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Sonntag, 29. Juni 2008

Einzigartiger Pyjama Text

Pyjama Sonntag. Eigentlich hatte ich was vor, eigentlich wollte ich unter Menschen gehen, aber ich wurde versetzt. Egal, nicht das erste Mal diese Woche und ein guter Anlass das zu machen, was ich eigentlich wirklich machen sollte - arbeiten. Seit Stunden sitze ich im Pyjama am Schreibtisch und schreibe vor mich hin, lenke mich mit Nahrungsaufnahme ab und komme zurück zum Thema: Schlüsselworte unterbringen.
Es ist erstaunlich wie sinnfrei ein Text zu lesen ist, wenn Google ihn für besonders sinnvoll hält. SEO Texte schreiben ist trotz freier Inhaltswahl zum Thema X, noch öder als Texte mit vorgegebenen Inhalt, zu schreiben. Soviel dazu, schöne neue Welt der Unique Content Schlampe Nadine.
Noch habe ich sie, die Freude am Schreiben, aber es wird von Mal zu Mal schwieriger sie wieder zu beleben. Na wenigstens scheint die Sonne mittlerweile und auch der letzte Text wird heute noch fertig werden, das ist der Vorteil wenn frau kein Privatleben hat.

Es war einmal...

Es war einmal ein Mädchen, das wollte nicht erwachsen werden. Die Zeit strich an ihr vorbei, doch sie ignorierte die Erwartungen der Umwelt an sie. Sie machte meist dass wozu sie Lust hatte, das war ziemlich oft "gar nichts". Wobei "gar nichts" harte Worte waren für ihr wunderbares Nichts. Das Nichts war viel mehr. Sie beobachtete die Sonne, die Wolken, belauschte die Welt, träumte und dachte. Wenn sie besonders gute Laune hatte, sang und tanzte sie sich durch den Tag. So konnte das nicht weiter gehen raunten die Leute. Was für ein Nichtsnutz war diese Dame, die immer noch glaubte sie sei ein Mädchen. Sie sollte sich endlich anpassen, sich ins System integrieren, etwas leisten, ihre Zeitpläne, wie alle anderen fremd bestimmen lassen. Das war ihr zuwider, das nahm ihr den Raum um sie selber zu sein. Doch sie hatte nicht mit den Papierkriegern gerechnet, darauf war sie nicht vorbereitet. Sie hatte nie Papier gesammelt, warum auch, es machte keine Geräusche, schmeckte nicht gut und schön aussehen tat es auch nicht. Der Neid der Unfreien wuchs, sie wurde beschimpft, mitleidig begutachtet und manch einer dachte man müsste ihr nur den "richtigen" Weg zeigen. Doch sie hatte schon gefunden, sie hatte sich schon entschieden, sie brauchte kein Papier, - dachte sie. Papierflieger flogen gegen ihren Kopf, die Unfreien bombardierten sie täglich, gib uns Papier, schnell, sonst werden wir dich eliminieren.
Sie hatte kein Papier und so zierten Schnittwunden von scharfen Papierkanten ihren Kopf und ihren Körper. Das schmerzte sie, lies ihr keine Ruhe mehr, ihre Welt löste sich auf. Sie musste handeln, Reste ihrer Welt retten. Sie nahm eine kleine Kiste, legte die Reste ihrer Welt behutsam hinein, mit einem goldenen Schloss sicherte sie die Kiste und vergrub sie in ihrem Inneren. Sie würden sie nicht kriegen, ihre Welt, sie würden sie nicht auslöschen. Das Lächeln in ihrem Gesicht war verschwunden, Falten durchzogen ihr Gesicht, das von grauen Haar gerahmt war. Sie alterte in Sekunden, Jahre. Jetzt war sie eine Dame, eine Dame die immer noch versuchte nicht zu verbittern. Es gelang ihr nur manchmal, sie hatte keine Zeit mehr für Wunderbares, sie funktionierte, wie von ihr verlangt, sammelte Papier, teures Papier. Sie hatte keine Schnittwunden mehr im Gesicht, doch sie war so leer und das Glitzern in ihren Augen verschwand.

The Shins - A Comet Appears

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