Verloren und bedroht

Ich habe alles verloren, was mich einst ausmachte. Meine Gesundheit, meine Karriere, meine Freunde und mein gutes Aussehen. Vielleicht verständlich, wenn man dann daran denkt das Leben zu beenden. Aber ich habe weitergelebt, Tag für Tag, Woche um Woche, Monat für Monat, Jahr für Jahr. Vieles ist für immer verloren, manches konnte ich zurückgewinnen. Das Wichtigste ist wohl die Gesundheit und die Freunde. Ohne kann man nicht leben. Mein Aussehen ruiniert durch medikamentenabhängige Zunahme, aber mein Herz lebt wieder und mein Kopf funktioniert auch wieder hervorragend.

Ich habe mir ein neues soziales Netz erbaut, es ist kleiner als mein vorheriges, aber es besteht nur aus Menschen die mich gesund und krank zu schätzen wissen. Wertvolle Menschen, Qualität statt Quantität. Auch wenn ich kugelrund bin, mein Kopf hat einiges zu bieten, ich habe schon viel erlebt und gemacht und kann mich nützlich machen. Doch die Krankheit droht immer, hat mich achtsamer gemacht, nie wieder sich selbst vergessen bei der Arbeit. Aber ich will mich auch nicht damit abfinden mein Leben lang arm zu sein, mein Leben lang irgendwelche Hilfen zu kriegen und Jobs zu haben, die meine Talente nicht ausreizen. Ich will nicht resignieren, mir einen Stempel aufdrücken lassen und mich auf dem Schoss der Gesellschaft ausruhen, aber die Krankheit droht.
bonanzaMARGOT - 16. Aug, 05:55

alles wäre viel besser, wenn man bescheiden vor sich hin leben könnte, ohne große ansprüche an wohlstand, aussehen und privatem glück.
wir machen uns das leben oft selbst madig mit unserer unzufriedenheit. immer fehlt uns was zum glücklichsein. wir sind getrieben von unserer eigenen anspruchshaltung - keine ahnung, woher die kommt. anerzogen? krankhafter ehrgeiz? lassen wir uns von der haltung unserer mitmenschen zu sehr beeinflussen? sind wir spielball von werbung und meinungs-manipulation?
durch krankheit und alter müssen wir bescheidenheit lernen. wir können einfach nicht so, wie wir vielleicht wollen. ein schmerzhafter prozess... der selbstfindung.
trotzdem wir brauchen ziele, die wir ansteuern. nur müssen wir sie unseren fähigkeiten und möglichkeiten anpassen. vor allem braucht es geduld. verdammt viel geduld.
ich kämpfe fast jeden tag damit, dass ich dinge machen muss, die ich nicht wirklich machen will, jedenfalls nicht acht stunden lang; aber ich weiß, dass ich momentan keine große wahl habe, als mich in geduld und ausdauer zu üben. scheiß spiel - alles für das bisschen knete, um gerade so über die runden zu kommen.

NBerlin - 16. Aug, 10:57

So bescheiden werde ich wohl nicht so schnell, dass ich mich dammit abfinde lebenslang krank zu sein und am Existenzminimum von der Stütze zu leben. Vielleicht ist es die Werbung und die schöne Medienwelt, aber ich denke es ist einfach meine Erfahrung mit dem Leben und meine Prägung. Bin ja schon geduldig, 4 Jahre nun, aber jetzt reicht mir das Warten langsam.

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