Platz 1: Bipolar

Seitdem ich erkrankt bin und seitdem ich meine Ausbildung gemacht habe frage ich mich immer wieder welche psychische Krankheit wohl die Schlimmste ist. Schnell war ich der Überzeugung das Depressionen nicht so schlimm sind wie eine Psychose. Obwohl ich eine Depression nie selbst erlebt habe, konnte ich sie bei Freunden beobachten. Ja es ist schlimm nicht mehr das Haus zu verlassen, sich selbst zu vernachlässigen und keinen Antrieb zu haben, aber nicht so schlimm wie Wahnvorstellungen und Stimmen hören. Hinzu kommt das Depressionen anscheinend gerade hip sind, überall im Fernsehen und im Internet wird für Verständnis für Depressive geworben.

Es wird aufgeklärt und dem restlichen gesunden Volk eine Vorstellung davon vermittelt was eine Depression bedeutet. Das finde ich macht eine Depression mehr gesellschaftsfähig als andere psychischen Erkrankungen. Die Menschen wissen Bescheid was eine Depression ist und haben deswegen weniger Angst vor so einer Erkrankung. Ein weiteres Krankheitsbild ist Borderline, gefährlich wegen der Selbsttötungsabsichten, aber im Umgang mit Borderline-Patienten hatte ich niemals Probleme. Mit den Bipolaren gab es jedoch öfter Probleme, entweder weil sie manisch waren oder vielleicht sogar psychotisch. Ich habe ein Buch gelesen über einen Bipolaren um besser zu verstehen und musste für mich resultieren, das Bipolare gleich drei verschiedene psychischen Krankheiten miteinander vereinen: Depressionen, Manie und Psychose.

Das finde ich heftig und möchte wirklich nicht tauschen. Deswegen aus meiner ganz persönlichen Sicht ist Bipolarität die schlimmste psychische Krankheit, die ich bisher kennenlernen durfte und vergebe hiermit den Platz 1 an die Bipolarität.
bonanzaMARGOT - 5. Dez, 05:19

auch depressionen enden nicht selten im selbstmord.

NBerlin - 5. Dez, 07:13

Alle diese Krankheiten könen zum Tod führen.
rosenherz - 5. Dez, 09:52

... wie auch sonst harmlose Krankheiten gelegentlich tödlich enden. Wie etwa bei dem 23-jährigen Bekannten, der sich zu einer einfachen Routine-Operation unters Messer legte. Vor der Narkose scherzte er noch mit dem Krankenhauspersonal, nicht dass er da nicht mehr lebend vom OP-Tisch komme. Bedauerlichweise war das Narkosemittel für seinen Organismus zu stark, der junge Mann starb.
NBerlin - 5. Dez, 17:19

Ja der Tod lauert überall, aber besonders oft im Krankenhaus, deswegen meide ich Krankenhäuser.
rosenherz - 5. Dez, 18:26

Bernd Ehgartner hat dazu ein Buch geschrieben: Gesund bis der Arzt kommt (Ein Handbuch zur Selbstverteidigung)

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