Er ist tot
Er ist tot. Gestern gegen 20 Uhr muss es passiert sein. Ich war doch nur kurz baden. Ich konnte nicht mehr, er hatte mir gesagt es gäbe nichts mehr zu reden und dass er ausziehen würde. Weg gehen solle ich und schloss die Tür hinter sich.
3 Tage und 3 Nächte ging das jetzt mit ihm. Er hat mindestens 33 Mal bei mir geklingelt. Doch sein Film hörte nicht auf. Freitagnacht konnte ich nicht mehr und habe ihn gebeten in die Pyschiatrie zu gehen. Er hielt es für eine gute Idee, wollte aber nicht anrufen oder anrufen lassen.
Er hat sich zum Schluss nochmal gewaschen und rasiert und frische Klamotten angezogen. Er hat mir den See vor seinem Fenster gezeigt und meinte ob es nicht toll wäre dort einfach rein zuspringen. Ich sagte ihm, dass es nur eine Pfütze an der Baustelle sei. Er wusste das.
Er sprach davon, dass ich eine Vollmacht bekommen sollte. Für seine Wohnung, seine Sachen. Falls er in den Knast geht, oder. Oder gab es für mich nicht, er hat nachdem er mich aus seiner Wohnung geworfen hat noch mal an meine Tür geklopft, mir wortlos mein Handy zurück gegeben.
Ich lag in der Wanne, als ich laute Schreie hörte, ich stand im Bademantel auf meinem Balkon als ich sah, dass er blutverschmiert mit dem Rücken auf der Straße lag. Sanitäter machten Wiederbelebungsversuche. Ich zog irgendwas an, wollte zu ihm rennen, denen da draußen sagen wer er ist. Vor meiner Wohnungstür standen sehr viele Polizisten.
Der ist tot sagten mir ein blonder Mann trocken. Tot. Ob ich ihn kannte und wann ich ihn das letzte Mal gesehen hätte. Vor einer Stunde, gestern Nacht hatte ich ihn noch umarmt, als ich ihm sagte, dass ich jetzt schlafen müsste. Es waren sehr viele Polizisten hier, die Kinder und Gaffer auf der Straße schrien nur: „Ist er tot, ist er tot?“
Er lag da, sein Kopf blutig. Ich kannte ihn 4 Jahre. Die letzten Jahre nur aus dem Hausflur. Ich hatte nicht geahnt was mit ihm passiert war. Hatte gehofft, dass er nur einen schlechten Drogenfilm hatte und meine Nähe gesucht hat. Er wird bald wieder normal, die Sachen mit den Schulden lassen sich regeln, die Sache mit der Paranoia lassen sich regeln. Ich muss ihn nur beruhigen und ihm sagen das da keine Stimmen sind.
Morgen kommt die Polizei zu mir sagte er mir zuvor. Wenn die kommen, dann musst du die Tür für mich aufmachen, sagte er. Er hatte die Tür gestern aufgelassen, den ganzen Tag. Ich sollte auf seine Tür aufpassen, während er kurz weg war. Irgendwann musste ich kurz weg, ich traf ihn panisch im Selbstgespräch vor seiner Tür vor als ich wieder kehrte.
Da wäre Jemand in seiner Wohnung und er müsste darauf warten bis die Person wieder raus kommt. Da ist Niemand Stefan, sagte ich. Er lächelte und meinte er würde gerade wieder einen Film schieben und er würde mir später darüber erzählen. Ich schaute ihn traurig an und meinte ich bin jetzt wieder da, nur zu deiner Info und berührte ihn nochmal am Arm.
Als ich in der Wanne lag, hat es nochmal geklopft, aber nicht mehr geklingelt. Ich dachte, dass er es war, aber er hatte gesagt es gäbe nichts mehr zu bereden. Ich war müde und ein wenig sauer auf ihn, dachte ich schaue nach dem Bad nochmal nach ihm. Doch in dieser Zeit hat er beschlossen in den See zu springen. Freundinnen kamen zu mir, ich heulte, und heulte und heule immer noch.
Sein Blut klebt noch am Bürgersteig vor unserem Haus.
Er ist tot, er wird nie wieder klingeln, wir werden nie wieder Tee trinken. Mein Netzwerkkabel, das zu ihm führte liegt wieder in meiner Wohnung. Ich brauche das Internet nicht mehr für ihn anlassen. Ich brauche nicht mehr lauschen ob er da ist. Er ist weg. Er kommt nicht wieder. Haftbefehl, SEK, Schulden, Drogen und niemand der ihn liebt. Ich konnte ihm nicht geben was er brauchte, ich konnte es nicht verhindern. Das ist nicht fair. Warum war er gerade die letzten drei Tage bei mir? Er war doch erst 36 Jahre alt. Ich bin zum Glück nicht allein, aber ich habe Angst auf dem Hausflur zu gehen oder auf die Straße wo er lag.
Nein er war nicht mein Freund, er wollte nicht mein Freund werden. Er wollte nur ab und zu bei mir sein. Er sagte er hätte Niemanden mehr außer mir. Er sagte er hätte zu viel Liquid Ecstasy erwischt und wollte nur gemütlich zu Hause runter kommen, als er am Mittwoch hier her kam. Aber da war die Polizei in seiner Wohnung. Sie haben ihn zu Boden gedrückt und ihm seine Notfallmedikamente weg genommen wie er sagte.
Er traue sich nicht mehr in seine Wohnung, sie hätten alles angefasst und da seien die Stimmen. Er konnte nicht bei mir schlafen, er hatte seit Mittwoch nicht geschlafen. Ich musste aber schlafen und tat es irgendwie doch nicht. Jetzt ist er weg und ich kann nicht mehr schlafen. Die Bilder verfolgen mich. Warum habe ich nicht verstanden was er vor hat. Warum nicht? Warum habe ich nicht vorgestern Nacht den Notruf gerufen?
