Mittwoch, 25. Juli 2018

Zwangsfixierung endlich illegal!

Gestern fiel mir ein Stein vom Herzen, es gibt endlich ein Urteil, dass besagt, dass willkürliche Zwangsfixierungen über einen längeren Zeitraum endlich illegal sind. Was für eine Verbesserung in der psychiatrischen Landschaft, auch ein psychisch kranker Mensch hat Menschenrechte! Es kann einfach nicht sein, das wegen Personalmangel irgendwer dauerhaft fixiert wird. Ich habe selber mein Trauma mit Fixierungen, nein ich selber wurde nicht fixiert, das war nicht nötig, denn ich bekam mit, wie jemand anderes fixiert wurde und das machte mir solche Angst, dass ich beschloss brav zu sein, obwohl es in meinen Kopf tickte. Dieser andere war in einem Einzelzimmer Tag und Nacht über Wochen fixiert. Ich hörte nachts und manchmal auch tagsüber seine Hilfeschreie, aber da war niemand der ihn erhörte. Auf der ganzen Station waren nur 2 Pfleger für über 20 Leute, da war einfach keine Zeit für ihn und seine Ausbrüche, also wurde er fixiert. Ich hatte Angst um ihn und vor ihn, denn er neigte in der Tat zu verbalen und körperlichen Aggressionen. Ich hätte ihn gern befreit, aber gleichzeitig hatte ich Angst was er dann mit mir anstellen würde. Wie ich später herausfand, hatte er fast die gleiche Diagnose wie ich, nur seine Krankheit war noch viel ausgeprägter. Ihm ging es irgendwann besser und er durfte wieder frei herumlaufen, aber ich hatte weiterhin Respekt vor ihm. Jahre später erfuhr ich von seinem Tod, wahrscheinlich eine Medikamentenüberdosis. Das neue Urteil kommt für ihn leider viel zu spät. :-(

Zuckerreserven, Geschreibe, Er, schlaflos und Supervision

Langsam werden die Zuckerreserven eng in meinem Haushalt: kein Fruchtjoghurt mehr, keine Schokolade, keine Gummibären, keine Kekse, keine Süßgetränke, keine Fertiggerichte, nur ein fast leeres Glas Nutella wartet noch auf mich. Seltsam diese Abende ohne künstlichen Zucker, gestern gegen Mitternacht doch tatsächlich eine Banane gegessen. Hätte nicht gedacht, dass wenn ich fast 2 Wochen keinen Zucker kaufe, der Vorrat trotzdem noch solange reicht. Gestern viel mit dem Amerikaner geschrieben, so richtig verstanden, dass ich nicht seine Braut werde, hat er nicht. Parallel zu diesem Geschreibe, schrieb er mich nach Wochen an. Erst war ich erfreut, dass er sich mal von sich aus meldet, aber dann war schnell klar, dass er mich nur dazu brauchte, um einen in deutsch geschriebenen Brief Korrektur zu lesen. Um eins ins Bett, aber nicht schlafen können, es war zu warm und meine Gedanken spielten Pingpong. Die Arbeit gestern war ok, nur eine Telefonberatung für eine Kollegin, für mich Recherche. Heute früh müde, keine 8 Stunden Schlaf und heute sogar 27 Grad im schattigen Wohnzimmer. Auf der Arbeit gibt es heute Supervision, mal sehen wie es wird. Aktuell wünsche ich mir nur Regen und mein Gehalt und das ich das mit dem Zucker durchziehe.

Nadine in Berlin

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