Stein
Ich bin dagegen. Dagegen das schon Winter wird. Dagegen das es gerade um 16:45 dunkel wird, dagegen dass diese Welt so verdammt ungerecht ist. Dagegen dass ich das nicht ändern kann, auch wenn ich es versuche. Dagegen das ich zuschauen muss, dagegen mir möglichst nichts anmerken zu lassen. Der Wind bläst Blätter wie Menschen durch die Welt, der Winter lässt sie sterben. Ich friere nicht, ich bin erstarrt. Ein Stein in der Welt den der Regen ohrfeigt. Ich bleibe hier, warum weiß ich nicht, einfach so weil ich nichts Bessers vor habe. Regungslos, feucht vom Regen, warte ich auf den Frühling der mir einen Schmetterling bringt der mich wieder wach küsst.
NBerlin - 21. Okt, 16:53

