Mittwoch, Rumänien, Jobs und Turbo

Mittwoch, ausschlafen und Kaffee trinken. Wird ein hektischer Tag heute, darf viel herum reisen, aber es findet heute auch ein Entlastungsgespräch statt, welches ich auf gar keinen Fall verpassen möchte. Sollen sie mir mal erklären, wie oft der Tod in meinen neuen Beruf üblich ist. Langsam mache ich mir Sorgen um die beste Freundin, sie meldet sich nicht und ich bekomme mittlerweile Befürchtungen, ob es so eine gute Idee war als allein reisende Frau nach Rumänien zu einem Verehrer zu fahren. Ich hoffe, sie meldet sich bald.

Morgen mein großer Tag im neuen/alten Beruf, es ist erstaunlich wie viel Wissen und Routine nach all den Jahren noch vorhanden ist, es ist so, als hätte dieses Wissen einfach Winterschlaf gehalten und würde jetzt wieder erwachen. Das zu fühlen ist wunderbar für mein Ego, ich bin Fachfrau und darf endlich wieder auf dem Arbeitsspielplatz mitmischen. Im neuen Beruf bekomme ich zwar mittlerweile auch Routine, aber da habe ich halt bisher keine jahrelange Erfahrung mit großen Erfolgen.

Es passt mir auch sehr gut dass ich erstmal nur ein paar Stunden die Woche im alten Beruf arbeite, da reicht dann zwar das Geld nicht, aber ich denke für den Moment ist es besser wenn ich weniger Stunden mache, ich werde dieses Jahr nicht mehr versuchen mir mehr Arbeit an Land zu ziehen. Ich lebe eh schon den Turbo mit meinen Weg zurück in den Beruf und in die Selbstständigkeit, zu mindestens, wenn man andere Erkrankte und deren Betreuer fragt.
widder49 - 18. Okt, 11:53

Ich wundere mich immer noch, wie naiv viele Menschen in der heutigen Generation sind. Sie lernen "Freunde " - womöglich über das Internet - kennen, telefonieren ein paar Mal und reisen dann in die Ferne.
Ich bin bestimmt nicht ängstlich, aber so etwas würde ich niemals machen. Selbst nicht innerhalb Deutschlands.
Dafür habe ich Null Verständnis.

NBerlin - 18. Okt, 12:02

Sie kennt diesen Kerl schon länger und er war auch schon mal in Berlin zu Besuch, eigentlich sind sie Freunde, aber wenn ich über eine Woche nichts höre kommen halt doch die blöden Gedanken. Ich hatte schon einige Internet-Treffen in meinen Leben, immer in Deutschland und immer an einen öffentlichen Ort, bisher ist da nie was passiert, also zumindestens nichts negatives.
widder49 - 18. Okt, 12:33

Treffen an öffentlichen Orten, wo sich andere Menschen aufhalten, sind ja auch in Ordnung.
Ich bin seit Beginn der 90er im Internet und habe über Plattformen Leute kennengelernt, mit denen ich zum Teil heute noch in Kontakt bin.
Nie vorher wurde mir von Bekannten über so viel Elend berichtet. Zum Teil war ich durch eine verflossene Freundin eng betroffen, die sich die Kerle nach Hause einlud und und schlimme Erfahrungen machte.
Wir haben damals mit mehreren bereits eine Selbsthilfegruppe gegründet, die im Lauf der Jahre eingeschlafen ist. Wir waren beruflich sehr eingespannt und hatten größtenteils auch Familien, die Vorrecht hatten.

Damals war das Internet noch richtig teuer. Man hatte kein Handy, ging über Festnetz und Modem rein und es wurde pro Einwahl abgerechnet. Das kann sich heute kaum noch jemand vorstellen. Schnell waren 1.000 DM und mehr verdaddelt. Ich möchte garnicht wissen, wie viele Ehen deswegen zerbrochen sind. Und wieviele Kinder vernachlässigt wurden und hungern mußten. Ich hab mehrere persönlich kennengelernt, denen das Telefon wegen der hohen Internetkosten gesperrt wurde. Nicht selten, in der Zeit.
Allerdings spielte sich das ganze Geschehen überwiegend in Deutschland ab. Die osteuropäischen Länder waren zu der Zeit noch überwiegend geschlossen.
Wie schon gesagt: Elend haben wir trotzdem kennen gelernt. Und auch viele hässliche Dinge zwischen Leuten, die nach einem kurzen Kennenlernen oder durch Internetchats heftig "verliebt " waren.
Natürlich ist daraus auch die eine oder andere funktionierende Beziehung hervorgegangen. Aber das waren eher die Ausnahmen.

