Donnerstag, 28. September 2017

Probearbeiten, Dreck, Hühnersuppe und warten

Viel geheult, zu wenig geschlafen. Die neuen Taschentücher von gestern brauche ich. Muss noch das Probearbeiten absagen, ich hoffe sie warten eine weitere Woche auf mich. Je länger ich in meiner Wohnung verbringe, umso dreckiger kommt sie mir vor. Vorher nie gesehen dass die Heizungsrohre staubig sind und das die Tür zum Wohnzimmer Kaffeeflecken hat. Heute werde ich nicht nach Kreuzberg fahren und mit dem Hund gehen, gestern hat alleine das 15 minütige Staubsaugen Schweißausbrüche verursacht. Ich hätte gern Antibiotika, aber meine Ärztin gab mir nur Grippemittel und eine lange Krankschreibung. Ich in frei, doch was mache ich mit meiner Freiheit? Auch ich halte Liebschaften hin, mehr als einen, aber ich bin nicht wirklich interessiert. Aber wahrscheinlich wäre es gut sich zu treffen, frei nach dem Motto: "Fuck the pain away". Heute gar nichts los und auch kein Anlass das Haus zu verlassen. Post ist weg, Lebensmittel im Haus, heute wird frische Hühnersuppe gekocht. Nicht denken, nicht fühlen, alles geht vorbei, man muss nur lange genug warten.

Nicht die Mama

Ich bin eine Kämpferin das war ich immer. Aufgeben war noch nie eine Option für mich. Doch mein Verstand arbeitet auch und signalisiert mir wenn es Sinn macht aufzugeben. Es ist Zeit aufzugeben, das weiß ich. Ich sollte den Kontakt abbrechen. Er tut mir nicht gut. Das weiß ich doch der Dickkopf weigert sich. Er kann jüngere haben, er kann schlankere haben. Er will mich nicht, er liebt mich nicht, das weiß ich. Das Spiel ist verloren das weiß ich. Auch ich schaue mich um, denn ich weiß er bringt mir kein Glück und keine Zufriedenheit. Trotzdem verletzt es zu wissen dass er andere Dates hat. Ihn zu verlieren ist das eine, ihn an eine 15 Jahre jüngere und schlankere zu verlieren das andere. Vielleicht doch nur mein Stolz? Ich habe gekämpft für ihn wie eine Löwin. Ich habe verzichtet auf vieles was mir sonst sehr wichtig ist. Bin über meine Grenzen gegangen, habe mich verletzen lassen, habe bezahlt obwohl ich kein Geld habe. Ausgenutzt. Ja ausgenutzt wurde ich. Jetzt geht es ihm gut, das ist wohl mein einziger Sieg. Doch geht es ihm gut braucht er mich nicht. Selbst abgeschafft habe ich mich. Das habe ich doch nicht nötig, so was hatte ich noch nie in meinen Leben nötig. Ich bin eine stolze Frau, viele sagen auch hübsch und intelligent. Wie kann man nur so dumm sein? Wieso tut er für andere Dinge die er nie für mich gemacht hat? Bin ich das nicht wert? Bin ich die alte, nützliche Mama? Wenn ja, dann habe ich mich selber dazu gemacht. Wie konnte ich nur? Tränen, wieder Tränen, es sind soviel geworden. Erst waren sie mir ein Beweis dafür dass ich lebe und fühle, das konnte ich lange nicht. Nein ich bin nicht nur alt und dick, ich bin auch eine kranke Frau. Das weiß er bis heute nicht, denn ich hatte immer Angst vor seiner Reaktion. Es gibt bessere als mich und er kann viele haben. Aufgeben, gib endlich auf. Lasse ihn endlich los, er kann jetzt alleine laufen, nur ich brauche jetzt einen Rollstuhl. Ich fühle mich so alt, so aufgebraucht und unbefriedigt, durch ihn, so was habe ich bisher nie empfunden. Er wird mich nicht lieben, er kann mich nicht lieben. Vielleicht ist auch er krank, die Expertin sagt Depressionen. Was will ich mit einem Mann der nicht lieben kann? Was mache ich wenn er doch lieben kann, aber halt nicht mich? Ich habe Liebe verdient, das weiß ich, auch ohne meine Freunde und Familie, die mir das sagen würden. Er ist zu jung, zu jung für mich, das wusste ich schon am Anfang. Ich lösche ihn, lösche ihn aus meinen Leben, denn ich bin nicht seine Mama.

Nadine in Berlin

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