Freitag, 8. Juni 2018

53,10 Euro Macht

Was habe ich mir da nur eingehandelt? Da ich einen gigantischen Anspruch von 53,10 Euro an Arbeitslosengeld habe, musste ich jetzt meine Arbeitsvermittlerin wechseln. Jetzt ist nicht mehr das Jobcenter, sondern das Arbeitsamt zuständig. Während die Dame beim Jobcenter Verständnis für meine Erkrankung und meinen damit verbundenen Werdegang hatte und zu mir meinte, ich solle die Rückkehr in die Arbeitswelt langsam gestalten, durfte ich heute eine unwissende, nicht verständnisvolle Furie kennenlernen, die wohl nur auf ihre Arbeitslosenstatistik fixiert ist. Ich habe ihr von meiner Anstellung/Ausbildung erzählt und welche Zukunftsperspektiven sich daraus ergeben könnten, ich habe ihr von der Option beim alten Arbeitgeber erzählt und versichert, dass ich gern ohne öffentliche Mittel leben möchte, doch das braucht Zeit, ich denke es könnte noch bis zu 6 Monate dauern bis ich das allein auf die Reihe kriege. Das reichte ihr alles nicht, sie erklärte mir, dass mein Nebenverdienst keine Priorität hätte und das ihr ein Praktikum zum Erlangen einer neuen Tätigkeit zu vage wäre. Sie wollte mich unbedingt einordnen in ein Berufsbild, doch das ist derzeit nicht möglich. Sie hat mir 4 Wochen gegeben, um wieder eine sozialversicherungspflichtige Tätigkeit zu finden. Unmöglich, denn Gelder bei meinem neuen Arbeitgeber werden nicht so schnell beantragt und ein Praktikum wird wohl auch länger dauern. Sie wollte mir dann eine Umschulung zur Altenpflegerin aufdrücken, doch Altenpflegerin werde ich nie und nicht nur wegen meiner angeknacksten Seele und meinen kaputten Rücken. Worum ging es bei diesem Gespräch? Um ihre Statistik? Um das Niedertrampeln aller selbst erschaffenen Perspektiven? Weil es ihr nicht schnell genug geht? Es ist auch finanziell unsinnig, denn mich in eine tausende Euro teure Schulung zu schicken, die ich nicht will, ist deutlich teurer als mir 6 Monate (318, 60 Euro) zu geben und mich dann los zu sein. Warum glaubt mir diese Frau nicht? Ist ihr einziges Ziel mich so schnell es geht aus ihrer Arbeitslosenstatistik zu kriegen, auch wenn ich da warscheinlich dann schnell wieder lande? Ich erspare mir jetzt die ganze Beschimpfungen die ich gerade für diese Frau habe, sie versteht nichts und will mit Gewalt alles niederwalzen was ich mir nach der Krankheit aufgebaut habe. Auch ist es fraglich ob ich als Altenpflegerin mit nur 25 Stunden die Woche genug Geld verdiene um vom Amt weg zu kommen, ich denke nicht, während in meinen jetzigen Job 25 Stunden reichen würden. Was habe ich mir da bloss eingebrockt, eine Frau die für 53,10 Euro im Monat ihre Macht ausübt.

Arbeitsamtstermin, Filmvorführung, Strom und Bewerbungsunterlagen

Was habe ich mir nur gedacht zu sagen, dass 11 auch ok ist. Alles wäre viel entspannter, wenn mein Arbeitsamtstermin erst um 13 Uhr wäre. Aber was soll man sagen, wenn die Arbeitsvermittlerin einen darum bittet? So habe ich jetzt Hektik am Morgen und weil es zeitlich jetzt passt auch Arbeit am Nachmittag. Gestern nicht viel gemacht, ausgiebiges aufstehen, dann eine kleine Hunderunde in Kreuzberg und Mitte und dann auf nach Charlottenburg zu einer Filmvorführung. Der Film war ganz interessant, aber zu lange, vielleicht lag es auch am unbequemen Stuhl, das ich die 2 Stunden dort kaum ausgehalten habe. War dann gegen 22 Uhr wieder zu Hause und konnte dann nicht schlafen. Heute ist es wieder wärmer, es grüßen 25 Grad im Schatten. Ich bin gespannt und gleichzeitig etwas ehrfürchtig vor meiner Stromabrechnung, bisher keine Post bekommen, aber die kommt bestimmt noch. Jetzt heißt es Bewerbungsunterlagen ausdrucken, als ob die im Arbeitsamt einen Job für mich hätten. Aber Aufforderung ist Aufforderung. Auf in den Tag.

Nadine in Berlin

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