Der f*cking Spülkasten und die Kabelverbindung

Das habe ich nun davon, ich wollte doch nur einen vergilbten, kalkigen und leicht tropfenden Spülkasten für meine Toilette ausgetauscht haben. Wie sich beim Abbau raus stellte, ist er schon 20 Jahre alt und wie sich im Bauhaus raus stellte, bekommt man so einen Kasten nur als Set mit Toilette. Mist, großer Mist, denn abgesehen von den Finanzen war ein völlig neuer Toiletteneinbau nicht vorgesehen. Zu Hause dann den alten Kasten wieder angebaut, allerdings ohne richtigen Dichtungsring, weil der alte marode war und der neue nicht richtig passte. Jetzt habe ich einen vergilbten, kalkigen Kasten, der bei jeder Spülung richtig viel Wasser verliert. Toll! Jetzt sitze ich auf einen wirklich defekten Klo und darf mindestens 100 Euro aufwärts bezahlen, nur um einen 6-Liter-Plastikkasten zu bekommen. Wunderbar!^^ Irgendwie werde ich gerade nicht vom Glück verfolgt. Vielleicht auch das Gesetz der Anziehung, ich bin pleite, da brauche ich doch noch extra Kosten wie eine neue Teilkrone und eine neue Toilette. Das mit meiner langsamen Internetverbindung und meinen gestörten Fernsehempfang hat sich auch geklärt, es gibt in diesem Haus nur eine Kabelleitung für alle und wie ich erfahren habe, hängen noch mindestens 4 weitere Mieter an der Internet-Leitung. Schauen Sie doch mal glücklich, mir fällt es gerade schwer.
zuckerwattewolkenmond - 28. Jan, 13:02

Ich hatte

mal so einen verkalkten Spülkasten, daß nichts mehr ging und kein Wasser mehr kam. Der wurde dann anstandslos mit einem neuen Spülkasten über den Vermieter ausgetauscht. Allerdings nehmen die natürlich immer das billigste vom Billigen. Zumindest bei mir. (Mit ein bißchen nachhelfen....? 20 Jahre sind alt genug.)

NBerlin - 28. Jan, 13:42

Das Problem ist dass meine Vermieter meine Eltern sind und ich vorher meinte dass ich die Kosten für den Kasten trage, wenn sie ihn einbauen. Da dachte ich aber noch dass es sich dabei um eine reine Schönheitssache handelt und das der Kasten zwischen 20-50 Euro kostet. Jetzt sieht die Situation aber anders aus, aber weil ich so wenig Miete bezahle traue ich mich nicht darauf zu bestehen dass sie die Kosten übernehmen oder wir uns die Summe wenigstens teilen.
bonanzaMARGOT - 28. Jan, 13:24

du hast mein vollstes mitleid. ich kenne solche unglücksserien, die einen zur verzweiflung bringen. mit etwas abstand kann man dann darüber lachen.
ständig so ein scheiß, mit dem man sich rumschlagen muss, und der auch noch (nicht wenig) geld kostet...

NBerlin - 28. Jan, 13:44

Noch ist mir nicht nach lachen zumute, warten wir ab. Ja bei meinen Finanzen sind schon 100 Euro Mehrausgaben ein Problem. Die Teilkrone schätze ich auf 300-500 Euro Kosten. :(
widder49 - 28. Jan, 15:46

Eine neue Dichtung kostet nicht viel. Einen kleinen Topf Farbe oder Sprühfarbe bekommt man ebenfalls für kleines Geld.
Gegen Verkalkung hilft Essig.
Und OBI hat im Internet tolle Anleitungen für kleine Reparaturen.

Vielleicht kann man den Schaden kostengünstig in Ordnung bringen.

NBerlin - 28. Jan, 16:18

Wir haben ja gestern eine Dichtung für 1,40 Euro gekauft, leider scheint es so zu sein dass man die Original Dichtung braucht, weil meine Toilette von einem sehr teuren Hersteller kommt. Plastik mit Farbe zu besprühen halte ich für keine so gute Idee. Das mit dem Essig weiß ich, aber ich vermute bei diesem Kasten dass der Kalk den Kasten zusammenhält. Aktuell keine Experimente, ich wil es nicht verschlimmern.
widder49 - 29. Jan, 10:40

Wenn der Herstellers bekannt ist, würde ich mich mit dem in Verbindung setzen. Eine Dichtung bekommt man bei dem sicher noch. Und vielleicht hat der noch einen dieser Spülkästen auf Lager. Oder man kann eine Händleradresse erfahren, wo man einen Kasten ohne Toilette erwerben kann. Oder auch eine Alternative eines anderen Herstellers erfragen. Vermutlich immer noch günstiger als eine Komplettlösung.

Plastik anmalen oder übersprühen sieht im Endeffekt sogar sehr gut aus. Und ist, wenn man es richtig macht, sehr lange haltbar.
Bei Freunden sah ich das im Bad, die keinen farblich passenden Spülkasten für Ihre nachgerüstete Keramik bekamen. Und Bekannte verpassen ihren Kunststoff-Gartenmöbeln regelmäßig einen neuen Anstrich.
Lo - 28. Jan, 16:46

Hallo Nadine,
das Mietrecht (in den 535er §§ BGB) besagt eindeutig, dass der Vermieter dafür Sorge zu tragen hat, dass die Mietsache mangelfrei ist.
Auch, wenn es die Eltern sind und die Miete sehr gering ist: du zahlst 100% Miete für 100% Wohnung ohne Mängel. Angenommen, Dein Einbau des Spülkastens verursacht Schäden, hast Du die Haftung durch Deinen unerlaubten Eingriff in die Mietsache.
Kligt nach Paragrafenreiterei, trifft aber zu.
Vielleicht beteiligen sich die Eltern ja an Deinen Kosten, die ja eigentlich vollumfänglich ihre sind?
Lieben Gruß!

