Donnerstag, 27. Oktober 2016

Echt und nackt

Ich bin wieder echt. Echt da, das macht mir Angst. Ich fühle mich nackt. Die Tränen steigen mir wieder in die Augen, aber sie rollen noch nicht. Irgendwie will ich zurück in meine Medikationshaft, da war es so sicher, langweilig, ja aber nichts konnte mir was anhaben, denn nichts erreichte mich. Das ist jetzt wieder anders, ich blühe wieder auf, ich sehe wieder besser aus, wie mir gesagt wurde und die Menschen gehen nicht mehr auf Abstand wenn sie mich sehen, oder war ich es die Abstand gehalten hat? So werde ich jetzt wieder angesprochen wenn ich mit dem Hund gehe oder an der Bushaltestelle sitze, ja auch im Bus bleibt der Sitze neben mir nicht mehr frei, es setzt sich ständig irgendwer neben mich. Die Sache mit dem Sitzplatz ist jedoch eine Sache die hätte so bleiben können. Aber so ist es halt wenn man wieder da ist, die anderen Menschen suchen die Nähe. Habe noch Angst vor meiner Gefühlswelt, nicht vor den Menschen, das freut mich dass ich wieder Teil der Gesellschaft bin. Auch ist es schön dass wieder was mit Männern geht, denn ich war sehr einsam die letzten Jahre und verdammt keuch. Das alles scheint jetzt beendet, so ist es halt wenn man wieder echt ist, man ist nackt.

Warten in Rosa

Warte auf ein Paket von Brandnooz, ein gekühltes Paket, das ich leider nicht auf Samstag verschieben konnte, weil es dann nicht mehr gekühlt ist. Doch DHL kommt in meiner Gegend immer später, hoffe es wird nicht später als 16 Uhr, denn eigentlich wollte ich noch mit dem Hund gehen. Ansonsten ist meine Wohnung und speziell mein Schlafzimmer männerfreie Zone, gut zu erkennen an der rosa Bettwäsche die ich nie beziehen würde wenn ich einen Mann erwarte. Aber ich finde rosa schön, auch wenn es unsexy ist, aber da ich meinen Profil auf der Plattform gelöscht habe und der verbleibende Mann Schlafzimmerverbot hat genieße ich mal mein Rosa. Habe mittlerweile gefrühstückt, alle meine E-Mails beantwortet, geduscht und mir die Zähne geputzt und die Waschmaschine rödelt. Warten.

Friede mit der Vergangenheit

Gestern bereits gegen 21:30 müde gewesen und dann doch noch bis knapp vor 23 Uhr durchgehalten, dann gingen aber die Lichter aus und nach 9 Stunden Schlaf mit seltsamen Träumen sieht die Welt schon anders aus. Man darf nicht in der Vergangenheit leben, die Vergangenheit ist vorbei. Es ist viel passiert, besonders in meinem Leben. Ziemlich viele Tiefschläge und ich würde schon sagen dass die ersten 18 Jahre meine Mutter dafür mitverantwortlich war.

Danach zog ich aus und baute alleine scheiße. Drogen, Männer, Rechtsverstöße, aber ich kam nie vor Gericht oder in die Klapse. Das ging gut für weitere 18 Jahre, dann kam die Klapse, aber ich verbrachte keine 3 Monate in ihr, denn ich war dort ein braves Mädchen und konnte gut schauspielern. Denn Klapse ist wie Knast, die größte Bestrafung für ein freiheitsliebendes, wildes Ding wie mich. Die Jahre danach wusste man mich weiter einzusperren, durch Medikamente, eingesperrt im eigenen Körper und Geist. Doch jetzt bin ich wieder frei, nur noch ein Fuß hängt an den Medikamenten und ich habe wieder angefangen zu tanzen, zu vögeln, zu singen und zu leben.

Hoffentlich werden die nächsten 18 Jahre besser. Ich bin vernünftiger geworden, keine Drogen mehr, keine Rechtsverstöße und habe auch endlich ein Heim gefunden wo ich wohl ein paar Jahre bleiben werde. Ich bin in die Friedensverhandlungen eingetreten, Friede zwischen mir und meiner Vergangenheit.

Nadine in Berlin

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