Freitag, 26. Mai 2017

Leben und Tod

Leben und Tod sind sehr nah beieinander. Gestern noch zusammen gelacht, heute tot. Ich habe dem Tod oft ins Auge gesehen, mich oft nach ihm gesehnt, aber dass Leben war immer stärker. Anderen erging es nicht so gut. Krebs, Aids oder andere Krankheiten nahmen ihnen das Leben.

Ich habe viele Menschen sterben sehen, viel verloren und von der Trauer verfolgt worden. Doch ich lebe und jeder weitere Tod macht mir weniger Angst vor dem, was da irgendwann auch auf mich zu kommt. Der Tod gehört zum Leben, zwangsläufig. Bin ich kalt geworden? Ich denke noch oft an die Toten, sie sind bei mir, doch ich besuche selten Gräber.

Ich denke, solange sich Lebende an die Toten erinnern sind sich nicht ganz verschwunden. Sie sind Teil der Lebenden, Teil ihrer Geschichte, Teil ihrer Erinnerung. Der Tod lauert überall, nimmt gnadenlos zu sich was andere vermissen werden. Ich dachte ich hätte, jenseits meiner wiederkehrenden Selbstmordgedanken, ein langes Leben vor mir. Doch sehe ich meine Oma und Mutter bin ich mir da nicht mehr so sicher.

Ist älter werden wirklich eine Ehre? Oder eher eine Bürde? Die Vorstellung im Himmel alle verlorenen Menschen wieder zu sehen ist frohlockend, aber ist das vielleicht nur ein Trick damit man sich auf etwas nach dem Tod freuen kann? Loslassen kann vom Leben? Aber wer hat Beweise für die Existenz des Himmels? Ich glaube wir haben nur ein Leben und nur einen Tod.


Alternativ auch "Der Tod hat sich verliebt".

Alptraumarbeitsamt, Kassenangst, Lohnabrechnung und Papierkrieg

Da verfolgen mich die Sorgen mit dem Arbeitsamt sogar in meine Träume. Träumte, dass ich im Arbeitsamt rum rannte und meinen Berater verfolgt habe, um mit ihm zu sprechen. Irgendwann fand ich ihn dann auf einer Treppe sitzend und bat ihm zum Gespräch. Er hatte mir zugesagt das bald Geld kommt, aber es kam kein Geld. Also textete ich ihn zu meinen Arbeitsbemühungen zu und heulte wegen der Dringlichkeit Geld zu haben, um meine Arbeitsbemühungen/mein Leben aufrecht zu erhalten. Er tat wieder aufgeschlossen, aber das hatte er beim letzten Mal auch gemacht.

Irgendwie liefen auf meinen Alptraumarbeitsamt Klienten von der tatsächlichen Arbeit rum, auch Arbeitslose. Aufgewacht und sehr erleichtert gewesen, ich habe Arbeit, ich habe einen aktuellen Bescheid vom Jobcenter und eine sehr nette Bearbeiterin und nicht so einen seltsamen Mann als meinen Seelenretter vom Amt.

Heute Arbeit, ich bin gespannt auf das Feedback wegen Mittwoch, was hoffentlich nicht ein ganz zu langes Fehlerprotokoll wird. Heute wieder ein paar Stunden allein mit den Klienten, das macht mir nichts aus, denn die machen eigentlich alle ihre Arbeit und sind friedlich. Hauptsache ich bleibe abends mit der Kasse nicht allein. Hoffe ich kriege meine Kassenangst noch in den Griff. Im anderen Laden habe ich doch auch keine Angst vor der Kasse. Bin gespannt wie viel Geld am 31. auf meinem Konto landet, meine erste Lohnabrechnung nach Jahren. Hoffentlich träume ich heute nicht wieder so einen Mist, mir reicht die Realität, Papierkrieg ist halt nicht witzig.

Die Vögel singen ein Lied, noch genug Zeit um zu frühstücken, obwohl die letzten Tage gab es auch auf Arbeit Nahrung: Nudeln, Kuchen und Eis, für das leibliche Wohl ist also gesorgt. Auf in den Tag.

Nadine in Berlin

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