Warum?
3 Tage und 3 Nächte ging das jetzt mit ihm. Er hat mindestens 33 Mal bei mir geklingelt. Doch sein Film hörte nicht auf. Freitagnacht konnte ich nicht mehr und habe ihn gebeten in die Pyschiatrie zu gehen. Er hielt es für eine gute Idee, wollte aber nicht anrufen oder anrufen lassen.
Er hat sich zum Schluss nochmal gewaschen und rasiert und frische Klamotten angezogen. Er hat mir den See vor seinem Fenster gezeigt und meinte ob es nicht toll wäre dort einfach rein zuspringen. Ich sagte ihm, dass es nur eine Pfütze an der Baustelle sei. Er wusste das.
Er sprach davon, dass ich eine Vollmacht bekommen sollte. Für seine Wohnung, seine Sachen. Falls er in den Knast geht, oder. Oder gab es für mich nicht, er hat nachdem er mich aus seiner Wohnung geworfen hat noch mal an meine Tür geklopft, mir wortlos mein Handy zurück gegeben.
Ich lag in der Wanne, als ich laute Schreie hörte, ich stand im Bademantel auf meinem Balkon als ich sah, dass er blutverschmiert mit dem Rücken auf der Straße lag. Sanitäter machten Wiederbelebungsversuche. Ich zog irgendwas an, wollte zu ihm rennen, denen da draußen sagen wer er ist. Vor meiner Wohnungstür standen sehr viele Polizisten.
Der ist tot sagten mir ein blonder Mann trocken. Tot. Ob ich ihn kannte und wann ich ihn das letzte Mal gesehen hätte. Vor einer Stunde, gestern Nacht hatte ich ihn noch umarmt, als ich ihm sagte, dass ich jetzt schlafen müsste. Es waren sehr viele Polizisten hier, die Kinder und Gaffer auf der Straße schrien nur: „Ist er tot, ist er tot?“
Er lag da, sein Kopf blutig. Ich kannte ihn 4 Jahre. Die letzten Jahre nur aus dem Hausflur. Ich hatte nicht geahnt was mit ihm passiert war. Hatte gehofft, dass er nur einen schlechten Drogenfilm hatte und meine Nähe gesucht hat. Er wird bald wieder normal, die Sachen mit den Schulden lassen sich regeln, die Sache mit der Paranoia lassen sich regeln. Ich muss ihn nur beruhigen und ihm sagen das da keine Stimmen sind.
Morgen kommt die Polizei zu mir sagte er mir zuvor. Wenn die kommen, dann musst du die Tür für mich aufmachen, sagte er. Er hatte die Tür gestern aufgelassen, den ganzen Tag. Ich sollte auf seine Tür aufpassen, während er kurz weg war. Irgendwann musste ich kurz weg, ich traf ihn panisch im Selbstgespräch vor seiner Tür vor als ich wieder kehrte.
Da wäre Jemand in seiner Wohnung und er müsste darauf warten bis die Person wieder raus kommt. Da ist Niemand Stefan, sagte ich. Er lächelte und meinte er würde gerade wieder einen Film schieben und er würde mir später darüber erzählen. Ich schaute ihn traurig an und meinte ich bin jetzt wieder da, nur zu deiner Info und berührte ihn nochmal am Arm.
Als ich in der Wanne lag, hat es nochmal geklopft, aber nicht mehr geklingelt. Ich dachte, dass er es war, aber er hatte gesagt es gäbe nichts mehr zu bereden. Ich war müde und ein wenig sauer auf ihn, dachte ich schaue nach dem Bad nochmal nach ihm. Doch in dieser Zeit hat er beschlossen in den See zu springen. Freundinnen kamen zu mir, ich heulte, und heulte und heule immer noch.
Sein Blut klebt noch am Bürgersteig vor unserem Haus.
Er ist tot, er wird nie wieder klingeln, wir werden nie wieder Tee trinken. Mein Netzwerkkabel, das zu ihm führte liegt wieder in meiner Wohnung. Ich brauche das Internet nicht mehr für ihn anlassen. Ich brauche nicht mehr lauschen ob er da ist. Er ist weg. Er kommt nicht wieder. Haftbefehl, SEK, Schulden, Drogen und niemand der ihn liebt. Ich konnte ihm nicht geben was er brauchte, ich konnte es nicht verhindern. Das ist nicht fair. Warum war er gerade die letzten drei Tage bei mir? Er war doch erst 36 Jahre alt. Ich bin zum Glück nicht allein, aber ich habe Angst auf dem Hausflur zu gehen oder auf die Straße wo er lag.
Nein er war nicht mein Freund, er wollte nicht mein Freund werden. Er wollte nur ab und zu bei mir sein. Er sagte er hätte Niemanden mehr außer mir. Er sagte er hätte zu viel Liquid Ecstasy erwischt und wollte nur gemütlich zu Hause runter kommen, als er am Mittwoch hier her kam. Aber da war die Polizei in seiner Wohnung. Sie haben ihn zu Boden gedrückt und ihm seine Notfallmedikamente weg genommen wie er sagte.
Er traue sich nicht mehr in seine Wohnung, sie hätten alles angefasst und da seien die Stimmen. Er konnte nicht bei mir schlafen, er hatte seit Mittwoch nicht geschlafen. Ich musste aber schlafen und tat es irgendwie doch nicht. Jetzt ist er weg und ich kann nicht mehr schlafen. Die Bilder verfolgen mich. Warum habe ich nicht verstanden was er vor hat. Warum nicht? Warum habe ich nicht vorgestern Nacht den Notruf gerufen?
Warum?
NBerlin - 12. Jul, 10:42

