da bin ich jetzt ganz froh, wenn ich ohne Auto auskomme. Das Rad ruht aber momentan auch, weil ich noch auf zwei Krücken unterwegs bin. Aber ich freue mich, wenn ich es wieder benützen kann. Hier in der Nähe von Wien mache ich alles entweder mit dem Rad oder öffentlich. Und der "Hatscher" ins Nachbardorf ist momentan auch therapeutisch anzuraten, und das Dorf ist auch etwas, was Ausländer zum Sightseeing besuchen. Und es gibt dort ausgezeichnete "Heurige" :)

Nadine in Berlin

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