Mir ist übel, schon seit ein paar Tagen, vielleicht habe ich einfach zu viel oder unregelmäßig gegessen, vielleicht habe ich nur das "Falsche" gegessen, aber vielleicht bin ich auch nur aufgeregt. Heute Abend werde ich nach langer Zeit mal wieder Gastgeberin sein und was soll ich sagen, das löst bei mir üble Hektik aus. Dabei ist die Gästeliste klein und vertraut, also was soll schief gehen? Ich mach dann mal weiter, die Zeit läuft und mir ist übel.....
Perfekt wollen sie sein, die meisten Menschen die ich treffe.
Da wird retuschiert, verheimlicht und zu jeden Anlass eine neue Maske geschnitzt und aufgesetzt. Verstehe ich nicht. Habe schon vor langen meine Angst vor Peinlichkeit abgelegt und damit auch meinen Anspruch der Perfektion an mich selber.
Ich bin nicht perfekt und stolz drauf, das macht mit zum Individuum - meine Fehler.
Deswegen verhalte ich mich anders, wenn mal wieder was schief läuft, ich schweige nicht dazu und wenn es witzig war teile ich es sogar allen mit. Sollen sie doch lachen, sollen sie doch mit mir lachen, wie blöd das Leben manchmal läuft. Warum schweigen, warum den anderen die Schadenfreude, die Lacher nehmen?
Warum nicht aus Zitronen Limonade machen?
Ist es so schmerzlich, wenn man allen eine Runde Limonade und ein paar Lacher schenkt?
Wer ist schon frei von peinlichen Momenten in seinem Leben?
Neulich passierte mir mal wieder was Peinliches, es war ein Missgeschick, ein Lustiges.
Statt mich zu ärgern freute ich mich über die lustige Geschichte und erzählte sie, es gab ein paar Lacher, ein verwunderter Blick und die Ergänzung: "Ich hätte das für mich behalten."
Ein großes Fragezeichen schwebte über meinen Kopf. Warum?
Na weil das peinlich war. Man will doch nicht als Depp da stehen.
Warum nicht? Sind wir nicht alle ab und zu ein bisschen Depp?
Oder steckt der Glaube dahinter das man Fehler nicht lieben/schätzen kann?