Was das Namensrecht angeht ist Deutschland ja fortschrittlich, die Emanzen schafften, in den Achtzigern, das Frau/Fräulein ab (warum sind unverheiratet Frauen unabhängig vom Alter Fräuleins und nicht Frauen?) und ab den Neunzigern gab es endlich eine freie Wahl für Brautpaare und Kinder, welchen Nachnamen sie annehmen wollen.
Seitdem gibt es für Frau und Kinder keine Zwangsumbenennung mehr, falls eine Ehe eingegangen wird. Im Gegenteil es ist sogar möglich das der Mann den Nachnamen der Frau annimmt.
Na gut die daraus oft resultierenden Doppel- oder Dreifachnamen, zeigen das manche Paare mit dieser neu gewonnen Namenswahlfreiheit etwas überfordert sind, aber die gewonnene Gleichberechtigung, sollte auch nieder geschrieben werden. Ob´s hilft bleibt fraglich, aber immerhin bleibt es dem Paar selbst überlassen, was es daraus macht.
Im amerikanischen Raum scheint allerdings die Zeit stehen geblieben zu sein, das merkte ich schon öfter bei Spielfilmen und erst neulich bei den Simpsons. Da wird Marge vor Gericht tatsächlich mit Mrs. Homer J. Simpsons angesprochen.
Frauen ohne Vornamen? Hat sie durch die Ehe nicht nur ihren Nachnamen sondern auch gleich ihren Vornamen verloren? Ist sie keine eigenständige Person mehr? Nur noch Teil ihres Ehemannes? Dabei gab es das
Frauenwahlrecht 1870 zur erst im Bundesstaat Wyoming USA , 137Jahre ohne weiteren Fortschritt?
/Edit: Nach Kritik in den Kommentaren, habe ich noch mal gestöbert, das
Namensrecht in der USA, ist sogar noch viel liberaler als das Deutsche, allerdings ist die Auslegung dann doch immer sehr mit gesellschaftlichen Traditionen verbunden.