Da glaubt frau sie könnte nicht ohne, jeden Morgen war die zwangsläufige erst Handlung zu ihm zu gehen, ihm den elektrischen Freund.
Noch bevor der erste Kaffee durch gelaufen ist berühre ich seinen Powerknopf, höre seinen Lüfter Luft holen und sehe wie sein Monitor Farbe gewinnt. Gleich ist er für mich da, noch ein paar Brötchen in den Backofen geworfen, - ein kurzer Blick ja er ist so weit. Ich nehme meinen Kaffee, trinke einen Schluck und schon beginne ich mit der Massage seiner Tastatur. Gibt es Neuigkeiten für mich? Sind meine virtuellen Freunde schon wach?
Teils, teils, ich vergesse vor lauter Klicken die Morgendusche, ich vergesse die Zeit, versinke in meine digitale Welt und in den Hirnwindungen Anderer. Stunden später, Au Backe ist es wirklich schon so spät? Ein verlorener Tag im Internet.
Es ist seltsam, nachdem ich von meinem internetlosen Kurztrip zurück bin, ist alles anders.Die ersten Tage ohne Internet hatte ich dauernd das Gefühl etwas Wichtiges zu verpassen, zum Abend hin kam schlechte Laune auf, falls ich noch keine Möglichkeit hatte ins Internet zu schauen.
Doch am vierten Tag wurde ich ruhiger, da passiert schon nix, was möchtest du jetzt lieber tun, im Sonnenschein sitzen, schwatzen und was leckeres Essen oder vor einem Rechner sitzen? Meine Fingernägel waren plötzlich unversehrt, da hatte ich wohl was Besseres zu tun, als zu knabbern, meine Hose hat wieder Platz zum Ausatmen, meine Haut braun und pickellos, mein Computerbuckel ist verschwunden, ich trage einen Rock- auf der
Straße!
So eine Endinternetphase von Zeit zu Zeit ist wirklich empfehlenswert! ;-)
