Horror-Thriller, Bratkartoffeln, Krankenbesuch und Taschentücherquote

Aufwärts geht es, ich hoffe das liegt nicht nur an den Grippemitteln. Gestern lange wach gelegen und das unsagbare getan: Horror-Thriller geguckt. Nach meinem eigenen Horror-Film vor Jahren habe ich seitdem Horror-Filme im Kino oder Fernsehen gemieden. Zu realistisch schien mir das alles, zu große Angst kam auf. Bereits ein relativ harmloser Actionfilm, mit vielen Toten, konnte mich damals schon das Gruseln lernen. Diese Zeit scheint vorbei zu sein, ich bin wieder abgehärteter und konnte gestern sogar den Film "Zimmer 1408", wo John Cusack in einem Zimmer eingesperrt ist und offensichtlich Wahnvorstellungen hat, gut verdauen. Das wäre vor ein paar Jahren nicht gegangen, es hätte mich zu sehr an meinen eigenen Wahn erinnert. Ich dachte schon, ich würde den Rest meines Lebens nur noch Disney Filme und romantische Komödien sehen. Ansonsten nicht viel passiert, habe mir gestern Bratkartoffeln gemacht und nicht das Haus verlassen. Vielleicht kriege ich heute einen Krankenbesuch von meiner Mutter, sie hat gelobt mir Lesestoff vorbeizubringen. Heute wahrscheinlich schon das Haus verlassen, kriege einen Rappel in der Bude und die Vorräte sind fast aufgebraucht. Auf in den Tag, die Taschentücherverbrauchsquote ist schon gesunken.
iGing - 12. Feb, 19:01

Du hältst es für ein Zeichen von geistiger Gesundheit, wenn man Horrorfilme locker wegsteckt? Also, ich finde es eher natürlich, wenn man sich sowas nicht anschauen will. Als ich mich noch davon gefangennehmen ließ, habe ich den Horror damit abgeschwächt, dass ich mir den Kameramann vorstellte, der das gerade filmt, damit ist die unmittelbare Wirkung dahin. Aber die nachhaltige Wirkung der Bilder im Gemüt bleibt. Warum soll man sich das antun? Was soll das Gesunde daran sein? Ich finde es abartig und schaue mir sowas nicht mehr an.

NBerlin - 12. Feb, 20:21

Also meine Lieblingsfilme werden Horror-Thriller sicher nicht, ich stehe nicht so auf Gewalt und Wahn. Aber nach der Krankheit haben solche Filme bei mir als Trigger funktioniert, ich schaute zu und plötzlich lebte meine kranke Welt mit allen Ängsten wieder auf. Das ist jetzt nicht mehr so, ich schaue nur einen Film und das weiß ich auch. Gesund ist es sicher nicht sich ständig solche Filme anzuschauen,ich denke das stumpft ab, aber für mich ist es gut zu wissen dass ich es kann, auch wenn ich meist darauf verzichte.

PS: Diesen Film habe ich nur geschaut weil ich ein John Cusack Fan bin, ich finde den Mann einfach genial, auch in so einen Film.
C. Araxe - 12. Feb, 21:12

Kommt sicher darauf an, um was für Horrorfilme es sich handelt. Geht es nur rein um Schockeffekte und das um der Unterhaltung willen? Oder sind es Filme, die dazu anregen, sich mit seinen Ängsten, mit seinem Unterbewusstsein – all dem, was vielfach verdrängt wird – auseinanderzusetzen? Sich nur ausschließlich dem widmen, was angenehm ist, ist ganz gewiss nicht gesund.
bonanzaMARGOT - 13. Feb, 06:13

dann probiere mal einen david lynch film aus. (subtiler horror vom feinsten.) oder lieber nicht.
iGing - 13. Feb, 07:50

Ich bin keineswegs der Meinung, dass man sich mit seinem [teils verdrängten] Unterbewussten nicht auseinandersetzen sollte. Aber mir dazu einen Horrorfilm anzuschauen, das ist, als wenn ich mir die Erfahrung von Liebe dadurch holen wollte, dass ich eine romantische Schnulze anschaue. Dass das nicht funktioniert, dürfte ziemlich offensichtlich sein.
C. Araxe - 13. Feb, 08:15

Wie ich schon schrieb, kommt es darauf an, um was für einen Horrorfilm es sich handelt. Und auch, dass es nicht darum geht, dadurch Erfahrungen zu machen oder zu ersetzen. Aber auch was Liebe betrifft, gibt es Filme die tiefer gehen – allerdings ganz gewiss keine romantischen Schnulzen.

Nadine in Berlin

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