Ein Traum

Verwischt, alle deine Spuren. Die Textilien, die du berührt hast in der Wäsche, dein Geruch verflogen, deine Haare entfernt. Die Erinnerung verblasst nicht so schnell. Aber ich versuche mich zu lösen, wie so oft, doch meist vergeblich. Ich schreibe dir keine Nachrichten, ich glaube ich rede dir zu viel. Aber so bin ich nun mal, ich rede gern und viel. Vorletztes Mal sprachst du von „für immer“, das hat mich wieder weich gemacht, auch wenn ich „für immer“ fürchte.

Doch dein Verhalten spricht eine andere Sprache. Wieder diese Katastrophen, ich habe mit dir viele negative erste Male. Das sollte mich eigentlich abschrecken, tut es aber nicht. Ich bin verliebt, aber versuche es mir nicht anmerken zu lassen, du scheinst blind für meine Zeichen, bist zu sehr mit dir selbst und deinen Komplexen beschäftigt.

Ich schweige, auch wenn es mir schwer fällt, halte mich zurück, warte ab und warte und warte. Zwischendurch die Angst zu verlieren, dabei könnte es mir mit jemand anderen besser gehen. Was habe ich also zu verlieren? Eine Illusion, einen Traum, an dem ich schon viel zu lange festhalte.
bidly (Gast) - 22. Apr, 12:53

Größe Rodeobullenreiterin ist sie geworden :D

NBerlin - 22. Apr, 14:19

Bin ich nicht.
rosenherz - 22. Apr, 15:46

Wo das Wort "immer" vorkommt, sollten die Alarmglocken läuten und ganz besonders in Zusammenhang mit Beziehungen.

NBerlin - 22. Apr, 15:48

Ach ich finde es romantisch, aber sehr unrealistisch.
rosenherz - 22. Apr, 18:20

Romantische Momente, gut und schön, hat jedoch als Versprechen wenig mit einer tragfähigen, erfüllenden Partnerbeziehung zu tun. Kein Mensch kann ernsthaft Liebe oder zärtliche Zweisamkeit "für immer" versprechen. Im besten Fall, die Absicht oder den festen Entschluss kundtun, schöne wie auch schwierige Zeiten mit dir durchstehen zu wollen.
rosenherz - 22. Apr, 18:29

Was "unrealsitisch" betrifft, so ahnst du das selber bereits. Wenn du schreibst, dass dich sein "für Immer" weich gemacht hat, dann schiebst du das Verantwortlichsein für deine Gefühle dem anderen zu. Suggerierst, dir gehe es gut oder dir gehe es schlecht, weil sich der andere sich so verhalte oder so auftrete. - Du bist weder ein Opfer deiner Gefühle, noch trägt das Gegenüber die Verantwortung dafür. Gefühle sind Ausdruck des eigenen Denkens und des eigenen Standpunkts gegenüber der Welt. Darauf können wir Beziehung aufbauen.
NBerlin - 22. Apr, 18:30

Ach ich weiß auch nicht ob er das ernst meinte. Bisher gab es fast nur schwierige Zeiten, die schönen Momente sind in der Minderzahl. Keine Ahnung ob es je was wird, es könnte sich auch im Sand verlaufen.
rosenherz - 22. Apr, 18:33

Wie ernst meinst du es, mit dir, und mit ihm?

Wie das auch ausgeht mit ihm, du hast dich in ihn verliebt und damit in eine Seite in dir selbst, die sich in ihm widergespiegelt findet. Am befriedgensten verlaufen solche Verliebtheiten, wenn wir uns das ansehen, was genau das ist, was uns am anderen fasziniert und das dann in uns selbst suchen und entwickeln. Alles andere sind Abhängigkeiten, die zwischen zwei Menschen geschaffen werden.
Verliebtsein heißt, hier gibts was zu lernen. Das kann schön sein oder auch als schmerzhafte Angelegenheit empfunden werden. Verliebtsein ist eine gute Gelegenheit, dich selbst besser kennenzulernen. Wie du tickst, was du denkst und fühlst, wo deine Wunden sind, wo es noch etwas zu heilen gibt, wo deine blinden Flecken sind. Als solches ist Verliebtsein ein kostbares Geschenk, auch wenn der Kontakt möglicherweise nicht in eine dauerhaften Paarbeziehung mit ihm hineinführt.
Eine Begegnung, die nur zehn Minuten dauert, kann uns tiefer und nachhaltiger berührern, als jahrelanges Zusammensein. Es kommt nciht auf die Dauer an. Mnache Menschen verweilen in unserem Leben eine kurze Zeit, manche begleiten unseren Lebensweg Jahre oder Jahrzehnte. Das könne wir nie wissen, wenn wir uns gegenüberstehen.
NBerlin - 22. Apr, 19:14

