Krankenlager, Twoday, Langeweile und Mutter

Meldung aus dem Krankenlager, alle Atmungskanäle weiterhin verstopft, gestern stundenweise etwas riechen und schmecken können, aber am Abend nicht mehr. Bin immer noch fassungslos das mein virtuelles zu Hause abgerissen wird, gestern ständig nach Twoday geschaut, als würde das was ändern. Langweilig ist es hier am Tag 4 des Hausarrestes, aber wahrscheinlich ein gutes Zeichen, würde ich sterben wäre das sicher nicht langweilig. Gestern doch einen kurzen Ausflug zum Drogeriemarkt gewagt, geschwitzt wie in der Sauna, dabei war mir gar nicht warm. Heute mehr Ruhe, vielleicht gar nicht das Haus verlassen. Brötchen fürs Wochenende gespart, wer nichts schmeckt, kann auch Brot essen. Kontostand besser nicht anschauen, ich fühle mich unwohl bei roten Zahlen. Verstehe meine Mutter nicht, immer wenn ich krank bin und nicht kann macht sie mir eine Szene, als wollte ich sie verlassen, während andere Mütter sich um ihre kranken Kinder kümmern und z. B. Suppe vorbeibringen. Also bin ich allein und esse Dosensuppe und soll dabei noch ein schlechtes Gewissen haben. Auf in den Tag, die Heilung kommt bestimmt, sie erfordert nur Geduld.
zuckerwattewolkenmond - 10. Feb, 13:59

Also

das mit deiner Mutter erinnert mich sehr an meine eigene, mit dem Unterschied, daß meine Mutter zwar, solange sie konnte, sich durchaus gekümmert und Essen gebracht hat, allerdings hat sie dabei dann so ein vorwurfsvolles Gesicht gezogen und herumgemeckert, daß ich dann lieber irgendwann darauf verzichtet habe. Ich habe ihr nichts mehr davon erzählt, wenn ich krank war, sondern mich auf meine Vorräte und meine Kräfte verlassen, denn sich noch schlechter zu fühlen wegen eines Schuldgefühls, das einem gemacht wird, bringt es ja auch nicht. Meine Mutter ist übrigens coabhängig, vielleicht macht sie deshalb aus jeder Krankheit eine Katastrophe, da sie ja danach bedürftig ist, daß andere ständig für sie da sind.

Gute Besserung!

NBerlin - 10. Feb, 14:05

Meine Mutter hat sich auch früher selten um mich gekümmert wenn ich krank war, nur als ich mal Mums hatte und fast an Fieber gestorben bin wurde sie aktiv. Heute ist das alles verkehrte Welt, als wäre es meine Aufgabe mich um sie zu kümmern, auch wenn ich krank bin. Als ich ihr mitgeteilt habe dass ich krank bin war sie richtig eingeschnappt, als würde ich das extra machen um sie nicht zu sehen. Verstehe nicht wie man so egoistisch sein kann und ja unser Verhältnis ist auch sehr seltsam. Danke es geht aufwärts, aber es dauert.
bonanzaMARGOT - 10. Feb, 14:08

bei roten zahlen fühlte ich mich auch immer sehr unwohl. wie viele jahre lebte ich fast ausschließlich in den roten zahlen... davon habe ich immer noch einen knacks weg. obwohl ich in absehbarer zeit nicht mehr in den miesen stehen werde, habe ich hemmungen, meinen kontostand anzugucken.
wenn ich am bankautomaten stehe, steigt immer noch regelmäßig mein blutdruck. ich bin traumatisiert...

NBerlin - 10. Feb, 14:11

So ging es mir auch jahrelang als Studentin, immer am Limit des Dispos. Ganz so schlimm ist es derzeit noch nicht, aber ich merke schon dass ich gelassener bin wenn ich weiß dass ich Geld auf Reserve habe. Den Moment am Bankautomat mag ich auch nicht, aber ich schaue trotzdem regelmässig nach meinen Kontostand, will nicht übel überrascht werden.
steppenhund - 10. Feb, 16:09

Ich wünsche gute und baldige Besserung.
Über twoday habe ich bei BoMa kommentiert.

NBerlin - 10. Feb, 18:54

Dankeschön, heute ist schwitzen dran, allerdings kann ich dabei riechen und schmecken.
widder49 - 10. Feb, 20:05

@ nberlin

Gute Besserung!
Mich hat es ebenfalls von jetzt auf gleich erwischt. 5 Tage ans Bett gefesselt. Das hat es in meinem fast 70jährigen Leben noch nie gegeben. Heute, am Tag 6, fühlte ich mich endlich so gut, dass ich mich warm angezogen und rausgegangen bin. Nach 54 Stufen Abstieg zitterten mir die Knie. Trotzdem hat es gut getan. Es geht wieder aufwärts.

