Montag, 2. Juli 2007

Seelenessen

Wenn es mir schlecht geht, wenn ich Gelüste habe, dann esse ich.
Essen als Symbol von "sich etwas Gutes tun", Essen als Konsumobjekt, Essen als Seelentröster. Es füllt mich, innerlich, das Blut verschwindet aus meinem Kopf, steht nicht mehr für Gedanken zur Verfügung, alles spielt sich im Magen ab.
Kurzzeitig bin ich glücklich, wie ein Tier oder Kleinkind, wenn es satt vor sich hindöst. Aber nur kurz, es ist wie ein Rausch, dem Magen- und Verdauungsprobleme folgen und die Erkenntnis das ich schon wieder nicht in meine Klamotten passe. Nun trage ich den Frust nicht mehr in mir, sondern an mir, in Form von ausladenden Körperformen, die meine Gelenke zum Krachen bringen. Ich möchte ihn vergessen den Frust, doch mein Körper erinnert mich an ihn und nun grinst er mich auch noch blöd aus dem Spiegel an.

Doch es gibt Probleme und Phasen in meinem Leben, wo kein Schokoriegel der Welt hilft, kein Eis, keine Kekse, sie bleiben mir im Hals hängen, ich empfinde keine Freude, kein warmes Gefühl im Magen, nur einen Klos im Hals. Es ist so als wäre alles Essen der Welt plötzlich aus Staub und ich kann kein Wasser finden um es herunter zu spülen.

Glasmöbel

Also der Hirni der sich irgendwann mal ausgedacht hat, das Möbel aus Glas eine tolle Idee sind, könnte ich ja fressen. Stimmt so ein Glasmöbel nimmt optisch weniger Platz weg, aber so ein Glasmöbel ist nun wirklich nur was für einen Menschen, der
a) kurzsichtig ist b)eine Glasmanufaktur besitzt oder c)eine Putzfrau beschäftigen kann und will.
Trifft alles nicht auf mich zu und auch nicht auf die Menschen die ich kenne, die wahrscheinlich irgendwann in den 90ern ihr Einrichtungsbudget in Glas gesteckt haben.
Habe jetzt über eine Stunde damit verbracht eine Glasvitrine zu reinigen und ich muss sagen, sie ist immer noch nicht sauber, ist mir aber jetzt egal, habe in meinen Leben noch andere Sachen vor als Glas zu polieren. Also mein Rat an alle Leute die nicht putzwütig oder mit einer Putzfrau gesegnet sind: "Finger weg von Glasmöbeln!" ;-)

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