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Dienstag, 22. August 2006

One Shot - ein etwas anderes Stöckchen

Nicht so aufwendig wie bei Iggy, aber auch von mir ein Einblick in meine Wohnwelt.

Die Regeln:
Das Spiel: Ich sehe was, was du nicht siehst. Die Spieler: deine Digitalkamera und du. Die Regeln: ein Schuss, ein Treffer; und löschen verboten. Bildausschnitt wählen, Kamera einstellen, abdrücken. Zehn bis zwanzig Bilder und eine Stunde Zeit. Das Ziel: Entdecke deinen Lebensraum aus einer völlig neuen Perspektive.


Dunkel wars

Dunkel wars, der Mond schien gar nicht,
denn es war noch Zeit für Taglicht

Regentropfen sprang zum Himmel,
auf der Straße kein laut leises Gewimmel

Mücken stechen sterbend zu
geben einfach keine Ruh

Mein Gemüt so vor sich hintickt
garstig ist und nichts mehr hinkriegt


Lachend steh ich weinend da, es wird Winter wunderbar.

1,2,3, ... Viele

Über die Unmöglichkeit den Überblick zu behalten.
Ich hatte mal einen Mathelehrer, Dr. der Physik, ich mochte ihn nicht sonderlich, was allerdings nicht an ihn lag, sondern daran das ich auf Grund von Lehrermangel Zwangsunterricht bei ihm hatte. Weil es keine Lehrer gab, fiel die Defintion von Wahlpflicht etwas anders aus. Es bedeutet es wurde für dich gewählt und du hast die Pflicht hinzugehen. So kam ich zu der Ehre den Mathe- und Physikleistungskurs im Abi zu besuchen, Beides bei ihm. Er war ein verwirrter in sich gekehrter Typ, der erst richtig aufblüte wenn eine Rechnung oder ein Beweis erbracht wurde. Er strahlte dann über das ganze Gesicht voller Begeisterung und war oft gekränkt, wenn Schüler ihm nicht zuhörten oder seine Begeisterung nicht teilten. Er teilte immer Arbeitsblätter aus, handgeschriebener Matrizendruck mit benebelnden Duft auf Umweltpapier. Selten benutzte er auch mal einen OH-Projektor. Er versuchte immer unsere Begeisterung zu wecken, seine Arbeitsblätter vermittelten alles von der Grundschule bis zur Oberstufe, er wollte immer das alle alles verstehen. Zwischendurch erzählte er immer, u.a. das später immer nur ein paar Erinnerungen an eine Person übrig bleiben die prägend sind. Bei mir sind es zwei Erinnerungen an ihn, sein Dreibein (altes Schustergerät) mit dem er uns den dreidimensionalen Raum in der Vektorallgebra näher brachte und sein Auspruch zur Zahlenpsychologie. Er berichtet das das menschliche Gehirn als Kind und auch später, bei drei aufhört zu zählen, weil dort die Vorstellungskraft aufhört. Eins, zwei, drei...Viele..

PS:So geht es mir übrigens auch mit meinem Abonnente(i)n, ich habe heute Eine(n) verloren und ich weiß nicht wer es war, auch wenn ich es gern wüsste, denn sowas ist ja eigentlich immer etwas traurig...

Teuro

Der Euro macht alles teurer das ist so auch wenn uns Statistiken beweisen wollen, das dem nicht so ist. Angeblich sind die Lebensmittel nicht teurer geworden. Das trifft vielleicht zu auf Brot und Milch, aber wer ernährt sich von Brot und Milch? Ich esse zum Beispiel gern Gemüse und das ist fast doppelt so teuer geworden und nicht nur wegen den angeblich schlechten Ernten. Es ist eine Anpassung an das gesamteuropäische Niveau. Vor ein paar Jahren war ich zum Beispiel noch sehr erstaunt, wie teuer Gemüse in Italien ist. Jetzt haben wir fast die gleichen Preise, nur das es dabei nicht so lecker schmeckt wie in Italien. Gleiches gilt für Mieten früher konnte man eine 1-2 Zimmerwohnung für 300-600DM beziehen, heute hat man Glück wenn man ein Zimmer im Sonderfall eine 1Zimmerwohnung bis 300EUR bekommt (plus Zusatzkosten versteht sich). Die Energiepreise haben sich auch fast verdoppelt und so sind die Gas- und Stromkosten schnell eine zweite Miete. Das marrode Gesundheitssystem schlägt dann auch noch zu Buche, 10 EUR Praxisgebühr, die schon dazu führte das ich nicht zum Arzt gehen konnte und diverse Zuzahlungen an jeder Stelle. Ich überlege aktuell eine Zahnversicherung abzuschliessen, denn ich kann es mir einfach nicht leisten auch nur 50% der Kosten allein zu tragen.
Den Arbeitgebern geht es genauso und deswegen versuchen sie die Lohnkosten gering zu halten. Eine Argumentation ala 5 EUR waren mal 10Mark, dafür habe ich auch mal gearbeitet, das ist viel Geld, sollen überzeugen. Stimmt ja auch, ich habe auch mal für 10 Mark gearbeitet, aber das war vor über zehn Jahren! Damals hatte ich eine Wohnung für 330DM warm (ohne Zusatzkosten), eine Krankenkasse die alles übernahm, moderate Energiepreise und saubillige Lebensmittelpreise. Das ist heute nicht mehr so also KANN ich nicht für 5 EUR arbeiten, da meine Zeit begrenzt ist! Das ist keine Arroganz, kein Hochmut sonder der Wille zu überleben!

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Zuletzt aktualisiert: 17. Dez, 19:21