Freitag, 14. März 2008

Zeit

Solange warst du nicht bei mir, ich hetzte von Termin A zu Termin B, fuhr Fahrrad bei Wind und Regen, quetschte mich nach Feierabend bei völliger Unlust in überfüllte S-Bahnen oder legte mich des nachts auf unbeleuchtenden Geländen mit meinem Fahrrad auf die Nase.
Dann hatte ich göttlichen Besuch und wir rannten durch die Stadt, als könnten wir sie morgen nicht mehr besichtigen. Was liegen blieb war Staub, Krümel die sich in Ecken versteckten, Haare die den Anschluss verloren hatten und Essensreste die von Festmahlen erzählten. Ich blieb zurück, hier im Chaos der Verliebten.
Zeit - jetzt habe ich sie, ganz exclusiv, nur für mich, doch mir fehlt der Tatendrang.
Ich glaube heute bleibe ich hier, einfach so, ich habe ja Zeit. ;-)

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