Mittwoch, 27. Juli 2016

Der letzte Tag

Heute ist der vorerst letzte Tag in meinem Praktikum, schick werde ich den Tag nicht starten, sondern eher verpennt, denn gestern konnte ich nicht einschlafen und habe dann nach Mitternacht noch Photoshop-Nachhilfe per Ferndiagnose gespielt. Heute darf mir das nicht passieren mit dem Einschlafen, morgen geht es noch früher raus. 5 Wochen sind geschafft, auf zum letzten Tag...


Dienstag, 26. Juli 2016

Nicht die beste Praktikantin

Weiß nicht ob ich den Preis für die beste Praktikantin bekomme. Ich koche zu starken Kaffee, räume die Spülmaschine falsch aus, aber ich bin erfrischend, wie mir gesagt wurde. Na immerhin, morgen noch einmal hin und dann ist erstmal Pause vom Praktikum. Dafür gibt es dann ein weiteres Modul von meiner Ausbildung von Donnerstag bis Samstag. Die Woche ist also voll, hoffe ich meistere es. Für heute ist aber erstmal Feierabend, jetzt wird gegessen und dann Ruhe im Karton. Hoffe ich kann heute früh einschlafen, denn morgen geht es früh raus. Was soll´s dann bin ich halt nicht die beste Praktikantin.

Weitermachen

Auf gehts in die anstrengende Woche, zum Glück heute noch spät, aber ab morgen heißt es 10 Uhr und die darauf folgenden Tage sogar 9 Uhr. Mal sehen wie ich das gebacken kriege, aktuell klebe ich noch am Sofa und will nicht in die Dusche. Heute darf ich endlich ein bisschen schreiben und danach wieder Spiele spielen, der Tag wird schon vorbeigehen, vorerst mein vorletzter Tag im Praktikum. Bin froh dass ich es fast geschafft habe, auch wenn es meist Spaß gemacht hat. Nach diesem Wochenende geht es dann schon bald in den Flieger und auf die warme Insel, ich freue mich, auch wenn ich Bedenken wegen meiner Freundin habe. Wird schon alles gut werden, aber erstmal heißt es weitermachen.

Montag, 25. Juli 2016

Alte Freundinnen

Gerade war ich einkaufen und wie ein Wunder erschien eine alte Freundin. Wir kennen uns seitdem wir 16/17 waren und waren sehr lange eng befreundet. Leider endete die Freundschaft als sie den falschen Kerl an der Angel hatte, dieser Kerl war ein Drogi und ein Psycho und machte sich einen Spaß daraus sie unter Drogen zu setzen und dann zu versuchen sie psychisch zu manipulieren. Ich blieb lange an ihrer Seite, aber irgendwann ging es nicht mehr und die Freundschaft wurde beendet. Damals hatte sie wegen ihm fast alle ihre Freundschaften beendet und war total abgemagert und auf Droge, es schien keinen Ausweg mehr zu geben.

Doch jetzt scheint sie sich wieder gerappelt zu haben, sie hat mittlerweile zwei Kinder und auch wieder ein bisschen Speck auf den Rippen und es scheint ihr gut zu gehen. Wir haben uns dann gerade noch etwas unterhalten, es war schön mit ihr zu reden, aber irgendwie habe ich es nicht übers Herz gebracht sie nach ihrer Telefonnummer zu fragen, irgendwie ist zuviel passiert, aber vielleicht treffe ich sie ja nochmal im Supermarkt. Ich freue mich auf jeden Fall dass es ihr wieder besser geht, möge es immer so weitergehen.

Frei, Fliege und Geld

Heute habe ich frei und habe den Tag bisher nur dazu genutzt lange zu schlafen. Das mit dem schlafen war gar nicht so einfach, denn ständig landete eine Fliege auf mir und belästigte mich. Von den Bauarbeiten gestern in meiner Wohnung ist noch viel Dreck und Chaos übrig geblieben, also heißt es heute aufräumen und putzen. Dafür habe ich aber jetzt eine neue Badarmatur mit Temperaturregler, eine funktionierende Ablufthaube für den Herd und Fußleisten in der Küche. Sehr schön, nach 10 Monaten habe ich endlich eine vollständige Wohnung ohne Baustelle. Jetzt gibt es Kaffee und Toast und irgendwannn muss ich wohl noch einkaufen, denn morgen beginnt der Wochen-Marathon und da werde ich keine Zeit mehr haben zu schlafen, zu putzen oder einzukaufen und das bis Sonntag und Sonntag sind die Geschäfte zu. Mein Geld-Leih-Nachbar scheint es nicht für nötig zu halten nochmal bei mir zu klingeln, nachdem er mich letzten Montag nicht erreichen konnte, ärgerlich denn jetzt könnte ich die 5 Euro die er mir schuldet gut gebrauchen. Vielleicht klingele ich heute mal bei ihm. Ansonsten ein schöner Tag, es gibt nichts zu meckern, außer dass ich pleite bin, dank Zahnarzttermin.

