Sonntag, 6. Januar 2008

Nachsätze

Da ich nicht viel von Vorsätzen halte, hatte ich auch dieses Jahr keine, als ich ziemlich breit, in die Rauchwolke des neuen Jahres blickte.
Deswegen gibt es jetzt ne knappe Woche nach Silvester Nachsätze, jetzt wo 2007 weg ist, kann man ja mal drüber sprechen. Wie fand ich 2007?
Eigentlich war er nicht so mein Typ, schon als er zur Tür rein kam dachte ich, das geht ja gar nicht, aber da war 2006 schon weg.
Da stand ich nun mit 2007, mäßig begeistert, in der kalten dunklen Nacht und es regnete.
Schön saufen ging auch nicht, denn es war nicht genügend Alkohol da, Taxi rufen um zurück zu 2006 zu fahren, ging auch nicht, denn mein Handynetz hatte sich mit 2006 verabschiedet.
Mist man hatte mich gewarnt keine Jahresverträge abzuschließen, noch 364 Tage mit so einem öden Arschloch. Schon im März verlor er jedes Benehmen und setzte mich vor der ARGE ab und damit ich beim Warten was zum Lesen hatte bekam ich ein Freiexemplar vom STGB SGB.
Ziemlich lahmer Schinken, wir hatten Verständigungsprobleme.
Jetzt hatte ich nicht nur meinen Job, meinen Studienplatz und meine Perspektiven verloren, sondern auch noch meinen Stolz. Ich schrieb viele Suchmeldungen und fand nur Termine bei einer Frau, die noch weniger als ich wusste was denn gut für mich sein könnte, 2007 war es nicht. War es vielleicht doch 2006?
Ich schrieb Bittreden an 2006, wenn 2007 gerade nicht hinschaute, und Teile von 2006 kamen zurück. Der Studienplatz, die Selbstbestimmung und einen Job von 2007 gab es dazu.
Vielleicht ist 2007 doch nicht so ein Arschloch? Er hielt mich auf Trab, tagsüber Papierkämpfe, nachts rief die Arbeit, keine Zeit mehr um darüber nach zu denken ob ich 2007 mag. Das der Job doch vom Arsch 2007 kam, stellte sich dann zum Jahresende heraus, die Chefs und Kollegen schienen wohl doch seine besten Freunde zu sein.
Was soll´s wer braucht schon schöne Erinnerungen und Geschenke von 2007, wenn er schon 2008 haben kann? Dieses mal hatte ich vorgesorgt, mehr als einen lieben Menschen an meiner Seite, Lampen angeknipst, Regen abbestellt, ordentlich Spiritus im Magen und im Kühlschrank, jetzt kann er kommen- 2008. Was soll ich sagen, im Rausch sah er klasse aus, am nächsten Morgen schon nicht mehr so....aber darüber reden wir dann 2009....;-)

Leise

Leise rieselt der Schnee....still und klar liegt nicht die Nadine.
Leise ist es nämlich nicht, Papa ist zu Besuch in der Wohnung unter mir.
Da damit dass stille Schneeflocken tot starren nicht funktioniert, darf Raul meine Stimmung untermalen. Klappt auch, höre kein Gekreische mehr und die Schneeflocken am Baum sind schon zu Tropfen geworden, die sich nur noch mühsam an den Ästen festhalten.
Kaffee ist alle, ich schwebe, ich habe Zeit. Ein bisschen Leere kriecht aus der ein oder anderen Ecke, sie findet zwischen Staubflocken auf dem Boden, ein paar Zweifel und bläst sie auf. Öffne das Fenster und hoffe auf Wind.
Sonntage sind zum "Dasein", zu nichts mehr und zu nichts weniger.

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