Hoffentlich war Deine Freundin so schlau, sich in einem Hotel einzuquartieren.
NBerlin - 18. Okt, 19:12

Ich kenne und nutze das Internet auch bereits seit 1995, damals auch noch mit AOL und Compuserve. In die Kostenfalle ist mal mein damaliger Arbeitgeber gerutscht, weil er meinte ich solle mir das Internet doch mal angucken während der Arbeit, das habe ich getan und eine Rechnung von 650 DM fabriziert. Zahlen musste ich das damals aber nicht, denn er hatte mich ja dazu aufgefordert. Verliebt habe ich mich seitdem mehrfach über das Internet und ich habe auch einige Beziehungen gehabt, die aus dem Internet kamen. Mit einigen bin ich heute noch in Kontakt. Nein die Freundin hat beii ihm übernachtet, aber wie gesagt er ist nicht irgendeine Internetbekanntschaft die sie noch nie gesehen hat. sie hat sich jetzt auch zurück gemeldet, alles gut.
rosenherz - 18. Okt, 15:48

Boah, einem Verehrer nach Rumänien nachreisen. Das würde ich höchstens, wenn ich das Land schon gut kenne und die Sprache beherrsche. Ansonsten, Hände weg von solchen Verführungen. Mir gehts da ähnlich wie Widder49, ich finde es erschreckend, wie naiv manche Menschen sich geben, wenns um Geld oder (und) vermeintliche Liebe geht, obwohl tausende und abertausende Geschichten von unglücklichen Verläufen solcher Abenteuer im Internet kursieren.
Erst unlängst wieder hier im Bekanntenkreis, eine 70 Jährige, die sich auf Reisen in einem 30 jahre jüngeren Inder verliebte. Sie schickt ihm nun regelmäßig Geld und fliegt jedes Jahr nach Indien.

NBerlin - 18. Okt, 19:15

Ja fand es auch gewaagt allein nach Rumänien zu fliegen, wenn man da nur eine Person kennt und sich auch nur mit einer Person unterhalten kann. Ich wusste entweder geht es ihr total gut und sie meldet sich deswegen nicht oder irgendwas Schlimmes ist passiert. Es ist die erste Variante, es geht ihr sehr gut.
iGing - 18. Okt, 19:34

@Rosenherz:
"Erst unlängst wieder hier im Bekanntenkreis, eine 70 Jährige, die sich auf Reisen in einem 30 jahre jüngeren Inder verliebte. Sie schickt ihm nun regelmäßig Geld und fliegt jedes Jahr nach Indien."

Und was ist dagegen einzuwenden? Sie scheint dort eine gute Zeit zu haben, oder?
Sie hat diesen Mann nicht im Internet, sondern persönlich kennengelernt - und es ist ihre Sache, was sie daraus macht.
rosenherz - 18. Okt, 19:53

Eh klar, ihr Sache. Die Dame leidet darunter, weil er sein Land, seine Heimat, nicht verlassen will und deshalb nicht zu ihr zieht. Ich hege Mitgefühl mit der Dame. Meine Tochter kennt sie besser, sie meint, er würde sie finanziell ausnehmen. Aber was weiß ich.
steppenhund - 18. Okt, 16:17

Anfang der 90er Jahre hatte ich eine Internetbekanntschaft in Kanada. das war nicht www sondern Compuserve. ich hatte Bekannte Aufruf der ganzen Welt: Pianisten, Sänger, Universitätsprofessoren, die sich mit künstlicher Intelligenz beschäftigen,usw. Aber diese Frau in Kanada, die verheiratet war und zwei Kinder hatte, war so etwas wie eine Seelenverwandte. einmal 1992 ging ich an einem Reisebüro vorbei und hätte fast spontan einen Flug nach Kanada gebucht. Der war damals noch mindestens doppelt so teuer wie heutzutage. aber ich tat es dann doch nicht. und Compuserve war der einzige Link zu ihr. Als es plötzlich kein Compuserve für mich mehr gab, war die Verbindung abgerissen. ich versuchte noch, ihre Daten heraus zu bekommen. ging aber nicht. Vielleicht war es gut so. aber nach Kanada kann man sich leichter trauen als nach Rumänien.