Sonntag, 24. Juli 2016

Kakteen

Schon die zweite Nacht von Kakteen geträumt. Dabei besitze ich gar keine Kakteen. Im Traum hatte ich aber ein ganzes Fensterbrett voll mit großen Kakteen, die ich liebevoll goss. Keine Ahnung was das soll, normalerweise träume ich nicht von Pflanzen. Aber gut immerhin keine Alpträume, angeblich bedeuten Kakteen sogar was gutes. Deutung.com weiß: "Stacheln dieser Pflanze sind ein Sinnbild für Abwehrbereitschaft, aber auch für entschlossenes Handeln."Gut, das passt ja, wo ich jetzt wieder wehrhafter werde und mein Harmonievieh schrumpft. Aber irgendwie habe ich schlecht geschlafen, denn erst konnte ich nicht einschlafen, weil es zu warm war und dann war ich früher wach und hatte leichte Rückenschmerzen. Was soll´s auf in den Tag, heute gibt es viel zu besprechen, zu regeln und außerdem soll an meiner Küche weitergebaut werden. Vielleicht sollte ich mir einfach einen Kaktus anschaffen, damit ich seine Bedeutung nicht vergesse.

Der Anfang und das Ende der Psychose (Teil 24)

Ich weiß nicht so genau wann es angefangen hat mit der Psychose und auch nicht wann sie definitiv vorbei war. Ich tippe auf einen Anfang der Psychose noch innerhalb der Firma, ich denke das waren circa 3 Monate vor meinem Aufhebungsvertrag, dann war ich weitere 3 Monate allein in meiner Wohnung mit meiner Psychose bis ich auf dem Dach stand. Im Klinikum gab es dann Medikamente die nicht halfen und Gespräche mit Psychologen die nicht taugten. Als ich nach 6 Wochen entlassen wurde war ich immer noch psychotisch und auch in der Tagesklinik danach ging es wochenlang weiter mit meinen Wahnvorstellungen und Stimmen im Kopf. Ich bekam dort allerdings ein neues Medikament das dann endlich half, aber nur langsam anschlug. Danach ging ich tageweise arbeiten, ohne Stimmen im Kopf aber immer noch mit einem ausgeprägten Verfolgungswahn und Selbstmordphantasien.

Demnach war ich mindestens 9 Monate in der Psychose, denn die Symptome kamen langsam und gingen noch langsamer. Aber sie hörten wieder auf, das ist wohl das Wichtigste. Nicht jeder hat so ein Glück dass sie Symptome wieder aufhören, manche leiden Jahre darunter und hören Stimmen trotz Medikamente, ihr Leben lang. Ich war nur 9 Monate auf dem Mond, eine Zeit die ich nie vergessen werde, denn irgendwie war sie auch besonders. Nie in meinen Leben habe ich mich so besonders gefühlt und gleichzeitig so bedroht und klein. Vielleicht war es sogar ein Jahr innerhalb der Psychose, eine lange Zeit, aber das Gehirn erholt sich nicht so schnell von so einer Dysfunktion. Es hat weitere Jahre gedauert bis ich wieder zu mir zurückgefunden habe und kein Medikamenten-Zombie mehr war. Zum Glück habe ich protestiert gegen meine Medikation, sonst wäre ich vielleicht lebenslang ein Zombie geblieben. Denn es gibt keine Forschungsergebnisse zu Psychosen, es gibt kein Patentrezept das eine Heilung verspricht, viele werden nie geheilt und davon gehen die meisten Ärzte aus und verschreiben lieber zu viel als zu wenig.

Es gab 2 Ärzte die bei mir eher eine niedrige Dosis vermuteten und mir abrieten runter zu dosieren, weil sie der Meinung waren dass sich mein Gehirn noch nicht erholt hätte. Aber diese Ärzte konnten nicht wissen was in mir vor geht, sie gingen nur nach ihrer schlechten Erfahrung mit den lebenslangen Fällen und auf Sicherheit. Doch jeder Fall ist individuell, im Endeffekt wissen nur die Patienten wann es ihnen wieder gut geht und ob sie die Medikamente weniger oder gar nicht mehr brauchen. Auch wenn mir die Ärzte wenig geholfen haben höre ich auf ihre Warnhinweise und nehme weiterhin Medikamente, niedrig dosiert mit dem Wunsch abzusetzen, aber ich nehme sie. Die Dosis die ich jetzt nehme liegt allerdings bei einem Drittel von dem was mir schon als niedrige Dosis verkauft wurde und es geht mir deutlich besser mit dieser Dosis. Meine Psychiaterin ist begeistert von meinen Fortschritten und meinte sogar dass wir noch weiter runter gehen können, jetzt wo sie sieht wie erfreulich ich mich entwickele.

