Donnerstag, 29. Juni 2006

Krankmeldung

Ich bin krank, also rief ich meine Arbeitsstelle an und teilte mit das ich krank bin.
Schweigen.
Was soll mir das jetzt sagen?
krächz Das ich krank bin.
Soll das etwa heißen das du morgen nicht kommen willst?
Ich kann nicht, es geht hier nicht um wollen!
Das ist echt schlecht für mich, ich habe dies, ich habe jenes, dann muss ich wohl...
wartet ab
ich: schweig
Du willst also nicht kommen...
Ich kann nicht kommen, ich komme gerade bis zum Kühlschrank...
ABER ICH MUSS DANN, UND ICH HABE DANN, DAS IST ECHT SCHLECHT FÜR MICH...motz, motz, also meld dich dann wenn du wieder willst...Klick...

Jetzt fühle ich mich schuldig, was soll der Dreck ich kann dafür nix...und wenn ich da morgen so hingehe erschrecke ich nur Leute und stecke sie an...was soll der Scheiß..

Kribbeln

Ich liege still da, der Schlaf lässt auf sich warten, schliesse die Augen, meine Haut blinzelt unbedeckt unter der Decke hervor. Stille. Es kribbelt. Feine Haare berühren mein Bein. Bewegen sich auf und ab, halten inne. Ich bewege mein Bein, versuche den Eindringling abzuschütteln. Das Kribbeln hört auf. Ich schweife in Träume ab. Da ist es wieder, diesesmal mal am Arm, es bewegt sich langsam Richtung Schulter. Ich drehe mich berühre mit meiner Hand die Schulter. Nichts. Einbildung? Ich ziehe die Decke etwas höher, kuschel mich wohlig ein, atme tief und versuche meinen Traum wieder zu finden. Tauche gerade wieder in fremde Welten ein, als ich es wieder spüre, an meiner Wange, langsame, grazile Bewegungen, sie steuern mein Ohr an, wach ich oder träum ich? Ich hebe langsam meine Hand und lasse sie schnell auf mein Ohr klatschen: Ein Fliege!

Asiatisch

Heute fühle ich mich asiatisch. Vielleicht hätte ich lieber nach Lichtenberg statt nach Charlottenburg fahren sollen, um nicht solches Aufsehen zu erregen. Denn ich sehe heute verdammt asiatisch aus. Schlitzförmig Augen, Geisha mässig hochgestecktes Haar, porzellanweiße Haut und durch die fehlende Körperspannung reichlich klein geraten. In Lichtenberg oder Hellerdsorf wäre das wohl nicht aufgefallen, denn sobald man mit den Öffentlichen mehr als 3km von der Ringlinie erntfernt ist, hat man oft den Eindruck der einzige Europäer innerhalb der Tram zu sein. Aber war nix mit inkognito, mein Arzt ist nun mal in Charlottenburg. So wurde ich bereits in der S-Bahn komisch beäugt, einige schenkten mir Abstand, andere mitleidige Blicke. asian
Wiederum andere musterten mich neugierig von Kopf bis Fuß.
Warum die wohl einen Schal an hat, so eine seltsame Frisur trägt und so blass drein schaut? Ja ich bin krank! Nehmt euch in Acht, sonst huste ich euch an!
Interessant waren auch die Gerüche von Zwiebelringen, Bier und Döner bei der Fahrt.
Auch die Gespäche schien mir mehr als lästig und die Zeit hatte sich in eine Schnecke verwandelt.
Ich habe es wie ein tapferer Samurai überlebt, meine Termine abgesagt und bin noch in den Supermarkt um mir eine Packung Nasi Goreng zu kaufen, wenn schon asiatisch dann richtig!

Nadine in Berlin

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