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Mittwoch, 22. August 2007

Man bekommt immer das

Man bekommt immer das was man gerade braucht, heißt es so schön in verschiedener esoterisch angehauchter Literatur.
Mag oft stimmen, ich bekomme allerdings immer genau das was ich wollte zum zeitlich unpassendsten Moment. Da habe ich jetzt seit knapp zwei Wochen einen Job und bin vorerst trotz schlechter Bezahlung sehr zu frieden, denn es entspricht meinen Vorstellungen von Aufgaben und ich habe sehr nette Kollegen und was passiert?
Das Arbeitsamt hat mich nach knapp sechs Monaten plötzlich in seiner Datenbank entdeckt. Da bekomme ich einen Bewerbungsbefehl aus Hamburg und heute ein paar Tage später einen Anruf vom Amt Nord Berlin, man hätte vielleicht eine Stelle für mich.
ÄHM? Wieso kam da nicht mal was früher? Wieso jetzt? Ich bin doch jetzt zufrieden und könnte bei dem Job echt was lernen und Erfahrungen sammeln! Aber ich kenne ja die Regeln "erster Arbeitsmarkt geht vor" und werde mir brav anhören was sie da für mich gefunden haben. Finde ich ja blöd, aber mich fragt ja keiner. ;-(


Edit 23.08.07: Es hat sich alles zu meiner Zufriedenheit aufgelöst! :-)

Tod beim Hautarzt

Müde bin ich geh zur Ruh zum Hautarzt bevor sich Operationsnähte einwachsen und entzünden. Bin immer noch krank meine Stimme hat sich jetzt auch verabschiedet und sogar das Rauchen macht mir keinen Spaß mehr, ich schwitze und möchte nur eins schlafen, schlafen, schlafen und möglichst keine anderen Menschen ertragen oder riechen. Lässt sich aber nicht vermeiden wenn man mit den Öffentlichen unterwegs ist besonders schlimm sind die Typen Marke Bauarbeiter, die einen erst die Tasche oder den Arm in die Seite rammen und dann ihre Einstellung zur Körperpflege durch Duftwolken bekannt geben. Aber zurück zum Hautarzt, nach empfundenen Ewigkeiten kam ich am Zielbahnhof an und Blaulicht und Einsatzwagen vom Krankendienst und der Polizei erwarteten mich.
Was war passiert? Ich lief die Treppe zu meinem Arzt hinauf und ein Polizist und ein Sanitäter versuchten gerade einen Mann im Rollstuhl die Treppen runter zu hieven, sie kamen aus der Arztpraxis in der Aufregung herrschte. Viel zu müde um mich aufzuregen meldete ich mich an und setzte mich. Kurz darauf kam ich dran und mir wurden die Fäden gezogen, ich fragte was denn passiert sei. Es gab gerade eine Reanimation.
Da ist Opa anscheinend fast beim Hautarzt abgekratzt, na ja wenigstens war er nicht allein, sonst hätten sie ihn sicher nicht mehr mit Rollstuhl runter getragen. Auf dem Rückweg regnete und blitzte es, ein seltsamer Tag, - aber anscheinend kein guter Tag zum Sterben. ;-)

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