Profilierung

Zur Zeit treffe ich öfter Menschen, die immer und immer wieder ihrem Gegenüber erzählen wie toll sie sind. Da wird in jedem Detail berichtet wie gut, toll und hilfreich die Person angeblich ist. Obwohl ich diese Personen mag ist diese ständige Selbstdarstellung schon nervig. Warum erzählt so eine Person immer von ihren Erfolgen? Wollen sie mich beeindrucken? Oder erzählen sie das eigentlich sich selbst? Ich gebe zu ich mache das manchmal auch, doch ich weiß selber nicht warum man mit guten Taten angeben muss. Fehlendes Selbstbewusstsein? Profilierungssucht?
steppenhund - 11. Jun, 18:14

na geh! Ich bin doch wirklich toll :)

NBerlin - 11. Jun, 18:19

Ich glaube ein wirklich toller Mensch hat es nicht nötig ständig darauf hinzuweisen wie toll er/sie ist.
steppenhund - 11. Jun, 19:52

na doch , niemand kennt mich so gut wie ich :)8
C. Araxe - 11. Jun, 20:17

Wenn das „immer und immer wieder” geschieht zeugt das eher von Unselbstsicherheit. Das Gegenteil finde ich auch nicht gerade besser. Also wenn jemand entweder ständig meint, überhaupt nichts zu können/schaffen. Oder wenn sich jemand bewusst als sehr bescheiden ausgibt, nur um so auf subtile Weise zu erreichen, dass genau die gegenteilige Meinung evoziert wird. Wenn man jedoch irgendetwas erreicht hat, dass für einen selbst eine Herausforderung war, finde ich legitim, dass man darauf stolz ist und dieses auch mitteilt. Aber das passiert ja nicht andauernd.

NBerlin - 11. Jun, 20:46

Habe auch kein Problem wenn jemand mal von seinen/ihren Erfolgen erzählt. Wenn es aber ständig ist und wegen jeder Kleinigkeit dann geht es mir auf den Senkel. Manipulatives Verhalten in beiden Richtungen ist natürlich verwerflich. Ich denke wenn man Gutes tut, dann spricht sich das rum und dann muss man nicht selber ständig davon sprechen.
C. Araxe - 11. Jun, 21:16

Mich interessiert jetzt mal, um was es genau geht, was Ihren Beitrag betrifft. Denn so allgemein formuliert, kann man nur allgemein hin dazu ein Feedback geben.
NBerlin - 12. Jun, 08:32

Es geht um ein paar Menschen aus meinen Leben die sich ständig damit schmücken wen und wie sie geholfen haben. Alternativ erzählen sie auch von ihren Erfolgen aus anderen Bereichen, diese ständige Selbstdarstellung geht mir auf den Sack.
steppenhund - 11. Jun, 20:49

so: jetzt sitze ich im bus. Eingezwängt zwar, aber der Reise. Nach Belgrad steht nichts im Weg. Nur dasTippen geht nicht gut. Daher mehr zu dem Thema in den nächsten tagen.

NBerlin - 11. Jun, 21:10

Gute Reise! Geniesse das fremde Land und überlebe die Busfahrt. ;-)
steppenhund - 11. Jun, 21:29

Das erste Hindernis ist schon geschafft. ich bin in eine Reihe gewechselt, wo der Platz neben mir leer ist. damit wird die Reise gleich viel bequemer werden.
aber zum Thema: mein Vater hat mir erzählt,was ihm sein Vater geraten hat. "Mache gute Arbeit, dann werden die Leute schon auf dich aufmerksam und belohnen dich. mein Vater hat sich vermutlich daran gehalten und wurde einige Male bei Beförderungen übergangen. na ja, immerhin ist er nach einem Wechsel von der Bundesbahn zum Rechnungshof noch Hofrat geworden.
ich selbst habe mich eher bewusst nicht in den Vordergrund gedrängt. die Schule war ein Kinderspiel und danach wollte ich meine "Leichtigkeit" dazu verwenden, ein nettes einfaches Leben zu führen. trotzdem hatte ich schon sehr früh leitende Stellungen, welches ein ehemaliger Chef von mir so ausdrückte: "Hans, du kannst irgendwo als Hilfsarbeiter anfangen und nach eineinhalb Jahren bist Du oben." bis zu einem gewissen Grad hat das gestimmt, allerdings habe ich auch manchmal nicht das Mögliche erreicht,weil mir gar nichtso daran gelegen war.
im Jahre 2000 war ich bei einem Führungskräfte-Workshop unseres Unternehmens. (120 Teilnehmer) Da war der Haupttenor: Tue Gutes und rede darüber. Da habe ich gelernt, dass man in großen Unternehmen anscheinend so agieren muss.
wenn ich heute sage, dass "ich der Größte bin", meine ich , dass die Ironie verstanden wird. meine Freunde wissen, dass ich Superlative generell ablehne und ich mich darüber lustig mache, wenn irgendwo in den Sozialen Medien vom "Besten" gesprochen wird.

allerdings gibt es schon einen Umstand,den zB Boma nicht goutiert: ich richte mich nach den Besten aus und strebe manchmal fast unmögliche Ziele an.Denn einen Spruch schätze ich sehr: nur wer Unmögliches anstrebt, wird Mögliches erreichen.
NBerlin - 11. Jun, 21:51

Ja im Beruf stimmt das wohl, da sollte man auch ab un zu auf seine Erfolge hinweisen, sonst wird man übersehen. Mein Cehf wusste jedoch genau welche Arbeit ist leistete, aber solange ich das nicht im Gespräch mit ihm erwähnte fand er es unnötig mir eine Gehaltserhöhung oder eine Beförderung zu geben. Bisher habe ich keine Ironie bei dir bemerkt, aber gut zu wissen. Na mal sehen ob ich in meiner jetzigen Firma was erreiche, aktuell befinde ich mich noch auf einer der unteren Stufen.
bonanzaMARGOT - 12. Jun, 06:13

ja, das kann auf dauer schon ätzend sein.

NBerlin - 12. Jun, 08:39

Ist es auch, ich gehöre nur mal nicht zu den Menschen die zuhören und applaudieren.
bonanzaMARGOT - 13. Jun, 05:14

kommt auch drauf an, wie unterhaltsam sie sind... oder sonst sympathisch.
NBerlin - 13. Jun, 08:21

Ach ich finde diese Menschen ja sympathisch, deswegen höre ich überhaupt zu.
avng (Gast) - 13. Jun, 08:46

Tschüss

NBerlin - 17. Jun, 17:56

Tschüss

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