NBerlin - 28. Jan, 18:04

Danke lieber Lo, sowas habe ich mir schon gedacht, von wegen rechtliche Lage. Allerdings könnten sie mir dann auch mit dem Mietspiegel kommen und rechtlich mehr Geld einklagen. Seit meinen Einzug hier hat sich der Mietspiegel nämlich stark erhöht, da wären monatlich mindesten 150 Euro mehr fällig. Ich werde nochmal mit meiner Mutter sprechen, die meinte eigentlich dass sie die Kosten übernehmen, komischerweise scheint das mein Vater nicht zu wissen.
Lo - 28. Jan, 18:33

Liebe Nadine,
rechtlich ist es so, wie ich schrieb (gehörte zu meinem Job).
Natürlich ist es schwer, den eigenen Eltern mit der Juristerei zu kommen, da ist der Umgang mit fremden Vermietern oft einfacher, weil klare und eindeutige gesetzliche Bestimmungen das Vertragliche regeln. Eigentlich hättest Du diesen Einbau gar nicht eigenständig vornehmen dürfen, weil ein Spülkasten nicht dem Zugriff des Mieters unterliegt.
Das hat auch nichts mit "Kleinreparaturen" zu tun, für die der Mieter aufzukommen hat - und auch nur dann, wenn diese im Mietvertrag schriftlich vereinbart wurden.
Deine Mutter hat recht.
Viel Glück!
:-)
bonanzaMARGOT - 29. Jan, 06:06

ich kann mich noch an zeiten erinnern, als es noch keine spülkästen in den toiletten gab. mein gott, war da das leben noch einfach!

rosenherz - 29. Jan, 08:22

Und gerade diejenigen, die heutzutage noch einfache Toiletten ohne Wasserspülung haben, werden als rückständig beschimpft und schief angesehen.
widder49 - 29. Jan, 10:29

@ Rosenherz
Wer denkt heute darüber nach, wenn nach jedem Toilettengang 5 oder 6 oder mehr Liter reinstes Trinkwasser in den Kanal gespült werden?
Die sanitären Anlagen sowie auch die Kanalisation sind so aufgebaut, dass ohne Spülwasser nichts abläuft und Rohrverstopfungen vorprogrammiert werden.
Auch das Regenwasser läuft in den meisten Städten in die Kanalisation. Welch eine Verschwendung!
Das könnte (wird in manchen Städten zum Glück ja auch gemacht) durch zusätzliche Regenwasserkanäle in die Flüsse abgeführt werden. Aber auch als Brauchwasser, unter anderem für die Toiletten, könnte es verwendet werden.
Dazu müssten die Kommunen umdenken und den Häuslebauern und -Umbauern vielleicht einen finanziellen Anreiz geben.
rosenherz - 29. Jan, 11:05

@ Widder49
Zumindest ich denke öfters darüber nach, wenn ich sehe, wieviel Liter Trinkwasser da über den Kanal verschwinden. Für die warme Jahreszeit habe ich mir eine Lösung gefunden, um dem etwas entgegen zu setzen: Ich nehm das Brauchwasser aus der Küche (natürlich frei von Spülmitteln ect.) fürs Gießen.
Ja, die Kanalisation ist so aufgebaut, ohne v i e l Wasser läuft nichts. Wenig Wasser zu verwenden, das führt zu Verstopfungen der Toilette, wie ich zähneknirschend einsehen muss.
Doch dein Kommentar bringt mich auf die Idee, ich kann das Brauchwasser aus dem Haushalt in einem Kübel sammeln und in der kalten Jahreszeit für die Toilette verwenden. Somit reduziere ich dort die Trinkwasserverschwendung.
Und gut, dass es bereits das System der Regenwassernutzung gibt in den privaten Haushalten. Je bekannter es wird, umso höher die Chance, dass beim Hausbau auf dieses umweltschonende System gesetzt wird.

Dem System des Wegwerfpapiers in den öffentlichen Toiletten kann ich mit einem Gästehandtuch gegensteuern. Das kleine Frotteetuch lässt sich leicht mitnehmen in meiner Tasche und so habe ich mein eigenes Handtuch mit dabei, ohne für ein paar Sekunden "Lebenszeit" das Papier zum Händetrocknen benutzen zu müssen, wo es keinen elektrischen Händetrockner gibt.
NBerlin - 29. Jan, 11:48

Sowas kenne ich nicht, seitdem ich auf Toilette gehe gab es immer Spülwasser. Nur im Pfadfinderlager gab es immer ein selbsgebautes Plumpsklo, aber das war spätestens nach ein paar Tagen sehr eklig. Das in Deutschland jedoch Trinkwasser die Toilette runterrinnt finde ich auch ein dickes Ding, ich fände es sehr gut wenn man Regenwasser oder Haushaltswasser dafür verwenden würde.

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