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Mittwoch, 13. August 2008

Die Pille als Glücksverhinderer

Ich sag es ja schon lange, Frauen sollten nicht die Pille nehmen. Nicht weil sie seit fast 50 Jahren ungefiltert Östrogene ins Grundwasser pinkeln und damit Fischpopulationen zum Aussterben bringen, auch nicht weil unser Land dringend Nachwuchs braucht, sondern für das persönliche Glück. Damit meine ich nicht die Nebenwirkungen der Pille, wie Gewichtszunahme und geminderter Sexualtrieb, die mich persönlich nicht so glücklich gestimmt haben, sondern etwas anderes, verstörte Pheromon Wahrnehmung. Männer können nicht mehr erriechen ob Frau fruchtbar ist. Eine Solo Frau beraubt sich damit also selbst, um die 1-2 Tage im Monat, an denen sie unwiderstehlich erscheint. Doch wie ich heute lesen durfte funktioniert das auch andersrum. Frauen wählen unter dem Einfluss der Pille den falschen Partner und können ihn ohne Pille dann nicht mehr leiden. Tja das passiert halt, wenn der Mensch sich zum Versuchskarnickel der eigenen Chemiebranche macht.

Mit dem Sofa am Kanal

Ich fuhr, mit dem Rad, am Kanal entlang. Dem Landwehrkanal. Wie immer auf dem kleinen Weg aus Matsch und Müll, der wohl einen Fußgängerweg darstellen soll. Das Kopfsteinpflaster, der Straße daneben, wurde einst erprobt und als Hindernisspakur als zu schmerzhaft für die Fortbewegung abgelehnt. Also heißt es aufpassen wenn ich diesen Weg befahre, Spaziergänger, Hundeläufer, Jogger oder viel häufiger betrunkene KanalabhängerInen könnten meinen Weg kreuzen oder behindern. Neulich fuhr ich da wieder lang und von Weiten sah ich schon eine Gruppe von Menschen die sich auf dem Weg aufhielten. Sie saßen, was mich sehr erstaunte, hatten die ne neue Bank neben die Brücke gestellt? Ich drosselte das Tempo und fuhr im Schritttempo auf die Gruppe zu, drei Köpfe ragten in Sitzhöhe aus einem Busch. Als ich an ihnen vorbei kam, sah ich ihre Sitzgelegenheit. Ein ausgedientes, braunes Ledersofa mit zugehörigen Sessel war am Kanal entsorgt worden. Den Sessel wollte keiner, aber das Sofa wurde von drei gut gekleideten Damen als Naherholungsziel dankbar in Beschlag genommen. Ich sehe schon die Schlagzeile im neuen Billigdiscounter Ferienkatalog: "Erleben Sie Berlin aus der Sicht eines echten Hartz-IV Empfängers, in Wassernähe, mit echten Hundekot und einer steifen Brise Alkohol in der Luft. Treffen Sie echte Berliner Originale in ihrer natürlichen Umgebung. Zur Kontaktaufnahme bringen Sie bitte Bier mit, Treffpunkt: Sofa am Kanal."

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