Gestern hatte ich die ehrenvolle Aufgabe meine Freundin in eine Bar zu begleiten, in der sie vielleicht arbeiten kann. Da ich eh nichts vor hatte und dringend unter Leute musste, traffen wir uns Yorckstraße und liefen zu einem Laden der uns Beiden bisher nicht bekannt war, ein Konzert sollte dort statt finden. Von Weitem hörte ich schon gute Gitarrenmusik und obwohl meine Laune unteriridisch war, schien es ein netter Abend zu werden.
Eine Band Namens Squire die ich nicht kannte, spielte Rolling Stones Covers, das Publikum grossteils Homo bei erstaunlich guter Laune. Wir waren spät dran, so das das offzielle Konzert schon bald vorbei war und sich die Reihen nach einer Stunde lichteten.
Scheiss Handy Qualität...sorry Kamera wieder kaputt
Doch es gab noch mehr Live Musik, ein Stand Alone Entertainer mit Gitarre, der eigentlich die Vorgruppe sein sollte, war aus technischen Gründen die Nachgruppe. Er war witzig und sang gut und als Highlight gab es dann noch "Under the Bridge", das war der Zeitpunkt wo die Jungs von Squire wieder einsetzten und ihn begleiteten. Es war eine Bombenstimmung, die restlichen 20 Leute sangen mit, applaudierten und es war für Berlin eine tolle, lockere und losgelöste Stimmung. Das Grinsen auf meinen Wangen setzte ein, ich sollte noch weitere Stunden grinsen. Denn es wurde weiter musiziert, ein Typ aus dem Publikum griff sich später die Gitarre und sang noch weitere Songs, die Squirre Leute begleiteten und auch der Einzelmusiker und irgendwann auch eine Barkeeperin. Selten sowas erlebt in Berlin. Beendet wurde das alles von einem Nachbarn der sich beschwerte, weil seine Frau Frühschicht hätte und er sich Ruhe wünschte, das war gegen Eins. Netter Abend und nun kenne ich eine Bar mehr in Berlin, wo es sich wirklich lohnt mal reinzuschauen.