Oh ich habe durch ihn eine Menge gelernt, allerdings nichts über mich, außer dass ich eine sehr große Hilfsbereitschaft habe. Ich weiß was mich an ihn fasziniert, aber denke ich werde selber nie so gut in den Dingen werden die er kann. Bei Freunden neige ich zur Begleitung durch Jahrzehnte, bei Männer war die längste Zeit dich ich mal ausgehalten habe knapp 4 Jahre. Die Geschichte mit ihm dauert jetzt 8 Monate mit großen Unterbrechungen. Denke bei mir gibt es noch viel zu heilen, aber bei ihm deutlich mehr. Ich würde ihn gern heilen, aber er ist ein Dickkopf, genau wie ich. Vielleicht ist mir das alles auch ganz recht so, denn ich bin mir nicht sicher ob ich bereit bin für eine dauerhafte Beziehung, auch wenn ich denke dass ich es sein sollte.
NBerlin - 22. Apr, 19:33

Ich bin aber Opfer meiner Gefühle und ich denke schon dass der andere dafür mitverantwortlich ist. Dazu gehören immer zwei und es ist immer eine Interaktion.
bonanzaMARGOT - 23. Apr, 07:08

@ rosenherz

ja, mich wundert schon "immer", wie sich paare am traualtar lebenslange liebe versprechen können... auch noch vor zeugen (ach ja, und vor gott).
rosenherz - 23. Apr, 07:58

@ Boma
Sie versprechen nicht lebenslange Liebe. Sie sagen "ja" dazu, in guten wie in schlechten Zeiten einander beizustehen.
bonanzaMARGOT - 23. Apr, 10:01

"... bis der tod euch scheidet". oder wird dieser passus gar nicht (mehr) gesagt?
rosenherz - 23. Apr, 10:13

... keine Ahnung. Ich war schon lange bei keiner Hochzeit. In meinem Alter gibts eher Begräbnisse, zu denen ich eingeladen bin.
bonanzaMARGOT - 23. Apr, 10:30

ich war noch nie bei einer hochzeit aber weiß doch über die medien, dass sich dort lebenslange treue etc. versprochen wird. und darum ging`s hier doch.
rosenherz - 23. Apr, 11:08

Was stößt dir dabei sauer auf? Wie weit sich die Menschen dabei bewusst sind, welcher Verpflichtung sie sich dabei unterwerfen?
Ja, klar, über die Medien wissen .,.. ist gut, ... bei Alkohol weiß man, wie jeglicher Alkoholkonsum zu Entzündungen in der Leber führt und damit Narbengewebe bildet, das die Leberfunktion einschränkt. Trotzdem trinken Menschen Alkohol, zum Teil bis zur Selbstzerstörung.
... Und die Menschen wissen, dass es verboten ist, wegen erhöhter Lawinengefahr abseits der Schipisten zu fahren. Trotzden fahren immer wieder welche in gutem Glauben in solche Gebiete.
widder49 - 23. Apr, 12:27

@ Bonanzamargot: Das ist das Halbwissen, was sich - leider - viele über die Medien verschaffen. Maßgebend ist die standesamtliche Trauung. Und in der wird man durch den Standesbeamten "rechtmäßig verbunden".
Kein Wort von lebenslang und Treue oder sonstwas. Nur als "Eheleute rechtmäßig verbunden".
Alles, was danach stattfindet, passiert, weil die Eheleute das - aus welchen Gründen auch immer - unbedingt wollen. Kirchliche Trauung. Vielleicht noch ein Gelübde.
Der Spruch "Bis zum Tod" ist in evangelischen Kirchen nicht üblich, es sei denn, es wird vom Brautpaar so gewünscht.
Katholisch sieht es etwas anders aus, aber das weiß jeder Katholik, wenn er nicht nur auf dem Papier katholisch ist, von Kindesbeinen an. Das sogenannte "sakrale Eheband" ist zu Lebzeiten nicht löslich. Es kann aber, unter bestimmten Voraussetzungen, anoulliert werden.
Aber, wie schon gesagt: Standesamt ist Pflicht. Kirche ist Kür.
bonanzaMARGOT - 23. Apr, 07:04

entscheidungen muss man manchmal eigenständig treffen, und nicht warten, bis der andere sie einem abnimmt. es ist nicht immer ratsam zu warten, bis es sich quasi von selbst ergibt... jedenfalls aus meiner erfahrung. verletzungen können größer werden.
ich denke, es wird dir leichter fallen, wenn du erstmal wieder mit einem job fest im leben stehst.

NBerlin - 23. Apr, 10:48

Ich denke auch dass es anders wird wenn ich erstmal wieder einen richtigen Job habe, aber bisher habe ich keinen und einfach zuviel Zeit zum Gehirn ficken und Facebook stalken.

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