Montag, 23. April 2018

Irrational

Kalt, ich bin kalt. Ich war immer Feuer, Feuer und Flamme, bis ich mich verbrannte und zu einem Eisklotz wurde. Jahrelang keine Gefühle, alles stumpf, regungslos. Egal was passierte, Tod oder Musik, nichts, ich war tot, so tot wie ich vorher sein wollte. Doch dann kam er und brauchte mich und ich erblühte wieder, es wurde wärmer am Nordpol. Vielleicht hat er mich ausgenutzt, aber auch ich hatte meinen Nutzen. Ich fühlte wieder, irgendwann war es Liebe, eine unerwiderte Liebe und die Tränen flossen, flossen wie Bäche aus dem Eisberg. Ich tat alles für ihn, alles was ich konnte, auch über meine Kräfte hinaus. Er war mein undankbarer Schatz. Ich hielt ihn fest an mich gedrückt, viel zu lange, keiner verstand es. Ich weiß er liebt mich nicht, er will mich nicht, aber ich wollte leben, ich wollte fühlen, auch wenn es nur traurig ist. Jetzt ist es vorbei, er verlässt Deutschland und es tut mir so weh, auch wenn es keine Zukunft gab, ich lebte für den Moment für das Gefühl. Wir haben den Kampf verloren gegen die deutsche Bürokratie und das System, er hat aufgegeben und ich kann nichts daran ändern. Freunde sagen es ist besser für mich, dass ich besseres verdient habe, aber niemand sonst brachte mich zum Fühlen. Keine Ahnung was die Zukunft bringt, mein Herz ist immer noch in einem Eisblock, die Hoffnung nur verhalten. Ja er ist ein Verlierer, ja er ist ein Arschloch, er spricht noch nicht mal meine Sprache, aber ich liebe dieses Arschloch, auch wenn es total irrational ist.


Unentspannte Ansprüche

Was für ein Sonntag, was für ein Morgen. Gestern wie erwartet den ganzen Tag mit der Familie verbracht, war eigentlich ok, wäre da nicht der verlorene Tag, denn ich habe dieses WE weder geputzt noch gekocht. Eigentlich Tätigkeiten, die ich brauche, um entspannt in die neue Woche zu starten. Also beschlossen heute erstmal beim Arbeitsamt anzurufen und nicht vorbeizugehen. Ich muss die ganze Woche durchhalten und wollte den Montag nicht schon total hektisch ohne Schlaf beginnen. Die gute oder eher schlechte Nachricht ist, dass ich wohl Anspruch auf Arbeitslosengeld habe, also muss ich da hin, um zu beantragen, was meine Situation aber noch komplizierter macht, denn dann würde ich 200-300 Euro vom Arbeitsamt bekommen, 200-300 Euro vom Jobcenter und vom Rest meines angerechneten Gehalts leben. Wunderbar!^^ Es lebe die deutsch Bürokratie! Wie einfach und entspannt wäre mein Leben doch mit dem Grundeinkommen, ich brauche nicht viel Geld zum leben, aber mich wegen Bezügen unterhalb der Armutsgrenze so zu schikanieren ist schon eine heftige Nummer. Man hat ja sonst nichts zu tun, das ist alles Zeit und Kraft, die ich für die Arbeitssuche oder für meine weitere Gesundung gut gebrauchen könnte. Aber es ist, wie es ist und ich muss da durch, ich freue mich schon.^^

Nadine in Berlin

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