Dienstag, 15. Januar 2008

Nicht relevant

Nicht relevant und stolz drauf, sagte Gerd Brendel vom Küchenradio Videocast, das war das Beste was ich an diesem Tag hörte, es hatte sich also doch gelohnt zu bleiben und das nicht nur wegen der guten Verpflegung. Denn vorher durfte ich mir mehrmals von u.a. Herrn Gramsch anhören, das Blogs, Podcasts und Videocasts eigentlich nicht relevant sind.
Warum dann eine Veranstaltung darüber veranstalten? Warum Blogger, Podcaster und Co. einladen? Wir sind doch nicht relevant und außerdem unseriös, weil wir niemals recherchieren und selten mehr als eine Quelle haben, wenn wir über was schreiben.
Stimmt, ich habe meist nur eine Quelle: MICH! Also glaubt mir was ich hier schreibe oder nicht, es ist eh nicht relevant. Statt dessen wurde die Wichtigkeit von klassischen Medien betont und diese als einzige Quelle der Wahrheit dargestellt.
Da kommen wir zum nächsten Thema Eitelkeiten, wir sind alle eitel und ja ich auch, sonst hätten mich die Worte von da vorne nicht geärgert. Deswegen habe ich volles Verständnis, wenn Journalisten sich ärgern, wenn ein Beitrag irgend eines Bloggers, schneller erscheint als der eigene und dann vielleicht auch noch mehr gelesen wird und das obwohl die Inhalte weder recherchiert noch abgesegnet sind.
Was kann man also dagegen halten? Den Qualitätsanspruch der Journalisten, die Ernsthaftigkeit, denn nur wer bezahlt und kontrolliert wird, produziert Qualität, ja und die, die kostet nun mal Zeit. Verstehe ich ja, ich versuche auch niemanden davon zu überzeugen das Blogs die besseren Informationsquellen sind, soll doch jeder selbst wählen - eine Diskussion ist sinnlos, weil es geschmacksbedingt ist.
Ich dachte das Zukunftsvisionen gesponnen werden, wie es weiter geht mit der großen medialen Welt, wie sich Blogger und Journalisten ergänzen können und nicht das besprochen wird was Blogs und klassische Medien unterscheidet und wer hier der vermeidlich Wichtigere ist.
dw_fes
Aber zurück zum nicht relevanten, will ja meinen schlechten guten Ruf
nicht riskieren:
Ich kam zu spät, die Anmeldung verlief problemlos und ich konnte noch ein Plätzchen ergattern. Danach wurde mir ganz schnell langweilig und das nicht nur weil ich beleidigt war. Monologe über Monologe und kaum Diskussion.
Mittagspause, das Highlight, ich lernte ein paar nette Männer kennen und unterhielt mich angeregt, während ich vier Kaffee trank und unzählige Zigaretten rauchte, gerade als ich über den Herrn Gramsch lästern wollte, da kam er heraus und stellte sich neben mich. Dumm gelaufen. Der Video-/Podcast Teil war dann schon informativer und dort wurde die Wichtigkeit von Podcasts nicht so negiert wie bei den Blogs. Interessant war dann der Vortag von Herrn Brendel und von Derek Thomson, aber meine Blase drückte dank Kaffee gewaltig, so das ich öfter raus musste. Neben mir saß irgendwann ein alter Dozent von mir und einer der Bekanntschaften aus der Mittagspause lieh sich kurz meine Kamera. Kamera? Äh, das nächste Mal wenn ich meine Kamera in fremde männliche Hände gebe, sollte ich vielleicht vorher überprüfen, welche Fotos da noch drauf sind, ok, er wird Frauenbeine in Puschen schon mal gesehen haben.
Danach gab es dann nochmal lecker Kaffee und Kuchen und ich unterhielt mich weiter, hatte aber schon beschlossen zum letzten Teil nicht mehr zu bleiben.
Noch ein kurzer Schnack mit einem Fotografen über die Langweiligkeit der Veranstaltung und ab durch die Mitte. Wirklich durch Mitte, denn der M29 nimmt diese Route. Jetzt bin ich wieder daheim und bereue nicht da gewesen zu sein, aber ein Knaller war es auch nicht.....Egal- hat mich nichts gekostet und es ist ja eh nicht relevant. ;-)

Graswurzel Journalismus

Als Graswurzel Journalismus wird das Bloggen von der Deutschen Welle und der Friedrich Ebert Stiftung benannt. Was sind dann Journalisten? Bäume?
Zum heutigen Tag wurde ich eingeladen und zwar hier hin.
Leider bin ich mir noch immer nicht sicher ob ich tatsächlich angemeldet bin, denn ich schrieb zwar eine Mail, bekam aber nur die Aufforderung meinen echten Namen preis zu geben zurück geschickt. Das habe ich getan und seit dem nichts mehr gehört.
Ich fahre da also gleich auf Risiko hin, das Risiko, mir dann doch andere Graswurzeln und Bäume anzuschauen, - denn der Tierpark ist ja groß. Werde die Kamera mitnehmen, komme wie immer zu spät, aber heute gibt es Graswurzeln zu sehen, ob nun solche oder jene. ;-)

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