Quengelig, Zeitfenster, Naiv und Eremit

Guten Morgen. Gestern den Tag gut überlebt, auch wenn ich abends doch etwas quengelig wurde. Das äußerte sich damit dass ich unbedingt nach Hause wollte, verzweifelt den Bus hinterher sah der vor meiner Nase wegfuhr und vor meiner Haustür es dann auf einmal sehr eilig hatte in meine Wohnung zu kommen und endlich Ruhe zu haben. Ich bin zwar wieder belastbar, aber es nicht mehr gewöhnt über 12 Stunden am Tag unterwegs zu sein. Irgendwie habe ich mich in den letzten Jahren an ein langsameres Leben gewöhnt. Da war es einfach seltsam keine 2 Stunden am Tag für mich zu haben. Heute sieht es besser aus, nur 6 Stunden Praktikum und dann Feierabend, mehr will ich heute auch nicht und danach öffnet sich ein fast 20-Stunden-Fenster nur für mich. Heute darf ich am Rechner arbeiten, das entspannt mich sicher. Freue mich trotzdem auf die Arbeit, denn das Team ist wirklich nett und mit den Klienten habe ich auch kein Problem, ich bin nur noch etwas naiv im Umgang mit den Klienten, aber das darf man als Neuling vielleicht auch. Die Party am Samstag ist glaube ich schon für mich gestorben, will meine Ruhe und es ist bisher auch unklar ob ich den Sonntag für mich haben werden. Der Nadine-Eremit hat derzeit mal Urlaub und meckert leise in der Ecke weil ihn niemand beachtet.
rosenherz - 17. Feb, 09:56

Deine Schilderung des Tagesablaufs und dein Empfinden nach solchen Tagen erinnert mich an Wochen, an denen ich arbeitsmäßig 18-20 Stunden unterwegs bin in Spitzenzeiten. Da mag ich dann am Sonntag einfach nur Ruhe genießen, statt mich ins Getümmel zu werfen.
Spannend finde ich zudem, wie sehr ein "nettes Team" dich und deine Freude an der Arbeit zu beeinflussen vermag. Wäre interessant zu erfahren, was die tun oder nicht tun, das du folglich als nett bezeichnest.

NBerlin - 17. Feb, 10:05

Wie bitte 18-20 Stunden? Was für einen Beruf hast du denn? Und wie bleibst du dabei gesund? Sonntag werde ich auf keinen Fall das Haus verlassen, das steht schon mal fest, brauche meine Ruhe. Sie sind alle sehr sympathisch und jederzeit für ein Gespräch bereit. Es wird zusammen gefrühstückt, zusammen Mittag gegessen. Ich werde ernstgenommen und in Beratungsgespräche involviert und zwischendurch mit Fachwissen bombardiert. Es ist eine Sozialberatung und ein Treffpunkt mit Essensausgabe und Kleiderkammer. Die Klienten erfahren Beratung/Hilfe in brennzligen Situationen und/oder einfach die Möglichkeit unter Menschen zu sein und gut und günstig zu essen. Zusätzlich gibt es noch Freizeitangebote und eine Selbsthilfegruppe. Fast alles umsonst, nur für das Essen und neue Kleidung muss ein symbolischer Betrag bezahlt werden.
rosenherz - 17. Feb, 12:28

Ich bin als Selbsttändige tätig. Viel in der Natur unterwegs und gehe mit Tieren um. Und ich habe gelernt, sehr diszilpiniert zu arbeiten. Das alles trägt wesentlich zu meiner Gesundheit bei.
rosenherz - 17. Feb, 12:31

Dein Arbeitsplatz scheint teilweise einen familiären Charakter aufzuweisen, was zu erzählt mit dem gemeinsamen Frühstück und gemeinsamen Mittagessen und der günstigen Versorgung mit Essen und Kleidung. Ähnlich wie daheim bei Eltern. Sie verhalten sich fürsorglich und kümmern sich um die Bedürfnisse der Einzelnen.
NBerlin - 17. Feb, 13:01

Gut wenn die Arbeitsumgebung und das Arbeitssubjekt eigentlich schon Gesundheit erzeugt, dann ist es vielleicht leichter soviel zu arbeiten. Mir wäre ein 18-20 Stunden einfach zu viel, ich bin ja schon bei 16 Stunden am Tag krank geworden.

Ja so ist es, sehr familiär und warm dort, eine große Familie, kein Wunder das einige Klienten den Treffpunkt als Familienersatz nutzen.
rosenherz - 17. Feb, 13:35

Mir sind 18 Stunden in Arbeitspitzenzeiten oder mehr auch zuviel auf Dauer. Doch aus Erfahrung weiß ich schon, Arbeit die vernachlässigt oder unerledigt, zieht später noch (viel) mehr Arbeitsaufwand (nd Kosten) nach sich. Will ich das?
NBerlin - 17. Feb, 13:52

Nein das willst du sicher nicht, aber passe auf dich auf, Schlaf ist auch sehr wichtig.

Nadine in Berlin

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