Vom 1. Tag an hatte ich einen widerlichen Husten, Schweißausbrüche, Knochenschmerzen, Appetitlosigkeit, an einem Tag Schnupfen. Gegessen habe ich nichts. Heute habe ich es mal mit einem Zwieback probiert.
Das Nichtessenkönnen finde ich nicht schlimm. Da sind Pfunde gepurzelt. Getrunken habe ich auch zu wenig. Das ist viel schlimmer.

Noch einmal: Gute Besserung! Hab Geduld und kuriere dich aus. Vorzeitig arbeiten gehen bringt weder dir noch denen, mit denen du zusammen bist, etwas.
NBerlin - 10. Feb, 20:43

Dankeschön, kann ich gut gebrauchen, habe heute Aktivität geprobt, das ging nur sehr schwer und ich fühle mich nicht gut. Ich habe trotzdem gegessen, auch wenn mir ein paar Pfunde weniger gut stehen würden, aber ich denke wenn man krank ist, ist kein guter Zeitpunkt zum fasten. Zu wenig trinken ist gar nicht gesund und gefährlich wenn man soviel schwitzt, bitte trinke was. Erwischt, habe überlegt nächste Woche wieder arbeiten zu gehen, aber weiß nicht ob das ratsam ist. Dir auch gute Besserung!
rosenherz - 10. Feb, 21:08

Ich hingegen halte es für gut, nicht zu essen, wenn ich krank sein sollte. Da folge ich meinem natürlichen Impuls, meist geht eine Infektion mit Appetitlosigkeit einher oder mit einer besonderen Lust auf bestimmte Nahrungsmittel. Eine zeitlang nicht zu essen bedeutet, der Körper verwendet die Energie, die sonst für die Verdauung benötigt wird, zum "Reparieren" und fürs Immunsystem.
Dir gute Besserung, liebe Nadine!
NBerlin - 10. Feb, 21:10

An der These könnte was sein, aber ich denke der Körper braucht zum reparieren auch Nährstoffe. Esse deutlich weniger, weil ich keinen Bock habe und nichts schmeckt, aber ganz verzichten will ich nicht.
rosenherz - 10. Feb, 21:16

...ja, das steht jedem frei, wie man's handhabt mit dem Gesundwerden.
Ich errinner mich an eine Situtation mit meiner Mutter. Ihre Arthrose im Knie war soweit fortgeschritten, dass eine Operation unumgänglich schien. Doch bevor sie sich unters Messer legen würde, machte sie eine Fastenkur nach einer Methode, bei der sie abwechselnd einen Tag aß und einen Tag lang nichts zu sich nahm außer Getränke. Mit dem Ergebnis: Die Knieoperation konnte sie sich sparen. Das liegt jetzt vier Jahre zurück (meine Mutter geht auf die 80 zu). Ihre Erfahrungen sind für mich ein Stück weit Vorbild.
NBerlin - 10. Feb, 21:43

Eine beeindruckende Geschichte, wie aus einen Märchenbuch. Ich habe halt gehört dass man bei Erkältung Vitamin C und Hühnerbrühe braucht, jeder soll sich heilen so wie es klappt, ich habe halt auch Bedenken soviele Medikamente auf leeren Magen zu nehmen. Das Knie meiner Mutter ist auch schlimm, aber es ist aber keine Arthrose, sie muss sich wohl operieren lassen.
rosenherz - 10. Feb, 23:28

Als ähnlich märchenhaft klingende Geschichte könnte ich auch Mutters Brustkrebsheilung nennen. Als beim ersten Mal Brustkrebs diagnostiziert worden war, nahm sie den Weg der Schulmedizin in Anspruch mit Operation usw.
Bei der neuerlichen Diagnose nach 2 Jahren entschied sie sich für einen alternativen Weg, ... und gilt als geheilt (ohne operativen Eingriff), wie die Ärzte im Krankenhaus bestätigten. Das ist jetzt etwa 15 Jahre her.
---
Hühnersuppe und Vitamin C halte ich für ein sehr gutes Mittel bei Erkältung. Ich hole mir das Vitamin C mit Saft aus frisch gespressten Zitronen oder mit der Grapefrucht in die Ernährung, oder mir Kartoffeln, die noch mehr Vitamin C enthalten, als Zitronen - und deshalb als "Zitronen des Nordens" gennant werden.
NBerlin - 10. Feb, 23:32

Welche alternative Heilmethode hat sie denn von den Brustkrebs geheilt? Ich glaube an die These das Krebs auch immer was mit der psychischen Verfassung zu tun hat und vielleicht auch auf diesen Weg geheilt werden kann. Wirklich Kartoffeln enthalten Vitamin C? Das höre ich das erste Mal, aber sehr gut, ich liebe Kartoffeln.
bonanzaMARGOT - 11. Feb, 10:41

bei meiner letzten schwereren erkrankung mit fieber nahm ich ein paar kilo ab - war ein gutes gefühl!
NBerlin - 11. Feb, 11:52

Ich nicht oder ich hatte doch mehr Weihnachtsspeck als ich dachte.
iGing - 11. Feb, 11:11

Welche alternative Heilmethode den Brustkrebs geheilt hat, würde mich auch sehr interessieren!

