Der
Dosenöffner Nachbar hat letzte Woche ein Paket für mich angenommen. Ich war etwas erstaunt und besänftigt das jetzt doch sowas wie nachbarschaftliche Kooperation statt findet. Beim ersten Versuch war er nicht da, beim zweiten Versuch war seine Klingel ausgeschaltet aber ich hörte laute Stimmen aus der Wohnung. Ich klopfte und klopfte, hörte Schritte zur Tür kommen und wurde Sekunden lang durch das Guckloch inspiziert. Er öffnete und schaute mich fragend an. Du hast ein Paket für mich angenommen? Achja er lief seinen sehr dreckigen Flur entlang und holte ein braunes Paket für mich. Ich sagte Danke und verabschiedete mich. Wow, was war das? Also das seine Mülltüten mal ne Woche vor seiner Haustüre stehen ist mir ja schon aufgefallen, aber der Anblick der sich mir bot ging auch über meine Schlampenphilosophie hinaus. Auf dem Boden lagen nicht nur Staub und Haare, sondern auch leere Waschmittel Verpackungen, Mülltüten, Flaschen. Bahnhof? Von nun an heist du Oscar für mich
Oscar aus der Mülltonne. Um so erstaunter war ich als ich gestern meinen Müll wegbringen wollte, ich kam ins EG und überall lagen Sperrmüllmöbel, die Tonnen im Hof waren über und über gefüllt. Hat er etwa nach Monaten mal seinen Müll weggebracht? Beeindruckend, denn sonst sind die Tonnen nie überfüllt, erst Recht nicht am Dienstag wenn montags geleert wurde.
Nichts gegen Oscar er scheint nett und gesellig, schliesslich hat er immer Besuch, aber einmal die Woche müsste es doch zu schaffen sein den Müll wegzubringen, vorallem wenn es keine 10m Laufweg sind.