Es gibt sie die hoffnungsvollen Fälle, die die wieder gesund werden oder zu mindestens mit einer sehr geringen Dosis an Medikamenten auskommen. Ich habe durch meine Krankheit Geduld gelernt, ich gebe mir jetzt noch 2 Jahre bis ich versuchen will ohne Medikamente auszukommen. Ich denke ich habe alle Weichen meines Lebens umgestellt, kein unnötiger Stress, ein funktionierendes soziales Umfeld und die Gedanken an Karriere habe ich mittlerweile begraben. Hauptsache ich bleibe gesund und kann irgendwann wieder für mich selbst sorgen, ich bin bescheiden geworden oder anders gesagt ich weiß jetzt was wirklich zählt und das ist die Gesundheit. Ich denke dass hier ist jetzt das Ende meiner Geschichten über die Psychose, ich werde sicher noch hier und da einen Artikel zu der Krankheit schreiben, aber ich habe mich zu meinen Wahnvorstellungen und Stimmen im Kopf ausgeschrieben. Danke an alle Leser dass ich euch meine Geschichten erzählen durfte, ich werde weitererzählen, aber immer weniger über die Psychose, denn sie gehört hoffentlich für immer zu meiner Vergangenheit.

Siehe auch:

Teil 1
Teil 2
Teil 3
Teil 4
Teil 5
Teil 6
Teil 7
Teil 8
Teil 9
Teil 10
Teil 11
Teil 12
Teil 13
Teil 14
Teil 15
Teil 16
Teil 17
Teil 18
Teil 19
Teil 20
Teil 21
Teil 22
Teil 23

Samstag, 23. Juli 2016

Schluss mit fleißig

Ein ruhiger Tag liegt hinter mir. Gefrühstückt, gebloggt, Wäsche gewaschen, Staub gewischt, Blumen gegossen, Bad geputzt, Vogelkäfig sauber gemacht, gestaubsaugt, Böden gewischt und knapp 3 Stunden mit der besten Freundin geplaudert. Dann noch gekocht und gegessen und jetzt ist Ruhe im Karton, noch ein Filmchen gucken und dann soll es das auch für heute gewesen sein. Brauche meine Ruhe, eine anstrengende Woche steht bevor und morgen geht es auch wieder nach Kreuzberg. Da muss man halt den einzigen freien Tag in der Woche nutzen um den Haushalt in Schuss zu halten. Jetzt ist aber mal Schluss mit fleißig, auch wenn eigentlich noch die Fenster geputzt werden müssten.

Nicht mehr lebensmüde

Es gibt eine Veränderung in meinem Leben. Ich bin nicht mehr lebensmüde. Während der letzten Jahre meiner Krankheit war es mir oft egal ob ich lebe oder sterbe, denn mein Leben war so freudlos dass ich dachte dass ich nichts verliere. So hatte ich plötzlich keine Flugangst mehr, denn als ich im Flieger saß und an einen möglichen Absturz oder Ähnliches dachte machte mir das keine Angst mehr. Dann ist es endlich vorbei, dachte ich nur, wenn der Flieger abstürzt bin ich endlich befreit von meiner Krankheit und meinen zombie mäßigen Leben. Es war mir egal ob ich alt werde oder nicht, denn ich spürte keine Lebensfreude und fühlte mich als Gefangene meiner Medikamente und Krankheit. Wenn ich jetzt an meinen nächsten Flug denke habe ich wieder Schiss, es darf nichts passieren, ich will leben! Ich habe wieder Angst um mein Leben, denn es ist endlich wieder lebenswert. Doch jetzt habe ich wieder vor so vielen Angst was mein Leben bedrohen könnte, das ist irgendwie auch nicht so toll, aber ich nehme es in Kauf für meine neue Lebensfreude, so ist es halt wenn man nicht mehr lebensmüde ist.


Nadine in Berlin

Nadine in Berlin

Aktuelle Beiträge

Ah! Ich erinnere mich,...
Ah! Ich erinnere mich, dann warst du wirklich lange...
NBerlin - 27. Jul, 12:14
Ich hätte genauer...
Ich hätte genauer schreiben müssen "alten...
Zaubermann - 27. Jul, 09:08
Der letzte Tag
Heute ist der vorerst letzte Tag in meinem Praktikum,...
NBerlin - 27. Jul, 09:05
Ich wusste halt nicht...
Ich wusste halt nicht wohin die Sachen in den Schrank...
NBerlin - 26. Jul, 22:44
Ja 8 Löfffel waren...
Ja 8 Löfffel waren wohl zuviel für die Filterkaffeemaschine,...
NBerlin - 26. Jul, 22:42

Archiv

Juli 2016
Mo
Di
Mi
Do
Fr
Sa
So
 
 
 
 
28
29
30
31
 
 

Suche

 

RSS/Kontakt:

Kontakt: NadineInBerlin@gmx.de
RSS Feed Blogverzeichnis - Bloggerei.de Blogverzeichnis

Status

Online seit 4107 Tagen
Zuletzt aktualisiert: 27. Jul, 12:14

Aus dem Leben
Bewegte Bilder
Evergreens
Ich bin dagegen
Köcheln
Kotz die Wand an
Lyrisch & Nachdenklich
Psychose
Wortfetzen
Zeitvertreib
Profil
Abmelden
Weblog abonnieren