Die Nacht

Dunkelheit, die Kulissen der Stadt verschwinden, nur Straßenlichter leuchten wie Sterne auf der Straße. Stille, kein Geschrei, kaum Menschen rasen herum. Alles gleitet langsam, Friede in der Hektik des Alltags. Ich bin allein, nachts darf man allein sein, kein Druck für gesellschaftliche Kontakte. Zufrieden blicke ich schweigend in die Nacht. Zeit, Zeit, die Nacht hat Zeit, keiner drängt, keine Termine. Unbeobachtet in der Nacht, nur der Mond schaut zu, doch der ist nicht so gesprächig, man kann ihm vertrauen. Mein Kopf, frei und entspannt, fühle mich verwegen so als Königin der Nacht. Die Nacht gehört mir, nur mir, nichts lenkt ab, niemand will was, auch ich nicht. Die Zeit zählt doppelt, weil nichts passiert, weil Niemand stört. Zufrieden sein bei Sonnenlicht, das können viele, ich liebe die Nacht.


Danke Bonanza für die Inspiration!
bonanzaMARGOT - 3. Feb, 13:18

in berlin ist die nacht nicht überall ruhig.
oft bringt erst der frühe morgen erleichterung, wenn die nacht ihre opfer ausspuckt.

steppenhund - 3. Feb, 13:45

Ah! Berlin! Das ist etwas anderes. Oranienstraße mit den Lokalen, die durch die Nacht offen haben. Ethnische Küche, wo man in fünf Monaten von einem Kontinent in den nächsten übersiedeln kann. Oder Charlottenburg mit dem A-trane Jazzlokal, in dem es noch echte Jam-Sessions mit Musikern gibt, die vorher noch nie miteinander gespielt haben.
Oder ein Lokal im Bahnhof Hackeschermarkt, welches 24 Stunden offen hat. Was mich schon zu der Planung veranlasst hat, das nächste Mal kein Hotelzimmer zu buchen, sondern dort einfach durchzufeiern.
Ja, Berlin ist, was die Nacht angeht, noch besser als Wien.
NBerlin - 3. Feb, 14:12

@Bonanza: Stimmt auch wieder in Kreuzberg ist es selten ruhig, besonders nicht in der Nacht. Hier bei mir ist es ruhig in der Nacht, ich genieße meist die Zeit ab Mitternacht.

@Steppenhund: Ja es ist so einiges los in der Stadt, aber das reizt mich nicht mehr und eine durchgemachte Partynacht könnte mich schnell wieder ins Krankenhaus bringen. Es ist nachgewiesen, dass wenn Menschen mehr als 24 Stunden am Stück wach sind, das Gehirn zu Fehlfunktionen neigt.
steppenhund - 3. Feb, 13:39

Es ist interessant, wenn ich über dieses Posting nachdenke.
Für mich war die Nacht immer die produktivste Zeit.
Zwar mag ich den Sommer, die Sonne, die Wärme, doch dann sollte es wirklich hell sein. Graue Wolken, ein dunkler Tag sind eher in der Lage mit inaktiv werden zu lassen.
Doch die Nacht ist gut. Oft habe ich tagsüber nur laschiert und kaum etwas weitergebracht. Das war vielleicht gut, weil ich mit Kollegen getratscht habe und als sozialer Typ gegolten habe, ein bisschen verschroben halt schon.
Doch fünf Uhr nachmittags, wenn die anderen nach Hause gegangen sind, habe ich begonnen, an etwas zu arbeiten. Ich wollte dann eigentlich um acht Uhr aufhören, aber ich war dann so gut "drinnen". Keine Ablenkungen, keine Telefonate, allenfalls ein Anruf zuhause, dass es noch länger werden würde. Dann gab es vielleicht ein kleines Erfolgserlebnis um halb neun. Dann musste ich noch etwas anfangen, weil ich doch gerade so gut drauf war. Um elf Uhr entdeckte ich dann einen kleinen Fehler. Den musste ich unbedingt noch beheben. Wenn er behoben war, war ich wieder in bester Laune. Da geht noch was. Wenn ich dann das nächste Mal auf die Uhr schaute, war es drei Uhr früh. Aber es war etwas weitergegangen.

Manchmal war es auch frustrierend. Ich kam mit irgendetwas nicht zurande. Dann passierte es auch einmal, dass ich um sieben Uhr früh durch die Büros ging und die Leute, die schon gekommen waren, beim Morgenkaffee antraf. Ich war meistens etwas überdreht, aber auch glücklich. In der Nacht konnte ich wirklich am besten arbeiten.
Es gab auch noch andere Sachen, die ich in der Nacht gerne gemacht habe. Die habe ich aber durchaus auch gerne am Tag gemacht.

Später, als ich nicht mehr so kreativ war und meine Arbeit hauptsächlich im Management bestand, hörte ich um acht Uhr abends auf. Ich sah nicht ein, warum ich vielleicht noch Überstunden machen sollte.
Aber dann fuhr ich noch ins Café "Old Vienna", wo sich die Schachspieler und die Bridgespieler trafen. Und später ging es vielleicht noch ins "Mittersteig". Das hatte bis vier Uhr früh offen.

Insgesamt glaube ich, dass ich mehr am Tag als in der Nacht geschlafen habe.
Das hat sich jetzt in der Pension geändert. Nur vor Konzerten wird die Nacht wieder interessant. Dann übe ich von Mitternacht bis drei Uhr früh Klavier.

NBerlin - 3. Feb, 14:17

Im Sommer bin ich auch weniger nachtaktiv, weil ich auch die Tage genieße. Aber jetzt im Winter könnte ich auch nur nachts aktiv sein. Na solange der Arbeitgeber bei solchen Schichten mitspielt und die Nachtstunden auch angerechnet werden, dann ist ja alles gut. Früher war ich auch ein Nachtschwärmer, aber die Stadt ist einfach zu verrückt in der Nacht, da bleibe ich lieber allein.

Nadine in Berlin

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