NBerlin - 18. Okt, 19:18

Schade mit deiner Seelenverwandten, hast du ihren vollständigen Namen? Ach ich finde ein fremdes Land allein zu bereisen, dessen Sprache und Bräuche man nicht kennt, immer riskant. Es scheint aber alles gut gegangen zu sein.
steppenhund - 18. Okt, 23:14

Ich kannte nur ihr Pseudonym, das war Jinx. aber ich hätte den Namen vo ihr erfahren können,we nun es noch eine Verbindung gegeben hätte.
NBerlin - 19. Okt, 10:15

Das ist schade, aber ich denke du bist mit Menschen gut versorgt.
steppenhund - 19. Okt, 17:02

Das stimmt. Aber Du wirst lachen. Manche von denen behaupten sogar, dass sie froh sind mich zu kennen :)
NBerlin - 19. Okt, 22:29

Warum sollte ich darüber lachen, finde ich bei z. B. den eigenen Kindern normal.
bonanzaMARGOT - 19. Okt, 05:04

das internet wird seit jeher auch als kontaktbörse genutzt. das ist ganz normal. was die leute draus machen, ist was anderes. überall kann es gefährlich werden - das internet hat so seine tücken, was für psychisch labile, kinder oder naive leute nicht so gut ist. ob nun liebe im internet oder auf anderen wegen, liebe lässt menschen verrückte dinge tun, welche von außen oft kopfschüttelnd quittiert werden. aber so ist es mit der liebe eben - das kann jedem passieren, auch den kopfschüttlern.

schön, dass es deiner freundin in rumänien gut geht bei ihrem bekannten oder verehrer.
solche reisen sind immer spannend bzw. aufregend. da hat man am zielort am besten jemanden, dem man vertrauen kann. kennst du ihn? wie schätzt du ihn ein? lebt er auf dem land oder in der stadt? wie ist das wetter derweil in rumänien?

NBerlin - 19. Okt, 10:22

Richtig ich lerne Menschen seit den 90ern im Internet kennen, damals gab es zwar noch keine Flirtbörsen, aber Chats wo man sich kennenlernte. Das verrückteste war wohl mal, dass mich ein Ire in Berlin besuchte. Ja es geht ihr sehr gut, das Wetter soll toll sein (warm und Sonnenschein) und die Natur atemberaubend. Nein ich kenne ihn nicht nicht, nur von Erzählungen und von Fotos, das hat mich die letzten Tage etwas unsicher gemacht.
widder49 - 19. Okt, 10:46

Ich habe ja nicht gesagt, dass man über das Internet nur schlechte Menschen kennenlernt. Seit fast 20 Jahren habe ich eine Bekannte in Florida, mit der ich mich alle zwei Jahre in Karlsruhe treffe. Und weitere Internetbekanntschaften leben in Prag und in Ulan Bator, die ich ebenfalls, zum Teil mit ihren Familien, persönlich kennenlernen durfte.
Das sind allesamt sehr gute Bekannte und wir halten natürlich Kontakt über das Internet. In meinem Bekanntenkreis haben auch welche geheiratet, die sich ohne Internet niemals kennengelernt hätten.

Trotzdem sehe ich es als naiv und leichtsinnig an, wenn man sich aufmacht und keine Vorsorge mit einer eigenen Unterkunft trifft.
In diesem Fall ist es ja offensichtlich gut gegangen. Was aber wäre, wenn es schiefgelaufen wäre?
Da hält sich dann mein Mitleid in Grenzen.
NBerlin - 19. Okt, 11:12

Ich denke Menschenkenntnis hilft einen weiter, er scheint eine gute Seele zu sein, aber so richtig sicher sollte man sich bei seiner Einschätzung wohl nie sein. Denke auch in so einen Fall hätte ich mir ein Zimmer genommen, wer Geld sparen will kommt aber meist nicht um Internetbekanntschaften herum, sie kennt ihn ursprünglich von Coach-Surfing.
bonanzaMARGOT - 19. Okt, 16:43

Liebe und Leidenschaft ohne einen gewissen Leichtsinn halte ich für unmöglich.
NBerlin - 19. Okt, 22:31

Auch wieder wahr. :-)

Nadine in Berlin

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