Kartoffeln enthalten Vitamin C, das mag sein. Aber da man sie nicht roh verzehren kann, sondern sie relativ lange kochen muss, glaube ich nicht, dass vom Vitamin C dann noch was übrig ist, das gegen eine Erkältung wirken könnte.

Habe an Weihnachten auch die Tage und Nächte durchgehustet. Hab mich ins Bett gelegt, zwischendurch mal spazieren gegangen, aber nur kurz, und nach ein paar Tagen war alles wieder weg. Eine Bekannte, gleiche Symptome, wurde geröntgt ("Es könnte ja was mit der Lunge sein"!), bekam Medikamente, und das Ganze dauerte genauso lang wie bei mir. Diese Woche war ich mit dem Enkelkind draußen, hatte hinterher Halsschmerzen - einen Tag im Bett geblieben, scharfes Essen gegessen, Schleim löste sich und weg waren sie.

Ins Bett legen und gute Besserung allerseits!

NBerlin - 11. Feb, 11:54

Danke für die Aufklärung mit den Kartoffeln, nein roh esse ich sie nicht. Die Chance mit den Halsschmerzen habe ich dieses Mal verspielt, deswegen jetzt die lange Variante. Danke es wird besser. Bin zwar immer noch schleimig, aber fühle mich besser und kann wieder schmecken.
widder49 - 11. Feb, 14:02

Bratkartoffeln aus rohen Kartoffeln... Da bleiben die meisten Stoffe erhalten.

Leider werden heute viel zu schnell Tabletten eingeworfen. Ganz schlimm, dass manche Ärzte bei Erkältung direkt Antibiotika verordnen, ein Mittel gegen Bakterien. Grippeverursacher sind aber Viren.

Ich vertraue nach wie vor auf Selbstheilungskräfte, über die jeder von uns verfügen kann. Und ansonsten Kräuter, Knoblauch, Zwiebel, Ingwer.
Ein paar Tage nichts essen schadet dabei auch nicht.
Nur kranke Menschen (Herz, Lunge) müssen vorsichtig sein.
Sobald der Appetit wieder einsetzt, ist Gesundung in Sicht.

Das Verhalten Deiner Mutter ist eigenartig. Was bezweckt sie denn damit?
Vielleicht solltest du dich einmal mit ihr darüber unterhalten, wie unmöglich ihr Verhalten ist.
Wenn ich von mir ausgehe: Wenn ich krank bin, möchte ich komplett in Ruhe gelassen werden. Meine Kinder und Freunde respektieren das und stehen dann auf der Matte, wenn ich sie bitte.
NBerlin - 11. Feb, 16:56

So mache ich Bratkartoffeln immer, finde es lästig sie vorher zu kochen, ist ja auch nicht nötig. Ja wahrscheinlich sind Antibiotika gegen Grippe wirklich zuviel des Guten, aber mit denen stehe ich nach einer Woche wieder auf Arbeit, ohne dauert es 2 Wochen. Ich habe wieder Appetit, aber meine Stimme und mein Kopf sind immer noch nicht ganz da. Habe sie heute darauf angesprochen, sie hat alles geleugnet und meinte sie hätte Verständnis wenn ich krank bin, hörte sich vor ein paar Tagen nicht so an.
rosenherz - 12. Feb, 10:51

Was meine Mutter unternommen hatte nach ihrer zweiten Brustkrebsdiagnose, das umfasst ein ganzes Bündel an Maßnahmen. Das wäre mir hier zu zeitaufwendig, es im Detail zu nennen. Nur kurz: Homöopathie, Pflanzenheilkunde, Leberregeneration, pflanzliche Bitterstoffe, Keimlinge, Essenzen, viel frische Luft ect. Meine Mutter hält zudem viel auf die Wirkungen von Brennnessel und Löwenzahn, worüber sich bereits viel im Internet finden lässt, wenn sich wer dafür interessiert.
rosenherz - 12. Feb, 11:06

Kartoffeln und Vitamin C

Kartoffeln werden in der Schale gekocht, da sich die meisten Vitamine unter der Schale befinden. Kochzeit etwa 20 Minuten, und zwar sanft köchelnd über Dampf, ohne dass die Haut platzt. Das ist die schonendste Methode. Nicht alle Vitamine reagieren gleich stark hitzeempfindlich. Auch wenn beispielsweise 50 % der hitzemepfindlichen Vitamine verloren gehen, bleiben immer noch 50 % erhalten. Klar, Kartoffeln als alleinige Vitamin-C Versorgung im Grippefall halte ich für mangelhaft.
Fiebersenkende Mittel zu nehmen halte ich für unangebracht in den ersten Tagen, denn Fieber ist eine zielsichere, körpereigene Kraft, Viren und Bakterien zu vernichten. Ich bevorzuge schweißtreibende Teesorten, die den Stoffwechsel unterstützen und Krankheitsstoffe über die große Fläche Haut auscheiden helfen. - Wunderwerk Mensch.

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